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Die Geschichte von Kraft Heinz: Alles, was Investoren wissen müssen

Foto: The Motley Fool.

Die Fusion von Kraft Foods und H. J. Heinz im Jahr 2015 schuf das fünftgrößte Lebensmittel- und Getränkeunternehmen der Welt. Bemerkenswert an diesem Deal war nicht der Umfang und das beeindruckende Portfolio an diversifizierten Marken, sondern wer ihn inszenierte.

Warren Buffett, dessen Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2) vor dem Zusammenschluss 53 % von Heinz besaß, war maßgeblich an der Zusammenführung der beiden Unternehmen beteiligt. Berkshire ist eine Partnerschaft mit dem brasilianischen Investmentunternehmen 3G Capital eingegangen, um 10 Milliarden US-Dollar in das neue Kraft Heinz (WKN:A14TU4) zu investieren. Heute halten 3G und Berkshire Hathaway mehr als 50 % des Unternehmens, wobei Warren Buffett im Vorstand sitzt.

Die Strategie von 3G

Während Berkshire Hathaway mit 26,7 % der größte Aktionär ist, liegt Kraft Heinz in der Hand von 3G Capital. Bernardo Hees, Partner von 3G Capital, ist CEO von Kraft Heinz, während einige wenige andere gegenwärtige oder ehemalige Mitglieder von 3G Capital in wichtigen Führungspositionen tätig sind.

3G Capital hat mit Kraft Heinz den gleichen Plan wie bei anderen Akquisitionen im Konsumgüterbereich verfolgt. Zum Zeitpunkt der Fusion hatte sich das neue Managementteam das Ziel gesetzt, unnötige Kosten zu senken und diese Einsparungen zu nutzen, um mehr Investitionen in Wachstumschancen zu investieren, insbesondere in die internationale Expansion, wo Kraft Foods Wachstumspotenziale ungenutzt gelassen hat.

Die Kostensenkungsstrategie hat sich unterm Strich sehr positiv ausgewirkt. Kraft Heinz steigerte 2016, dem ersten vollen Jahr unter der Führung von 3G Capital, den Gewinn pro Aktie (ohne die Kosten der Fusion) um 52 %. Das Gewinnwachstum hat sich mit einem Zuwachs von 15 % im ersten Halbjahr 2017 fortgesetzt.

Schwaches Umsatzwachstum war für die Investoren von zentraler Bedeutung

Das Umsatzwachstum war eine andere Geschichte. Kraft Heinz verzeichnet in Nordamerika ein sehr schleppendes Wachstum, da sich die Verbraucher von verpackten, stark verarbeiteten Produkten abwenden. Im Jahr 2016 stieg der Umsatz demzufolge nur um 0,3 %, 2017 ging der Umsatz bereits um 1,8 % zurück. Der Kampf von Kraft Heinz um das Umsatzwachstum hat den Aktienkurs stark in Mitleidenschaft gezogen, wie du in dieser Grafik sehen kannst.

KHC Daten von YCharts.

Dies ist ein branchenweites Problem ohne einfache Lösung. Obwohl Kraft Heinz mit seinen großen, ikonischen Marken, einem großen Marketingbudget und wohl den klügsten Köpfen der Welt aufwarten kann, sollten Investoren keine schnelle Trendwende erwarten.

Ein Teil des Plans bestand darin, neue Produkte wie Heinz Barbecue-Saucen und Heinz Seriously Good Mayonnaise auf den Markt zu bringen. Obwohl der Gesamtumsatz nicht wächst, würde das Unternehmen wahrscheinlich schlechter abschneiden, hätte es diese Produktinnovationen seit der Übernahme durch 3G nicht gegeben.

Blick nach vorn

Während das Umsatzwachstum voraussichtlich weiterhin verhalten ausfallen wird, können die Anleger erwarten, dass das Management durch Kostensenkungen, eine starke Vermarktung neuer Produkte, Preiserhöhungen sowie eine bessere Umsetzung das Ergebniswachstum aufrecht erhalten wird. Die Aktie wird etwa mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 22 gehandelt, so dass sie im Vergleich zu den bisherigen zweistelligen Gewinnwachstumsraten nicht teuer ist. Um die Investoren zufrieden zu stellen, muss Kraft Heinz aber irgendwann das Umsatzwachstum verbessern, denn nur Kostensenkungen werden auf Dauer nicht reichen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Berkshire Hathaway (B-Aktien).

Dieser Artikel wurde von John Ballard auf Englisch verfasst und am 14.10.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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