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Was steckt hinter dem Anstieg von AstraZeneca im September?

Bild: Getty Images.

Was passiert ist

Nach ein paar schweren Monaten konnte das britische Pharmaunternehmen AstraZeneca (WKN:886455) im vergangenen Monat um 12,5 % steigen (laut Daten von S&P Global Market Intelligence). Die Aktie des Medikamentenherstellers hatte nach dem Scheitern des Lungenkrebs-Immuntherapie-Cocktails, bestehend aus den Checkpoint-Antikörpern Imfinzi (Durvalumab) und Tremelimumab einiges an Federn lassen müssen. Im September konnte die Aktie aber wieder steigen.

Und weiter?

Der zweistellige Anstieg im September war nicht wirklich das Ergebnis eines positiven klinischen oder regulatorischen Wachstumstreibers – ganz zu schweigen von besseren Fundamentaldaten. Vielmehr schien die Aktie des Arzneimittelherstellers aufgrund eines positiven Berichtes des Investmentbankers Bernstein zu steigen, obwohl Astra im vergangenen Monat auf der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology in Madrid ein ermutigendes klinisches Update für Imfinzi im Bereiche Lungenkrebsvorsorge gemeldet hatte.

Dem Bericht zufolge geht Bernstein davon aus, dass die Astra-Aktie aufgrund des breiteren Portfolios an kürzlich zugelassenen Krebsmedikamenten und der erstklassigen klinischen Pipeline, die bis 2022 mehrere Blockbuster-Produkte hervorbringen könnte, unterbewertet ist. Bernstein argumentierte, dass diese beiden wichtigen Faktoren das Interesse an Astra von Seiten anderer großer Pharmaunternehmen, die ihre Produktportfolios aufgrund von auslaufenden Patenten aufbessern möchten, wecken könnte.

Wie geht es jetzt weiter?

Ist Astra ein attraktives Übernahmeziel? Im Moment bin ich nicht der Meinung. Astra ist bei der Entwicklung von Checkpoint-Hemmern in der Krebsbehandlung noch etwas rückständig. Der Hauptplan des Managements, wieder nachhaltiges Wachstum zu generieren, muss auch erst noch umgesetzt werden. Aber es kommt noch schlimmer: Der PARP-Hemmer Lynparza steht vor einem scharfen Wettbewerb von mehreren neu zugelassenen Medikamenten im Bereich fortgeschrittenes Ovarialkarzinom.

Auch wenn Astra zum Wachstum zurückkehren könnte – wenn Imfinzi bei der Erstlinien-Lungenkrebstherapie nächstes Jahr gute Daten liefern sollte – gibt es keinen Grund zu glauben, dass dieses Biopharmaunternehmen aktuell ein besonders attraktives Übernahmeziel wäre.

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The Motley Fool hält keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von George Budwell auf Englisch verfasst und am 08.10.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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