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Jeff Bezos hat 3 Kunden bei Blue Origin – jetzt braucht er nur noch eine Rakete

Foto: The Motley Fool.

Der CEO von Amazon (WKN:906866), Jeff Bezos, gibt jedes Jahr eine Milliarde US-Dollar seines Privatvermögens aus und verkauft dafür Aktien von Amazon. Damit versucht er bei Blue Origin ein Raketenimperium aufzubauen. Jetzt sieht es aus, als würde er sich etwas davon zurück verdienen.

Letzte Woche gab Blue Origin seinen dritten Kunden für einen Raketenstart bekannt. Dies sind kommerzielle Verträge für Satellitenstarts und nicht bloß Weltraumtourismus am Rande des Weltalls, über die bereits berichtet wurde.

In kleinen Schritten ins All

Seit der Gründung von Blue Origin im Jahr 2000 in Kent, Washington, ist es Bezos und Blue Origin mehrfach gelungen, eine Suborbitalrakete (New Shepard genannt) zu starten und zu landen. Die Rakete ist jedoch nicht bereit, den kommerziellen Betrieb aufzunehmen (und wir haben immer noch keinen Zeitplan dafür). Sobald alle Probleme ausgeräumt sind, ist der Plan, Touristen ins All zu bringen.

Auch wenn die New Shepard ihren ersten bemannten Raumflug mit Touristen erst noch machen muss, treibt Bezos bereits ein neues Projekt zum Bau einer riesigen Raketenfabrik in Florida voran. Dort schlägt er vor, noch größere New-Glenn-Raketen zu produzieren, die Satelliten in den Weltraum schießen und dann zur Wiederverwendung auf der Erde landen können – ähnlich wie bei Elon Musk und SpaceX mit seinen Falcon-9-Raketen.

Daher hat Blue Origin Anfang des Jahres damit begonnen, neue Kunden dafür zu gewinnen. Im März gab das Unternehmen bekannt, dass die europäische Satcom Eutelsat als Erstkunden zugesagt hätte. Der Staat soll für 2021 geplant sein. Danach folgt eine Reihe von Satelliten, die für OneWeb gestartet werden. Erst letzte Woche verkündete Blue Origin seinen dritten Kunden. Das thailändische Mobilfunk-Start-up mu Space Corporation wird Anfang des nächsten Jahrzehnts seinen ersten Raketenstart mit Blue Origin wagen.

Wo ist die Rakete?

Es ist sicherlich eine gute Sache, ein Auftragsbuch zu führen. Ein kleines Detail muss jedoch beachtet werden. Blue Origin hat die New Glenn noch nicht gebaut und das Unternehmen hat auch noch nicht bewiesen, dass es überhaupt in der Lage ist, eine Rakete in den Orbit zu bringen.

Wann ist es soweit? Die Arbeiten an der Raketenfabrik in Florida schreiten voran. Meyerson glaubt, dass sie im Dezember bereit sein wird, den Prototypen herzustellen.

Wo ist der Antrieb?

Gleichzeitig arbeitet Blue Origin daran, die Triebwerke für die New Glenn zu bauen. Blue Origin entwickelt zufälligerweise auch den Antrieb für die Vulcan-Raketen von Boeing (WKN:850471) und Lockheed Martin (WKN:894648). Das Unternehmen baut den Antrieb in Huntsville, Alabama, und hat mindestens drei davon schon fertig. Einer der drei wurde aber bei den Tests im Mai beschädigt. Das Unternehmen erklärte, dass das während der Entwicklungsphase nicht ungewöhnlich wäre und seither keine weiteren Missgeschicke gemeldet worden wären.

Blue Origin geht merkwürdigerweise davon aus, den BE-4-Antrieb bis 2019 fertig und einsatzbereit zu haben. Das ist genau dann, wenn der Antrieb bei der ersten Vulcan-Rakete der United Launch Alliance installiert werden soll. Es ist aber ganze zwei Jahre, nachdem die Montage der ersten New Glenn beginnt. Das bedeutet, dass wenn die BE-e fertig ist, Blue Origin schon eine Rakete fertig haben sollte.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.

Dieser Artikel wurde von Rich Smith auf Englisch verfasst und am 04.10.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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