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Warum Ford und Lyft bei selbstfahrenden Autos zusammenarbeiten

Foto: The Motley Fool.

Ford Motor Company (WKN:502391) und Lyft arbeiten zusammen. Der Automobilhersteller und das schnell wachsende Taxidienst-Unternehmen wollen gemeinsam selbstfahrende Autos entwickeln, die für den Einsatz im Taxidienst optimiert sind.

Damit gesellt sich Ford zu einer wachsenden Liste von Unternehmen, die mit Lyft bei autonomen Fahrprojekten zusammenarbeiten. Hier ist alles, was man darüber wissen muss.

Was die beiden Unternehmen darüber zu sagen hatten

Ford und Lyft kündigten die Zusammenarbeit in jeweils separaten Blogeinträgen an. Der folgende Abschnitt ist die Zusammenfassung von Lyft.

Ford hat eine Vereinbarung unterzeichnet, um selbstfahrende Autos mit der Plattform von Lyft zu testen, die den führenden Partnern im Bereich selbstfahrende Autos fast eine Million Fahrten pro Tag zur Verfügung stellt. Unser Team wird bei vielen Gelegenheiten zusammenarbeiten, um im Bereich Transport und Mobilität positive Veränderungen zu erzielen.

Sherif Marakby, der Leiter des autonome Fahrprogramms von Ford, ging in seinem Eintrag etwas mehr ins Detail:

Lyft verfügt über ein Kundennetzwerk, eine wachsende Nachfrage nach Taxidiensten wie auch ein umfangreiches Wissen über den Transportfluss innerhalb der Städte. Wir haben Erfahrung mit der Entwicklung autonomer Fahrzeuge und Großserienfertigung. Beide Unternehmen verfügen über Flottenmanagement und große Erfahrung mit Daten. Mit der Kombination unserer Fähigkeiten sind wir davon überzeugt, dass wir Informationen effektiv austauschen können, um die besten Entscheidungen für die Zukunft treffen zu können.

Marakby sagte, dass Ford hoffe, mit dieser Plattform gut interagieren zu können und besser zu verstehen, welche Art der Infrastruktur entwickelt werden muss, um autonome Fahrzeuge in einem Taxidienst zu unterhalten. Ford wird die Daten, die zusammen mit Lyft gesammelt werden, benutzen, um herauszufinden, welche Städte am meisten von einem solchen Dienst profitieren könnten.

Was das für Lyft bedeutet: Ein weiterer großer Name in dieser Partnerschaft

Uber Technologies verfügt über seine eigene Forschungsabteilung für selbstfahrende Autos. Lyft nicht. Stattdessen bietet Lyft anderen Unternehmen, die an dieser Technologie arbeiten, die Möglichkeit, Testfahrten mit seinem Dienst durchzuführen. Damit können Meilen und Daten unter realen Umständen gesammelt werden und die Partner können lernen, wie die Systeme von Lyft funktionieren.

Die anderen Unternehmen, die an diesem Programm teilnehmen sind:

  • das Start-up aus Massachusetts namens nuTonomy, das im Juni gesagt hatte, man würde mehrere Testfahrzeuge zusammen mit Lyft testen,
  • der indische Autohersteller Tata Motors (WKN:A0DJ9M), eine Tochtergesellschaft von Jaguar Land Rover; Tata investierte im Juni 25 Millionen US-Dollar in Lyft,
  • Waymo von Alphabet (WKN:A14Y6H), das bereits über eine eigene große Flotte an Testfahrzeugen für einen Taxidienst verfügt (es handelt sich dabei um umgebaute Chrysler Pacifica Minivans).

Ebenso arbeitet General Motors (WKN:A1C9CM) mit Lyft zusammen. GM investierte im Jahr 2016 500 Millionen US-Dollar in Lyft und hat angegeben, schon bald mit dem Bau einer große Flotte von selbstfahrenden Chevrolet Bolt EV-Testfahrzeugen zu beginnen, die bei Lyft eingesetzt werden könnten.

Was bedeutet das für Ford: Eine Strategieänderung?

Diese Zusammenarbeit ist ein weiteres Zeichen dafür, dass der neue CEO von Ford, Jim Hackett, die Bemühungen des Unternehmens im Bereich neue Technologien verstärken möchte. Dazu gehören auch selbstfahrende Autos. Ford verkündete vor Kurzem eine Partnerschaft mit dem chinesischen Autohersteller Anhui Zotye Automobile, um in China Elektroautos zu bauen. Darüber hinaus gibt es noch andere Maßnahmen, darunter Marakbys Abwerbung des Konkurrenten Uber Technologies, die nahelegen, dass Hackett mehr Wert auf fortschrittliche Technologien legt.

Es wird erwartet, dass Hackett seinen Plan nächste Woche den Analysten der Wall Street vorstellen wird. Dann werden wir mehr darüber erfahren.

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A und C) und Ford.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear  auf Englisch verfasst und am 27.09.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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