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Autoaktien beweisen: Wer abseits der Standardwerte sucht, wird reich belohnt

Gerade als deutscher Anleger liegt eine Investition in einen der wichtigen heimischen Autohersteller nahe. Deswegen zerbrechen sich viele regelmäßig den Kopf darüber, ob gerade die Aktien von VWBMW oder Daimler besonders günstig zu haben sind. Value-Investoren mit einer internationalen Ausrichtung haben darüber hinaus auch in den letzten Jahren oftmals die großen amerikanischen Hersteller GM und Ford ins Visier genommen.

Wer aber die ganze Autobranche kennt, weiß, dass Standardwerte sich in den letzten Jahren nur mittelmäßig geschlagen haben. Wirklich belohnt wurden nur Anleger, die sich bei den etwas ungewöhnlicheren Unternehmen umgesehen haben. Diese drei Auto-Aktien haben Anleger, Stichtag 28.09., mit fürstlichen Renditen belohnt.

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Fiat Chrysler Automobiles: Turnaround verdreifacht dein Kapital in drei Jahren

Als der schwächelnde italienische Autohersteller Fiat mit dem Sanierungsfall Chrysler zu Fiat Chrysler Automobiles (WKN:A12CBU) fusionierte, waren viele der Ansicht, dass sich hier ein Ertrinkender am anderen festhält. Diese Annahme war aber komplett falsch. Der talentierte CEO Sergio Marchionne hat die Marke mit harter Hand umstrukturiert und strategisch klug das Kronjuwel Jeep gestärkt sowie Ferrari lukrativ abgespaltet.

Das Ergebnis waren sprudelnde Gewinne und eine massive erneute Wertschätzung der Aktie, die im Herbst 2014 mit sehr geringen Erwartungen an die Börse ging. Wer gleich zu Beginn an der New Yorker Börse zugegriffen hat, konnte sein Kapital in nur drei Jahren verdreifachen. Wohlgemerkt ist diese Rechnung um die abgespalteten und an die Aktionäre verteilten Ferrari-Anteile bereinigt.

Ferrari: Mit der Aktie der roten Autos gab es eine Verdopplung in zwei Jahren

Da Sergio Marchionne als gewiefter Dealmaker bekannt ist, wollten viele Anleger dem Börsengang von Ferrari (WKN:A2ACKK) nicht so ganz trauen. Viele waren der festen Überzeugung, dass die Aktie zu einem hoffnungslos überteuerten Preis an die Börse geht. Viele Artikel warnten vor der Aktie, CNBC titelte „Die Überschwänglichkeit des Ferrari-Börsengangs wirft den gesunden Menschenverstand aus dem Fenster“.

Klar sieht ein Unternehmen, das mit einer Bewertung von circa 10,4 Milliarden US-Dollar an die Börse geht, obwohl es im gleichen Jahr gerade einmal 7.664 Autos verkauft, erst einmal teuer aus. Eine solche Blickweise lässt aber außen vor, dass es Ferrari eben nur einmal gibt und die Gewinne pro Auto extrem hoch sind. Das haben die Anleger erst nach und nach gemerkt, und wer seit dem Börsengang vor zwei Jahren dabei geblieben ist, musste zwar einige Turbulenzen ertragen, wurde aber wechselkursbereinigt mit einer Verdoppelung seines Kapitals belohnt.

Tesla: Verzwölffachung in fünf Jahren

Mit der Aktie von Tesla (WKN:A1CX3T) kann man schon länger in ein Unternehmen investieren, das einen komplett anderen Weg einschlägt als alle etablierten Autohersteller. Das Unternehmen setzt voll und ganz auf eine elektrische Zukunft und hat sich in den letzten Jahren als Pionier in dieser aufkeimenden Produktkategorie etabliert.

Da das kalifornische Unternehmen noch viel zu viel investiert, als dass es schwarze Zahlen schreiben könnte, gibt es viele Skeptiker. Trotzdem wurde das massive Absatzwachstum, die Begeisterung der Konsumenten und die technologischen Fortschritte auch an der Börse belohnt. In den letzten fünf Jahren haben Tesla-Anleger ihr Kapital um das Zwölffache im Wert steigern können.

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Marlon Bonazzi besitzt Aktien von Tesla. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Ford und Tesla. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler. 

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