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Hella Quartalsbericht: weiteres Wachstum, aber für den Markt nicht genug

Foto: HELLA

Am Mittwoch, den 27.9, veröffentlichte Hella (WKN:A13SX2) die Ergebnisse des ersten Quartals.

Mit einem Gewinn von 0,75 Euro pro Aktie verfehlte das Unternehmen die Gewinnerwartungen der Analysten um 9 %. Auch die Umsatzerwartungen verfehlte das Unternehmen mit einem Umsatz von 1,63 Mrd. Euro um 0,9 %.

Fand der Markt diese Ergebnisse enttäuschend? Die auffallende Kursbewegung der Aktie um -3,49 % am Tag der Veröffentlichung der Ergebnisse lässt vermuten, dass Investoren zunächst einmal tatsächlich enttäuscht waren.

Zu den Zahlen!

Lass uns einen näheren Blick auf einige wichtige Zahlen aus dem Quartal werfen und sie mit den Zahlen des vorherigen Quartals und des Vorjahresquartals vergleichen.

Q1 2017 Q4 2017 Q1 2016 Veränderung ggü letztem Quartal Veränderung ggü. Vorjahresquartal
Umsatz 1,63 Mrd. EUR 1,81 Mrd. EUR 1,55 Mrd. EUR -10, % 4,9 %
Ergebnis je Aktie 0,75 EUR 0,87 EUR 0,75 EUR -13,8 % 0,0 %
Operatives Ergebnis 107 Mio. EUR 148 Mio. EUR 109 Mio. EUR -27,9 % -2,3 %
Operative Marge 6,5 % 8,2 % 7,0 % -1,6 Prozentpunkte -0,5 Prozentpunkte

Datenquelle: Standard & Poor’s Global Market Intelligence.

Ganz oben sehen wir bei Hella ein positives Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das Ergebnis der Aktie hat sich gegenüber dem letzten Jahr dabei nicht verändert. Damit ist der Gewinn des Unternehmens schwächer gewachsen als der Umsatz, was ein Zeichen für wachsende Kosten sein kann, die ein Stück der Profitabilität auffressen.

Um ein besseres Gefühl für die Profitabilität zu bekommen, können wir als Maßstab auf das operative Ergebnis von Hella blicken (da in diesem kaum einmalige Vorkommnisse wie Übernahmen oder besondere Abschreibungen enthalten sind). Wie wir sehen können, hat sich der operative Gewinn gegenüber dem Vorjahresquartal verringert. In einem weiteren Schritt können wir mit Hilfe der operativen Marge eine bessere Perspektive dafür bekommen, ob sich die Profitabilität verbessert hat oder derzeit leiden muss. In diesem Fall ist die operative Marge um 0,5 Prozentpunkte gesunken, was zeigt, dass die Geschäfte des Unternehmens in diesem Jahr weniger profitabel waren als noch ein Jahr zuvor.

Werfen wir zuletzt noch einen Blick auf die Bewertung der Aktie. Nach der Veröffentlichung der Ergbnisse stand das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei 16,6, während das Verhältnis von Unternehmenswert zu Umsatz (UUV) bei 0,9 lag. Zum Vergleich: das KGV lag damit um 13 % höher als das durchschnittliche KGV der letzten 10 Jahre und das UVU lag um 22,5 % höher als im Durchschnitt der letzten 10 Jahre.

Was jetzt?

Jetzt, da du einen grundsätzlichen Überblick über das Quartal hast, bist du bereit noch tiefer einzusteigen. Dein nächster Schritt könnte einer der folgenden sein:

  • Zur Website des Unternehmens Hella gehen und im Investor-Relations Bereich noch mehr über die Ergebnisse des Quartals erfahren. Mit dieser Arbeit kannst du besser verstehen, warum das Ergebnis schlechter als von den Analysten erwartet war und ob du darüber besorgt sein solltest.
  • Die Motley Fool Sonderberichte „15 Bilanzkennzahlen“ und „Wie man ein Unternehmen bewertet“ herunter laden, die dir dabei helfen können, die Ergebnisse des Unternehmens auszupacken und besser zu verstehen, was sie für das Unternehmen bedeuten.
  • Du kannst natürlich auch bei Fool.de dran bleiben, wo unsere Autoren oft tiefer gehende Analysen der Top-Unternehmen und deren Ergebnissen veröffentlichen.

Natürlich ist es auch wichtig zu verstehen, dass die Zahlen eines einzelnen Quartals niemals die ganze Geschichte erzählen können. Manchmal können innerhalb eines einzelnen Quartals schon wesentliche Änderungen stattfinden. Aber normalerweise ist es am besten, wenn Investoren die Quartalszahlen mit Vorsicht genießen und ihren Blick weiterhin dem großen Ganzen schenken.

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Matt besitzt Aktien von Hella. The Motley Fool empfiehlt Hella.

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