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Was Investoren über die Gigafactory von Tesla wissen müssen

Foto: Tesla

Etwa 23 Meilen östlich von Reno in Nevada befindet sich eines der größten Gebäude der Welt: die Gigafactory von Tesla (WKN:A1CX3T). Das Autounternehmen von Elon Musk baute die enorme Anlage, die nach ihrer Fertigstellung im Jahr 2020 das größte Gebäude der Welt sein wird. Dort sollen jene Batterien produziert werden, die für die Elektroautos notwendig sind. Das ist entscheidend, denn das Produktionsziel von Tesla von 1,5 Millionen Fahrzeugen pro Jahr würde mehr als die gesamte Produktionskapazität von Lithium-Ionen-Batterien weltweit fordern. Diese Anlage ist aber auch entsprechend teuer. Tesla hat bisher 1,98 Milliarden US-Dollar ausgegeben und wird noch deutlich mehr investieren.

Hier ist alles, was die Tesla-Investoren wissen müssen.

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Lage Tahoe Reno Industrial Center in Nevada
Geschätzte Oberfläche 15 Millionen Quadratfuß (ca. 1,4 Millionen Quadratmeter)
Geschätzte Kosten 5 Milliarden US-Dollar

Datenquelle: Tesla.

Warum Musk die größte Batteriefabrik baut

Die Gigafactory von Tesla ist eine riesige Produktionsstätte, wo in Zusammenarbeit mit Lieferanten wie Panasonic die Batteriemodule für Elektroautos hergestellt werden. Laut aktuellen Pläne wird erwartet, dass die Gigafactory 1 (außerhalb von Reno) auch Antriebsstränge und andere Komponenten herstellen wird. Der Spatenstich der Gigafactory 1 erfolgte im Juni 2014. Die Montage der Batteriemodule im ersten Teil der Anlage (ca. 14 % der fertiggestellten Anlage) begann im ersten Quartal 2017. Die Gigafactory 1, wie der Name schon sagt, wird wahrscheinlich die erste von mehreren auf der ganzen Welt sein. Die erste Gigafactory war auch giga-teuer. Tesla entstanden damit bis zum 30. Juni 2017 Kosten in Höhe von 1,98 Milliarden US-Dollar. Es werden wahrscheinlich auch noch mehr werden.

Die Gigafactory ist entscheidend für die Zukunft von Tesla. Zur Herstellung von 500.000 Autos pro Jahr würde Tesla alle weltweit verfügbaren Lithium-Ionen-Batterien benötigen. Da wir aber auch Batterien für Fernbedienungen und Handys benötigen, wird die Gigafactory diesen enormen Mangel ausgleichen. Die Versorgung der Batterien für die Massenproduktion von Elektroautos muss daher von dort kommen. Tesla schätzt, dass die Gigafactory 1 die Produktionskosten für die Batteriemodule um rund 30 % reduzieren wird. Das ist von großer Bedeutung. Batteriekosten unter 100 US-Dollar pro kWh stellen den Wendepunkt dar, an dem Elektroautos in Bezug auf die Kosten mit denen von fossilen Brennstoffen konkurrenzfähig werden. Die endgültige Kapazität nach Fertigstellung der gesamten Fabrik beträgt 150 GWh pro Jahr. Damit könnte Tesla 1,5 Millionen Autos pro Jahr produzieren. Auch das wird das größte Werk seiner Art sein und einschließlich aller Etagen wird das Werk eine Gesamtfläche von 15 Millionen Quadratfuß (rund 1,4 Millionen Quadratmeter) haben.

Giga-Geschichte

Das erste mal wurde die Gigafactory im November 2013 während der Telefonkonferenz zum dritten Quartal des Unternehmens öffentliche erwähnt. Vor dem Projekt sagte CEO Elon Musk:

Das wird eine sehr grüne Fabrik. Es wird jede Menge Sonnenenergie produziert werden. Das Werk wird im Wesentlichen null Emissionen haben und es gibt keine toxischen Elemente … Wir werden die Recyclingfähigkeit direkt in das Werk mit einbauen.

Teslas interne Pläne, die vor diesen Kommentaren geäußert wurden, bestätigen das. Das Unternehmen hatte zuvor etwa 100 Standorte näher beäugt. Diesmal war man sich sicher und ließ die Welt daran teilhaben. Es würde nicht leicht werden und Tesla würde Hilfe brauchen. Daher wurde im Juni 2014 bekannt gegeben, dass Panasonic eine Partnerschaft mit Tesla eingegangene wäre, um in dieses Werk zu investieren, das ca. 5 Milliarden US-Dollar kosten würde. Mehrere Staaten wollten dieses Werk haben, darunter Kalifornien, Texas und Nevada. Am Ende ging die Fabrik aufgrund einer Kombination aus enormen steuerlichen Anreizen und geschenktem Land an Nevada. Das Timing hätte nicht besser sein können. Die Vorstufen für das Model 3 von Tesla übertrafen die Erwartungen und führten dazu, dass Panasonic ist seine Investition in das Werk erhöhte.

Der Bau begann sofort und trotz der Tatsache, dass nur zwei von den 21 geplanten Blöcken der Fabrik fertig waren, fand die Eröffnung am 29. Juli 2016 statt. Musk wartet auf niemanden und das Werk wird wohl erst im Jahr 2020 vollendet sein. Sobald es fertig ist, werden dort rund 6500 Mitarbeiter beschäftigt sein.

Wie wir das von Elon Musk gewohnt sind, dauert es nicht lange, bis eine zweite Gigafactory angekündigt wurde.

Gigafactory 2: Solar

Elon Musk wäre nicht Elon Musk, wenn er nicht mehrere Bälle in der Luft jonglieren würde. Nachdem er bei der Übernahme von SolarCity eine riesige Produktionsstätte für Solarzellen in Buffalo, im US-Bundesstaat New York, bekommen hatte, nannte Musk dieses Werk Gigafactory 2. In Zusammenarbeit mit der Research Foundation für die Universität von New York und Panasonic soll dort ein Herstellungsareal mit einer Million Quadratfuß entstehen (rund 93.000 Quadratmeter), das 1,0 Gigawatt Solarzellen jährlich herstellen kann. Der Zweck der Gigafactory 2 ist die Produktion von 1,0 Gigawatt Kapazität pro Jahr in PV-Zellen und Modulen bis zum Jahr 2019.

Die Zukunft von Tesla

Pläne für eine dritte, vierte und fünfte Gigafactory sind bereits in der Mache. Tesla behauptete, dass die dritte Gigafactory in Europa liegen würde, wo genau ist bisher aber noch unklar. Egal wo sie sein wird, Musk plant dabei Roboter und Automatisierung in großem Umfang zu nutzen. Das liegt daran, da die Fabrik wichtiger als die Autos ist, die sie produziert. Es stimmt – die Massenproduktion von Millionen von Elektrofahrzeugen soll durch dieses Werk ermöglicht werden. Musk erklärte aber auch, dass es Teslas Ziele wäre, “der beste Hersteller auf der Welt” zu werden.

Elon Musk glaubt, dass es nicht die Autos sein werden, die über das Schicksal seines Unternehmens entscheiden werden, sondern die Herstellungsprozesse. Wenn wir bedenken, wie viel Geld er in die Gigafactorys bereits gesteckt hat, sollten ihn die Investoren beim Wort nehmen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla.

Dieser Artikel wurde von Sean O'Reilly auf Englisch verfasst und am 17.09.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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