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Wie Alcoa den Großteil seines Geldes verdient

Foto: Getty Images

Der Aluminiumriese Alcoa (WKN:A2ASZ7) und der Sonderteilehersteller Arconic (WKN:A2ATUW) spalteten sich Ende 2016 auf. Damit ist Alcoa als Aluminiumproduzent sozusagen zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Doch Alcoa ist mehr als nur ein Aluminiumproduzent. Hier ein kurzer Abriss zu Alcor und wie das Unternehmen den Großteil seines Geldes verdient.

Aufstieg und Zerfall

Bis zur Abspaltung in Alcoa und Arconic im November 2016 erwarb Alcoa aggressiv Sonderteilehersteller wie RTI Metals, das sowohl in der Luft- und Raumfahrt als auch im Bereich Titan arbeitet. Diese Übernahme für 1,5 Milliarden US-Dollar ist nur ein Beispiel dafür. Das Unternehmen tätigte zuvor viele andere Übernahmen, um in einem schwierigen Rohstoffmarkt mehr an der Wertschöpfungskette zu verdienen.

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Auf dem Weg dahin hat Alcoa aber auch das Geschäft mit Rohaluminium umstrukturiert. Dazu gehört der Verkauf von Anlagen und die Schließung älterer Produktionsanlagen. Ziel war es, Kosten zu senken und Effizienz des angeschlagenen Unternehmens zu verbessern. Auf dem Weg zur Spaltung des Unternehmens wurde auch das Aluminiumgeschäft verbessert, um für sich alleine wirtschaftlich arbeiten zu können.

Dabei konnten Fortschritte erzielt werden. Alcoa konnte auf der Kostenkurve von 51 % die Kosten auf 38 % im Zeitraum zwischen 2010 und 2016 senken. Im Bereich Tonerde konnten die Kosten von 30 auf 17 % gesenkt werden. Zum Zeitpunkt der Spaltung war das neue Alcoa ein deutlich besseres Geschäft als in den Jahren zuvor.

Back to the roots

Alcoa ist also wieder zu seinen Wurzeln als Rohstoffproduzent zurückgekehrt. Das bedeutet, dass der Gewinn und der Umsatz generell mit den Rohstoffpreisen steigen und fallen werden. Das beinhaltet Aluminium, Tonerde und Bauxit, also die gesamte Wertschöpfungskette. Diese hat in jedem Unternehmen eine wichtige Bedeutung, u.a. als größtes Bauxit-Minenunternehmen der Welt. Das Unternehmen hat in jedem dieser Bereiche eine wichtige Präsens, darunter auch in der größten Bauxitmine der Welt, die den ersten Schritt in der Wertschöpfungskette darstellt.

Etwa 15 % der von Alcoa produzierten Bauxite gehen an Dritte, der Rest wird intern verarbeitet. Ungefähr 70 % der Tonerde geht an Außenstehende, der Rest wird für die eigenen Belange verwendet. Da Alcoa kein Aluminiumkonsument ist, verkauft es das gesamte hergestellte Aluminium.

Alcoa investierte viel harte Arbeit darin, das Geschäft zu verbessern, bevor der Split in Alcor und Arconic vorgenommen wurde. Bildquelle: Alcoa.

Alcoa ist nicht nur groß, sondern weltweit diversifiziert. Das Unternehmen besitzt teilweise oder zu 100 % Anlagen in Nordamerika, Südamerika, Europa, Afrika und dem Nahen Osten. Mit anderen Worten: Das Unternehmen ist in der Lage, Produkte entlang der gesamten Wertschöpfungskette anzubieten.

Wichtig ist auch, dass Alcoa sich nicht vollständig auf den Massenmarkt konzentriert. Arconic übernahm das Geschäft mit High-End-Unternehmen, wie Flugzeugteile, während Alcoa weiterhin Walz- und Gussteile herstellt. Walzteile sind wichtig für Dinge wie Getränkedosen und Lebensmittelbehälter, wären Gussprodukte von so unterschiedlichen Industrien  wie dem Automobilsektor und dem Baugewerbe gekauft werden.

Das ist weit entfernt von dem, was Arconic tut, aber Alcoa generiert immer einen Mehrwert mit einigen seiner Produkte. Das unterscheidet das Unternehmen von Konkurrenten, die nur Rohstoffe verkaufen. Das ist nicht der größte Teil des Geschäftes und Alcoal gibt uns auch keine genauen Zahlen dazu, aber wir sollten das auch nicht vergessen.

Alcoa heute

Als man sich das Unternehmen vor einigen Jahren ansah, war es noch ein ganz anderes. Nach der Spaltung Ende 2016 kehrt Alcoa zu seinen Wurzeln zurück. Das Unternehmen ist aber in alle Teilbereiche des Prozesses vom Bauxit bis hin zu den Aluminiumplatten involviert. Wir sollten auch erwähnen, dass Alcoa bei den Kosten große Fortschritte gemacht hat und sich in der Aluminiumindustrie gut positioniert hat. Allerdings werden die Rohstoffpreise die treibende Kraft sein, wenn es um den Gewinn und den Umsatz geht. Wenn du aber glaubst, dass sich Aluminium gut entwickeln wird, dann solltest du dir die Zeit nehmen, dir Alcoa einmal näher anzusehen.

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Dieser Artikel wurde von Reuben Brewer auf Englisch verfasst und am 16.09.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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