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Pfizer übertrifft Johnson & Johnson bei Prostatakrebs

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Nachdem Pfizer (WKN:852009) die Zulassung der FDA für kastrationsresistenten metastatischen Prostatakrebs im Jahr 2012 bekommen hatte, konnte das Medikament Xtandi schnell dem Multimilliarden-Dollar-Medikament Zytiga von Johnson & Johnson (WKN:853260) die Kunden streitig machen. Inzwischen läuft es bei Xtandi aber nicht mehr so gut, daher stellt sich die Frage, ob die Übernahme von Medivation und Xtandi für 14 Milliarden US-Dollar ein Fehler war.

Diese Woche könnte Pfizer einige dieser Bedenken gemildert haben, da neue Daten aus einer Studie veröffentlicht wurden. Diese zeigen, dass Xtandi eine Ausbreitung des Krebses bei nicht metastasierten Patienten verzögert.

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Zwei Titanen

Zytiga erhielt 2011 die Zulassung der FDA und ist seitdem eine weit verbreitet Therapie bei Patienten mit kastrationsresistentem metastasiertem Prostatakrebs. Die Umsätze übertrafen schnell die Milliardengrenze und trotz der Konkurrenz von Xtandi ist Zytiga mit einem Jahresumsatz von 2,2 Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal nach wie vor sehr erfolgreich.

Wir Zytiga erzielte auch Xtandi einen beachtlichen kommerziellen Erfolg. Ursprünglich war das Medikament für Patienten mit kastrationsresistenten metastasierenden Erkrankungen nach einer Chemotherapie zugelassen. Zytiga konnte dank der Erweiterung des Anwendungsbereiches inzwischen immer mehr Kunden von Zytiga von sich überzeugen. Infolgedessen betrug der Umsatz von Xtandi im vergangenen Jahr etwa 2 Milliarden US-Dollar.

Pfizer gab an, dass die Verkäufe im ersten Quartal etwas geringer ausgefallen waren. Ein Grund dafür sei das Patientenhilfsprogramm gewesen. In Q2 konnten die Umsätze wieder steigen, aber der Optimismus für zukünftiges Wachstum hält sich in Grenzen, da Johnson & Johnson im Juni neue Zytiga-Daten präsentierte.

Johnson & Johnson bewertete Zytiga bei neu diagnostizierten Prostatakrebs-Patienten mit Metastasen und fand dabei heraus, dass es in Zusammenhang mit einer Androgendeprivationstherapie das Risiko eines weiteren Krankheitsverlaufes um 53 % senkte. Ein zweiter Test zeigte auch, dass Zytiga bei denselben Patienten mit geringem Risiko die Wahrscheinlichkeit eines Behandlungserfolge bedeutend erhöhte.

Diese Ergebnisse legen nahe, dass Zytiga früher in der Behandlung als Xtandi verwendet werden kann. Damit könnten 177.000 Prostatakrebs Patienten, die jährlich  in den USA diagnostiziert werden, behandelt werden. Der Vorteil von Zytiga könnte aber kurzlebig sein, weil Pfizer und Astellas (Pfizers Partner bei Xtandi) meldeten, dass Xtandi eventuell auch früher eingesetzt werden könnte.

Bei Patienten ohne metastatischen Prostatakrebs, die sich einer Hormontherapie unterziehen, verzögerte Xtandi die Progression. Pfizer und Astellas sparen sich diese Daten für die Veröffentlichung bei einer Konferenz auf. Die Ergebnisse müssen aber ziemlich gut gewesen sein, da das Management plant, schon bald mit den Regulierungsbehörden über eine Erweiterung des Anwendungsbereiches zu sprechen, um alle Patienten, die kastrationsresistent sind, behandeln zu können.

Der Blick nach vorn

Prostatakrebs ist unglaublich häufig und das bedeutet, dass es hierbei um Milliarden von Dollar geht. Der Gewinner von mehr Marktanteilen wird davon abhängen, wie früh das Medikament in der Behandlung eingesetzt werden kann. Es bleibt abzuwarten, wie die Onkologen die konkurrierenden Daten bewerten und wie diese Medikamente die Therapie von kastrationsresistenten Patienten verändern kann.

Laufende Studien beider Unternehmen sollten dafür sorgen, dass immer mehr Patienten behandelt werden können. Insgesamt ist vielleicht am wichtigsten, dass sowohl Zytiga als auch Xtandi ein Umsatzwachstum in den kommenden Jahren aufgrund von früherer Anwendung erreichen könnten.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Johnson & Johnson.

Dieser Artikel wurde von Todd Campbell auf Englisch verfasst und am 15.09.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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