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Wird Mercedes-Benz dieses kleine Elektroauto bauen?

Quelle: Daimler

Elektrofahrzeuge sind das Top-Thema auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main, nicht zuletzt dank der Herausforderung, die sich den deutschen Luxus-Riesen dank Tesla (WKN:A1CX3T) stellt.

Die Daimler AG (WKN:700000), die Konzernmutter des Luxusautomobilherstellers Mercedes-Benz, präsentierte mit einem Elektro-Kleinwagen von Mercedes-Benz einen wichtigen Eckstein für die Zukunft.

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Die Daimler-Führungskräfte sagten, es wäre nicht sicher, dass der Concept EQA, wie das Auto heißt, in Produktion gehen würde. Aber auf der Grundlage dessen, was wir über Mercedes‘ Pläne für eine Reihe von Elektrofahrzeugen wissen, ist es gut möglich, dass etwas Ähnliches in ein paar Jahren auf den Markt kommen wird.

Mercedes Concept EQA: Ein kleines Elektroauto der Extraklasse

Der Concept EQA ist eine kleines Elektroauto mit schrägem Heck. Es ist ein Dual-Motor-, Allrad-Akku-Elektrofahrzeug mit einer Reichweite von „rund 400 Kilometer“, so Mercedes-Benz.

Obwohl Mercedes keine Produktionsversion angekündigt hat, ist es wahrscheinlich, dass der EQA ein Einsteigermodell für Mercedes‘ bevorstehende vollelektrische EQ-Submarke wird. Die Idee eines „Einsteiger“-Mercedes mag merkwürdig klingen, aber kleine Fahrzeuge haben in den letzten Jahren für die Marke einen hohen Stellenwert erlangt.

So erklärte es der chinesische Mercedes-Chef Hubertus Troska:

Der Concept EQA zeigt, wie viel Faszination in ein Kompaktauto passen kann. Sie ist ein Beispiel dafür, wie Elektromobilität für unsere Kleinwagen aussehen könnte, denn sie sind ein wichtiger Treiber unseres Erfolgs. Weltweit sind viele neue Kunden über dieses Fahrzeugsegment zu Mercedes-Benz gekommen. In Europa hat die A-Klasse eine Erfolgsgsrate von rund 70 Prozent. In den USA fahren mehr als die Hälfte der CLA-Besitzer erstmals einen Mercedes. Und China ist unser größter Markt für die GLA [ein kleiner SUV auf Basis der CLA].

Kurzum: Kleinwagen sind für Mercedes-Benz wichtig, weil sie neue Käufer für die Marke bringen. Da Mercedes auf Elektrofahrzeuge umsteigt, erscheint ein kleines Elektromodell wie eine Notwendigkeit.

Ein mögliches zweites Modell für Mercedes‘ neue EQ-Submarke

Daimler-Chef Dieter Zetsche hat diese Woche bestätigt, dass Mercedes-Benz bis 2022 Elektroversionen aller Modelle und eine neue Plug-in-Hybrid-Baureihe für insgesamt rund 50 neue „elektrifizierte“ Mercedes-Benz-Modelle anbietet. Darüber hinaus plant die Daimler-Marke Smart für Kleinwagen, die Verbrennungsmodelle abzuschaffen und zu einer Marke mit reinem Elektroantrieb zu werden.

Zumindest ein Teil dieser Elektrifizierungsbemühungen wird sich auf die neue Elektromobil-Submarke von Mercedes, EQ, konzentrieren. Mercedes bestätigte diese Woche, dass das erste EQ-Modell ein elektrischer mittelgroßen SUV wird, der in Konzeptform vor einem Jahr vorgestellt wurde. Dieses Fahrzeug wird 2019 sein Debüt geben, und mehrere weitere EQ-Modelle sollen folgen.

Die Mercedes-Führung  ist sich natürlich der Herausforderung von Tesla sehr wohl bewusst. Im Gegensatz zu den Konkurrenten BMW AG und Audi AG, die direkt auf den Silicon Valley-Konkurrenten zielen, scheint Mercedes dort anzugreifen, wo Tesla nicht ist: Der EQC könnte so kalibriert werden, dass er zwischen Tesla’s Modell X und seinem geplanten kompakten SUV auf Model-3-Basis passt, während der Concept EQA ein Auto vorsieht, das kleiner ist als alles, was Tesla für die nahe Zukunft geplant hat.

Wie Daimler die Elektrifizierung finanziert

Daimler, das auch mehrere Lkw-Marken besitzt und an einer Reihe von Elektro-Lkws für den gewerblichen Einsatz arbeitet, will diese aggressive Elektrifizierung finanzieren. Finanzvorstand Frank Lindenberg sagte, Daimler habe 4,8 Milliarden US-Dollar an Kosteneinsparungen angestrebt, die einen Großteil der Kosten ausgleichen sollten.

Vieles, aber nicht alles: Daimler strebt eine operative Gewinnmarge von 10 % an, doch Lindenberg räumte ein, dass kurzfristig eine Marge zwischen 8 % und 10 % möglich sei.

Kurzum: Während langfristig wahrscheinlich Elektrofahrzeuge für Daimler profitabler sein werden als Verbrennungsmodelle, könnten die Kosten für den Übergang die Margen für eine Weile drücken.

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Dieser Artikel von John Rosevear wurde auf Englisch verfasst und erschien am 13.9.2016 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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