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Shell sieht Chancen in sauberer Wasserstoffproduktion

Der Traum für diejenigen unter uns, die  erneuerbare Energie unterstützen, ist eines Tages 100 % der weltweiten Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Wind- und Solarenergie könnten leicht genug Energie liefern, um jedes Kraftwerk und jedes Barrel Öl in der Welt zu ersetzen, wenn es nur einen billigen und einfachen Weg gäbe, diese Energie zu speichern. Batterien sind teuer und chemisch kompliziert, so dass Wasserstoff immer als eine der besten Optionen für die langfristige Energiespeicherung angesehen wurde.

Royal Dutch Shell (WKN:A0D94M) und ITM Power (WKN:A0B57L) haben möglicherweise einen kleinen Schritt in diese Zukunft getan. Die Unternehmen haben Anfang des Monats den Bau einer Wasserstoff-Elektrolyseanlage mit einer Leistung mit zehn Megawatt in Deutschland bekannt gegeben, die den Wasserstoff für die Raffinerie liefern wird. Der Wasserstoff könnte auch für die Stabilisierung des Stromnetzes genutzt oder an Kunden für Eigenbedarf verkauft werden.

Eine große Sache für Wasserstoff

Wasserstoff hat ein unglaubliches Potenzial. Er ist jedoch in den meisten Bereichen der Automobilindustrie praktisch obsolet geworden und wurde zugunsten von besseren Batterien verdrängt. Es ergibt keinen Sinn, ein Wasserstofffahrzeug oder die notwendige Infrastruktur zu bauen, wenn Batterien schnell und kostengünstig geladen werden können.

Die Wasserstoffanhänger mussten dann auf alternative Anwendungsfälle drängen, um ihr Geschäft voranzutreiben. ITM Power bewegt sich vom Bau von Wasserstofftankstellen für Autos hin zu Elektrolyseuren, die Strom in Wasserstoff für den industriellen Einsatz oder sogar zur Speicherung von Netzstrom umwandeln. Man braucht nur Wasser und Strom, um Wasserstoff zu erzeugen. Dabei wird das Molekül in Wasserstoff- und Sauerstoffkomponenten aufgespalten. Es ist die perfekte saubere Energie, denn das einzige Nebenprodukt ist Sauerstoff, wenn der Wasserstoff entsteht, und Wasser, wenn er zur Stromerzeugung genutzt wird.

In der 10-MW-Anlage plant Shell, Wasserstoff in seinem Raffinierungsprozess zu nutzen. Dabei wird der Wasserstoff ersetzt, der früher aus Erdgas erzeugt wurde. Damit wird der Prozess auch sauberer. Wenn das klappt, könnte Shell auch andere Anwendungen für den Wasserstoff finden, z. B. Strom aus dem gespeicherten Wasserstoff an das Stromnetz zu verkaufen.

Größere Ziele in Zukunft

Für ITM Power ist dies mehr ein Test. Das Unternehmen muss sich auf Wasserstoff als chemisches Additiv und Energiespeichermedium konzentrieren, um einen Wachstumsmarkt aufzubauen. Wenn Wasserstoff aus Wasser aber kostengünstig erzeugt werden kann, könnte er eine gute Möglichkeit sein, den aus Erdgas gewonnenen Wasserstoff zu reduzieren und langfristig ein tragbares Energiespeichermedium zu schaffen.

Die Wasserstofftechnologie verbessert sich immer weiter. In Kombination mit erneuerbaren Energien kann Wasserstoff der Schlüssel für ein saubereres Stromnetz sein. Und dieses Projekt ist ein Sprungbrett auf dem Weg dorthin.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Travis Hoium auf Englisch verfasst und wurde am 13.09.2017 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.