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7 große Veränderungen in der Energieindustrie bis 2040

Bildquelle: Flickr-User glubork.

In den letzten 50 Jahren hat sich die Art und Weise, wie wir Energie generieren und verbrauchen, nicht besonders verändert. Doch das wird in den nächsten Jahrzehnten anders aussehen. Erneuerbare Energiequellen werden billiger und zuverlässiger. Zusätzlich sind wir dabei Technologien zu entwickeln, die es uns erlauben, diese Energie besser zu speichern und zu verbreiten. Das könnte zu einigen großen Veränderungen in der Energieindustrie bis 2040 führen.

Wir dürfen auf das Pariser Abkommen nicht vergessen, das praktisch von jedem Land der Erde unterzeichnet wurde, um die globalen CO2-Emissionen zu senken. Es ist fast sicher, dass wir kurz vor einer Energierevolution stehen. Im Folgenden erfährst du etwas über die sieben größten Veränderungen, die in den nächsten 23 Jahren die Energieindustrie auf den Kopf stellen werden.

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Das Pariser Abkommen könnte dazu führen, dass 80 % des Wachstums bei der Nachfrage nach Energie aus erneuerbaren Energiequellen und solchen mit geringem CO2-Ausstoß kommen wird

Das Pariser Abkommen hat das Potenzial, die Art und Weise, wie in Zukunft Energie produziert und verbraucht wird, radikal zu verändern (selbst wenn die Vereinigten Staaten nicht mitmachen). Es wird aber noch viele Jahrzehnte dauern, bis alle Auswirkungen ihre volle Wirkung entfaltet haben werden. Das Abkommen, worauf sich 197 Länder geeinigt haben, hat als primäres Ziel, die Erhöhung der Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu halten.

Die vielleicht einzige Möglichkeit, um das zu erreichen, ist, den Einsatz von Öl und Kohle in der Energieproduktion drastisch zu senken. Die Internationale Energieagentur (IEA) schreibt im World Energy Outlook 2016, „dass Technologien und Brennstoffe mit niedrigem CO2-Ausstoß … den Energiebedarf decken können und für mehr als 80 % des neuen Bedarfs bis 2040 verantwortlich sein werden“.

Wir können also erwarten, dass einige Länder auf der ganzen Welt die Expansion von erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Solar sowie den Einsatz von Erdgas fördern werden, da dabei deutlich weniger CO2-Emissionen als bei Kohle anfallen.

40 % der Energieinvestitionen werden in erneuerbare Energiequellen fließen

Während die Welt langsam auf erneuerbare Energiequellen umsteigt, werden bestehende Vermögenswerte im Bereich Energie weiterhin jede Menge Öl verbrauchen, was dazu führen sollte, dass nach und nach mehr Kapital in andere Energiequellen fließen wird. Laut der IEA gingen während der letzten 15 Jahre 70 % der weltweiten Kapitalinvestitionen des Energiebereichs in fossile Brennstoffe. Die IEA erwartet, dass in Zukunft immer mehr Mittel in erneuerbare Energiequellen fließen werden.

Bis zum Jahr 2040 werden etwa 44 Billionen US-Dollar für die Energieversorgung ausgegeben werden. 60 % davon sollen auf fossile Brennstoffe entfallen. Das mag nicht nach einer großen Umwälzungen klingen, es bedeutet aber, dass 17,6 Billionen US-Dollar bis 2040 in erneuerbare Energiequellen fließen werden.

Es wird doppelt so viele Autos geben, aber sie werden weniger Öl verbrauchen

Elektroautos sind zwar gerade in aller Munde, machen aber nur einen kleinen Prozentsatz der Autos auf unseren Straßen aus. Das wird sich bis zum Jahr 2040 aber ändern. Laut der IEA wird es bis 2040 etwa zweimal so viele Autos geben, aber diese werden weniger Öl verbrauchen als aktuell. Das wird durch eine Kombination verschiedener Faktoren möglich – hauptsächlich eine deutliche Erhöhung der Zahl der Elektroautos, die in etwa die Hälfte der Neufahrzeuge ausmachen könnte.

Um einen Blick in die Zukunft werfen zu können, sollten wir uns die aktuellen Pläne der Ford Motor Company (WKN:502391) einmal genau ansehen. Das Unternehmen verkündete, man wolle 700 Millionen US-Dollar ausgeben, um ein Werk in den USA auszubauen, in dem zwei neue Elektroautos produziert werden sollen. Zusätzlich plant das Unternehmen, in den kommenden Jahrenein halbes Dutzend Hybriden und Elektroautos auf den Markt zu bringen.

Trotzdem auch im Jahr 2040 noch einen hohen Bedarf an fossilen Brennstoffen geben, besonders für die Luftfahrt und Frachttransporte. Chemische Produkte, die aus Erdöl hergestellt werden, werden wahrscheinlich auch deutlich eine stärkere Nachfrage erfahren als heute, da eine höhere Weltbevölkerung auch mehr Plastik, Gummi, Dünger und Dutzende anderer Produkte brauchen wird.

Die Rolle der Vereinigten Staaten bei der Sicherung der Energie wird sich ändern

Die wachsende Abhängigkeit von erneuerbaren Energiequellen für Stromgewinnung und Transport sowie das Wachstum der einheimischen Ölförderung werden die Art und Weise ändern, wie Länder ihre Energiezufuhr und Energieinfrastruktur sichern werden. Das wird mit großer Sicherheit die militärischen Prioritäten von Amerika ändern.

Jahrzehntelang waren die USA in vielen Teilen der Welt präsent, um den Zugang zum Öl sicherzustellen. Dank fortgeschrittener Produktionstechnik sind die USA nicht mehr im selben Maße von ausländischem Öl abhängig wie früher. Zusätzlich werden Elektroautos dafür sorgen, dass die USA in Zukunft die Rohöl-Handelsrouten nicht mehr so stark überwachen werden müssen.

Gleichzeitig wird die Sicherheit des Elektrizitätsnetzes eine größere Rolle spielen. In den nächsten Jahrzehnten wird die einheimische Energieproduktion, inklusive Solar und Wind, einen großen Teil des Transportnetzwerkes mit Energie versorgen. Ein geringerer Prozentsatz wird noch mit Öl laufen, das aber vielleicht nicht einmal importiert werden muss. Aus diesem Grund wird die amerikanische Regierung die Verteidigungsausgaben für die Sicherung der einheimischen Energieproduktion erhöhen, während weniger in die Sicherung von ausländischem Öl fließen wird.

Ein fossiler Brennstoff wird Marktanteile gewinnen

In den nächsten 23 Jahren wird immer weniger Kohle benutzt werden, während die Nachfrage nach Rohöl wahrscheinlich weiter steigen wird, allerdings sehr langsam. Ein anderer fossiler Brennstoff – Erdgas – wird seinen Anteil am globalen Energiemix jedoch erhöhen können.

Erdgas sorgt immer noch für CO2-Emissionen, ist aber bei weitem der sauberste fossile Brennstoff, der weniger Treibhausgase und Feinstaub erzeugt, weniger die Gewässer verschmutzt und Smog erzeugt. Darüber hinaus haben es technologische Innovationen möglich gemacht, Erdgas günstiger zu produzieren. Die globale Nachfrage hat zu großen Investitionen in die Verflüssigung und Exportkapazitäten von Erdgas geführt. Unternehmen wie Cheniere Energy (WKN:580884) haben sehr große Exportanlagen geschaffen, unter anderem die weltgrößte in Louisiana. Gleichzeitig baut das Unternehmen noch zwei weitere an der amerikanischen Golfküste.

Erdgas ist auf einem guten Weg, seinen Anteil zu erhöhen, besonders da die amerikanischen Hersteller dabei sind, 200 Milliarden US-Dollar in die Herstellungskapazität an der Golfküste zu investieren. Diese Werke werden dort wahrscheinlich auf Jahrzehnte hinarbeiten.

Die Zahl der Menschen ohne Elektrizität wird sich halbieren

Laut den Vereinten Nationen haben 1,2 Milliarden Menschen auf diesem Planeten immer noch keinen Zugang zu Strom. Diese Zahl wird sich in den nächsten 23 Jahren deutlich verringern, da ein Großteil der neuen Energieproduktion in Entwicklungsländern stattfinden wird.

Es ist natürlich positiv, dass weniger Leute dazu gezwungen sein werden, ohne Elektrizität zu leben. Es wird weltweit aber immer noch 500 Millionen Menschen geben, die ohne Strom leben werden, obwohl die Vereinten Nationen das Ziel ausgegeben haben, bis 2030 allen Menschen Zugang zu Elektrizität zu verschaffen. Laut der IEA werden diese Menschen größtenteils in ländlichen Gegenden der Subsahara leben.

Wasser und Energie

Wasser wird in den kommenden Jahrzehnten eine der gefährdetsten Ressourcen sein. Aufgrund des Klimawandels und der immer weiter wachsenden Weltbevölkerung könnte Wasser teurer werden. Abgesehen davon könnte der Zugang erschwert werden. Die Auswirkungen davon werden auch in der Energieindustrie sichtbar sein.

Das liegt an der Beziehung zwischen Wasser und Energie, die sich noch weiter verstärken wird. Die Weltbevölkerung wird sich bis 2040 um mindestens eine Milliarde Menschen erhöhen. Daher werden wir mehr Wasser brauchen, das teilweise mittels energieaufwendiger Methoden wie Entsalzung und Reinigung erschlossen wird.

Wasser spielt auch eine wichtige Rolle bei der Energieproduktion. Egal ob es sich um Dampf handelt, der einen Generator in einem Kraftwerk antreibt oder ob es ein Fluss ist, der ein Wasserkraftwerk antreibt – wir werden immer mehr Wasser brauchen, damit es auf der Welt weiterhin läuft.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Ford. The Motley Fool empfiehlt First Solar.

Dieser Artikel wurde von Jason Hall auf Englisch verfasst und am 12.09.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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