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5 Dinge, die man als Investor über Alibaba wahrscheinlich nicht weiß

Foto: Alibabagroup.com

Alibaba (WKN:A117ME) konnte in den letzten zwölf Monaten 95 % steigen. Ein paar Kritiker wie der Leerverkäufer Jim Chanos, glauben, dass der chinesische E-Commerce-Riese mit seinem Umsatzanstieg von 56 % ein bisschen zu schön um wahr zu sein ist. Ein Blick hinter die Kulissen des Unternehmens zeigt, warum und wie dieses Wachstum möglich ist.

Alibaba wird oft als das “Amazon (WKN:906866) von China” bezeichnet. Dies ist eine einfache Möglichkeit, um das dominante Unternehmen im elektronischen Handel zu beschreiben. Aber Alibaba ist deutlich mehr als ein Online-Einzelhändler. Wenn du wissen möchtest, warum Alibaba auch für das nächste Jahr mit 45-49 % Umsatzwachstum rechnen kann und gleichzeitig ein Bruttowarenvolumen von einer Billion US-Dollar bis 2020 erreichen könnte, dann müssen wir etwas tiefer  graben.

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1. Alibaba hat einen Anteil an einem Logistikunternehmen

Das Unternehmen besitzt 47 % von Cainiao, einem Logistikunternehmen, das 2013 gegründet wurde. Das Unternehmen hilft dabei, Partner, Lagerhäuser und Händler miteinander zu verbinden, um schnelle Lieferung zu gewährleisten.

Cainiao hilft auch bei Lieferungen in 224 Länder und Regionen weltweit. Anfang August gab Alibaba einen Einblick in das intelligente Lagerhaus von Cainiao, wo Roboter benutzt werden, die Pakete mit einem Gewicht von bis zu 500 kg bewegen können.

Der Logistiker wurde während der letzten Finanzierungsrunde Anfang 2016 mit 7,7 Milliarden US-Dollar bewertet.

Amazon ist auch für seine schnelle Lieferung bekannt. Das Unternehmen zieht es aber vor, das Liefersystem selbst zu kontrollieren anstatt dies jemand anderen aufzutragen. Amazon hat auch seine eigenen Flugzeuge und Drohnen. Der CEO von Amazon, Jeff Bezos, möchte alle Aspekte seines Unternehmens gerne selbst kontrollieren. Der Gründer von Alibaba, Jack Ma, möchte dagegen lieber mit anderen Unternehmen zusammenarbeiten.

2. Alibaba und die Kaufhäuser und Lebensmittelläden in China

Bevor Amazon Whole Foods gekauft hatte, gab es schon die Partnerschaft von Alibaba und Lianhua Supermarket. Alibaba verfügt darüber hinaus über einen Anteil von 32 % an Sanjiang Shopping Club und einen Anteil von 18 % an der Lianhua Supermarket-Kette. Alibaba verbesserte deren Bezahlungsprozesse und Kassen in den letzten Jahren.

Der Vizevorsitzende von Alibaba, Joe Tsai, sagte während der letzten Telefonkonferenz, das Unternehmen brauche eine Präsenz in der realen Welt, weil der Online-Einzelhandel nur 15 % des gesamten Einzelhandelsmarktes in China im Wert von 5 Billionen US-Dollar ausmache. Die anderen 85 % spielen sich immer noch in der realen Welt ab.

Das Unternehmen gründete auch den Hema-Supermarkt im Jahr 2015, um zu zeigen, wie die Technologie den Einkauf zu einer angenehmen Erfahrung für die Kunden machen kann. Der Umsatz pro Einheit bei Hema ist drei- bis fünfmal höher als in einem traditionellen Supermarkt, sagte das Unternehmen.

3. Die Plattform Taobao von Alibaba liefert den Content in China

Ein Grund, warum Alibaba 56 % Umsatzwachstum im letzten Jahr verzeichnen konnte, während Amazon nur 25 % erreichen konnte, ist Taobao Marketplace. Dabei handelt es sich um eine soziale Plattform.

Die Nutzer können dort Produktbesprechungen veröffentlichen oder Livestreams und andere Videos wie Make-up oder Kochtutorials ansehen. Es ist wichtig,  Content zu schaffen, der die Nutzer auch anspricht, sagte Alibaba-CFO Maggie Wu während der letzten Telefonkonferenz. Je länger die Leute auf diesen Plattformen bleiben, desto mehr Geld geben sie auch dort aus.

Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer in China erreichte 529 Millionen im Juni. Das ist ein Anstieg um 22 Millionen verglichen mit dem vorhergehenden Quartal.

4. Alibaba möchte, dass amerikanische Kleinunternehmen ihre Produkte auf diesen Plattformen verkaufen

Alibaba ist gerade dabei, ein Angebot für amerikanische Kleinunternehmen aufzusetzen. Indem diese Güter auf den Plattformen von Alibaba verkaufen, können die Unternehmen ihre Umsätze erhöhen und Arbeitsplätze schaffen. Alibaba wird von mehr Kunden und einer größeren Auswahl profitieren.

Im Juni hielt Alibaba seine Gateway-17-Konferenz in Detroit ab, bei der das Unternehmen 3000 Unternehmern, kleinen Unternehmen und Farmern aus 48 Staaten erklärte, wie man auf den Plattformen von Alibaba verkaufen kann und warum es die Sache wert ist.

Unterm Strich hat China die größte Bevölkerung der Welt mit etwa 1,4 Milliarden Menschen. Amerikanische Unternehmen müssten schon verrückt sein, wenn sie diesen Leuten nichts verkaufen wollten, besonders da Alibaba es den Verkäufern so leicht wie möglich machen möchte.

5. Alibaba wird gerade von der SEC unter die Lupe genommen

Erinnerst du dich daran, dass der Leerverkäufer Jim Chanos argwöhnisch beim Erfolg von Alibaba geworden ist? Die amerikanische Börsenaufsicht SEC sieht das genauso.

Alibaba verkündete im Mai 2016, dass die SEC die Buchhaltungspraktiken des Unternehmens unter die Lupe nehmen würde. Eine Untersuchung bedeutet aber nicht, dass Alibaba irgendetwas falsch gemacht hat. Aktuell ist das nur eine Überprüfung. Als diese Untersuchung zum ersten Mal angekündigt wurde, meinten die meisten Analysten, dass es keine große Sache wäre. Sie hielten es für eine Möglichkeit, wie die SEC das Geschäftsmodell von Alibaba besser verstehen könnte.

Alibaba meldete im letzten Quartal ein Wachstum von 56 % auf 7,4 Milliarden US-Dollar, während Amazon 25 % Wachstum auf 38 Milliarden US-Dollar erreichen konnte. Natürlich haben die beiden Unternehmen verschiedene Geschäftsmodelle und befinden sich auch in verschiedenen Stadien des Wachstums. Der Unterschied ist trotzdem unglaublich.

Die letzten Neuigkeiten zur Untersuchung kamen im November 2016, als Alibaba abstreitete, eine Führungskraft würde mit den Regulierungsbehörden zusammen zu arbeiten, um zu helfen, die Buchhaltungpraktiken besser zu verstehen. Laut Alibaba geht es bei der Untersuchung um drei Dinge: die Buchhaltung für das Cainiao Network, die operativen Daten des jährlichen Schlussverkaufstages am 11. November mit dem Namen “Singles’ Day” und die Buchhaltung von Transaktionen mit verbundenen Unternehmen.

Sollte die SEC etwas finden, was ihr missfallen sollte, dann müsste Alibaba seine Zahlen überarbeiten. Das könnte wiederum den Ruf des Unternehmens und der Aktie schaden.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.

Dieser Artikel wurde von Natalie Walters auf Englisch verfasst und am 05.09.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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