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Das sieht für die Solarhersteller nicht gut aus

Foto: The Motley Fool.

Als einer der größten Solarhersteller der Welt sollte JA Solar (WKN:A0F5W9) eigentlich ein paar Vorteile genießen. Diese Position hat dem Unternehmen aber bisher keinen Wert und kein starkes Geschäft eingebracht, die eine reale Chance auf langfristige Gewinne bergen könnten.

Diese Woche wurden die Ergebnisse des zweiten Quartals veröffentlicht. Sie zeigten, warum JA Solar und andere große Wettbewerber wie JinkoSolar (WKN:A0Q87R), Canadian Solar (WKN:A0LCUY) und Hanwha Q Cells (WKN:863383) in einem Solarmarkt mit starkem Wettbewerb gerade Probleme haben.

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Besser wird’s nicht

Ich glaube, es ist wichtig zu verstehen, wie gut die Marktbedingungen im zweiten Quartal für die Hersteller waren. Die amerikanischen Entwickler kauften alle Module, die sie kriegen konnten, da sie Angst vor höheren Kosten Ende des Jahres haben. Die chinesischen Entwickler beeilten sich, um Projekte fertigzustellen, bevor die Einspeistarife reduziert werden. Das führte zu einer hohen Nachfrage und steigenden Modulpreisen. Die Bedingungen waren für alle großen Solarhersteller günstig, um die Erwartungen im letzten Quartal zu übertreffen. Damit sind die Ergebnisse von JA ziemlich enttäuschend.

Insgesamt wurden 2,4 GW ausgeliefert, was beeindruckend ist. Doch die Umsätze in Höhe von 878,1 Millionen US-Dollar bedeuten, dass pro Watt nur ein Umsatz von 0,37 US-Dollar erzielt werden konnte. Das ist ein niedriger Preis aufgrund der starken Marktbedingungen und führt zu einer mageren Bruttomarge von nur 12,9 %. Diese niedrige Marge führte im letzten Quartal nur zu 19,9 Millionen US-Dollar Reingewinn, obwohl die Zeichen doch auf klingelnde Kassen standen.

Das Problem hier ist, dass wenn die Auslieferungen in Q3 wie erwartet auf 1,6-1,7 GW fallen, man überhaupt kein Geld mehr verdienen kann. Die Preise werden nicht mehr so günstig sein und niedrigere Absatzvolumina bedeuten, dass die Anlagen nicht ausgelastet sind, und die Marge, von der die operativen Ausgaben bezahlt werden müssen, schrumpft.

Warum die Solarhersteller Probleme haben

Das Problem dieser Hersteller ist, dass die alternden Anlagen erneuert werden müssen. Multikristalline Solarzellen, die in den letzten zehn Jahren noch recht dominant waren, sind für viele Solarprojekte nicht mehr die kostengünstigsten. Da die Kosten für Mono-PERC-Solarzellen, die effizienter sind und aus einem anderen Material bestehen, sinken, entwickeln sich diese gerade zum neuen Industriestandard.

Laut PV-Tech werden die sieben weltgrößten Hersteller, zu denen auch JA Solar, JinkoSolar, Canadian Solar und Hanwha Q-Cells zählen, über 2,5 Milliarden US-Dollar für neue Anlagen im laufenden und im nächsten Jahr ausgeben. Es wird jedoch schwer werden, dafür zu bezahlen, wenn das Geschäft kein Geld abwirft.

Selbst wenn diese Erneuerungen abgeschlossen sind, ist nicht klar, ob sich die Margen im Vergleich zu Wettbewerbern, die dieselben Module mit ähnlichen Anlagen herstellen, genug verbessern werden. Das ist ein Teufelskreis, in dem sich die Hersteller gerade befinden.

Ist es so schwer im Solarbereich Geld zu verdienen?

Die chinesischen Hersteller zerstören sich gegenseitig, weil sie so wettbewerbsorientiert sind und immer größere Kapazitäten aufbauen. Sie verkaufen ihre Paneele größtenteils über dem Preis. Diese Dynamik macht es für alle schwer, Geld zu verdienen und sorgt dafür, dass die Hersteller nicht noch mehr Schulden aufnehmen können, um für die Anlagen zu bezahlen.

JA Solars langfristige Schulden (pro Quartal). Daten von YCharts.

Wenn es in der zweiten Jahreshälfte keinen überraschenden Anstieg bei der Nachfrage nach den Solarmodulen gibt oder der Nachschub auf einmal abgebrochen wird, wird es für die chinesischen Hersteller problematisch, Geld zu verdienen. Da die Modulpreise ohnehin langfristig sinken, ist es jedoch schwer zu erkennen, wie sie jemals Geld verdienen möchten.

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The Motley Fool hält keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Travis Hoium auf Englisch verfasst und am 27.08.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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