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Gazprom: Wird hinter den Kulissen an Nord Stream 2 geschmiedet?

Foto: Gazprom

Eigentlich gilt für Investoren, dass sie politischen Faktoren am besten nicht besonders viel Beachtung schenken sollten. Der russische Energieriese Gazprom (WKN:903276) ist hier allerdings definitiv eine Ausnahme von der Regel.

Sogar Gespräche hinter verschlossenen Türen können die Zukunft der Aktie beeinflussen. Welche Bedeutung haben der russische Präsident Wladimir Putin, Altbundeskanzler Gerhard Schröder und Außenminister Sigmar Gabriel für Gazprom-Aktionäre?

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Wenn alles zum Politikum wird

In Zeiten angespannter Verhältnisse zu der Militärmacht Russland, werden schnell auch wirtschaftliche Faktoren zum Politikum. Das ist verständlich, besonders wenn es sich, so wie es bei Gerhard Schröder der Fall ist, um versorgungsstrategisch wichtige Branchen wie Öl- und Gaskonzerne dreht.

In letzter Zeit wird Schröders Rosneft-Engagement von vielen Seiten kritisiert. Das liegt vermutlich auch daran, dass kurz vor der Wahl alles, was Parteien angreifbar macht, so stark wie nur möglich attackiert wird. Falls man sich daran stört, dass Russland sich als strategisch wichtiger Energielieferant für Europa positioniert, hat man aber durchaus gute Gründe, sich auf Schröder zu fixieren.

Allerdings hat Schröder nicht nur bei Rosneft seine Finger im Spiel. Seine Nähe zu Russland hat er mit Nord Stream verewigt. Bei diesem Großprojekt hat er mitgemischt, um russisches Gas über eine Pipeline durch die Ostsee nach Europa zu liefern. Noch heute ist er Vorsitzender des Aktionärsausschusses. Das klingt vielleicht nach bösen Machenschaften, aber man sollte hier nicht übertreiben. Europa ist auf das russische Gas angewiesen, wird aber keineswegs über zu hohe Preise ausgenutzt. Außerdem ist der Aktionärsausschuss mit hochrangigen Wirtschaftslenkern von BASFE.ON und Winterschall und vielen anderen Unternehmen besetzt.

Und was hat das mit Nord Stream 2 zu tun?

Was sich also festhalten lässt, ist, dass Schröder eine wichtige Rolle in der Energie-Politik zwischen Europa und Russland spielt. Genau diese befindet sich aber in der Krise, seitdem US-Präsident Donald Trump umfangreiche Sanktionen gegen Russland erlassen hat.

Die Sanktionen richten sich mitunter explizit gegen gasexportierende Unternehmen wie Gazprom und ausländische Unternehmen, die Projekte wie Nord Stream 2 unterstützen. Im Falle einer Stilllegung des Projekts stehen für Gazprom hohe Abschreibungen und ein zusätzliches Gas-Liefervolumen in Höhe von 55 Mrd. Kubikmeter jährlich auf dem Spiel.

Deswegen ist derzeit noch absolut unklar, ob sich Gazprom und das Konsortium aus europäischen Partnern die Sanktionen gefallen lassen werden. Für Gazprom stehen Milliardenumsätze auf dem Spiel, aber auch Europa braucht dringend mehr Erdgas.

Es wird nun gemunkelt, dass Gabriel während seines Russland-Besuches auf einem Treffen mit Schröder und Putin Strategien austariert hat, um Nord Stream 2, dessen Verwaltungsrat Schröder leitet, trotz amerikanischer Sanktionen zu verwirklichen. Was hinter verschlossenen Türen genau besprochen wurde, weiß aktuell niemand, aber die Zeichen mehren sich, dass Gazprom-Aktionäre auf ein Happy End hoffen können.

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Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels wurde versehentlich Ost- mit Nordsee vertauscht. The Motley Fool bedauert den Fehler.

Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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