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Warren Buffetts 100-Milliarden-Problem wird immer größer

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Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2), das Konglomerat unter der Führung von Warren Buffett, hat fast 100 Milliarden US-Dollar in liquiden Mitteln in der Bilanz. Die Investoren haben geduldig darauf gewartet, dass das Unternehmen dieses Geld für sich arbeiten lässt. Unglücklicherweise hat sich aber der letzte Plan einer Übernahme wieder zerschlagen.

Das gescheiterte Gebot für Oncor

Im Juli verkündete Berkshire Hathaway, man wolle das texanische Elektrizitätsübertragungsunternehmen Oncor für 9 Milliarden US-Dollar kaufen. Diese Übernahme würde Berkshires bereits großes Portfolio an Versorgungsbetrieben noch einmal erweitern. Die Transaktion würde es Berkshire auch erlauben, einen großen Teil seiner liquiden Mittel zu investieren.

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Doch es gab von Anfang an Probleme. Der Hedgefonds Elliott Management, der größte Gläubiger von Energy Future Holdings, dem Mutterunternehmen von Oncor, war gegen die Übernahme und wollte 9,3 Milliarden US-Dollar für Oncor bieten.

Vor Kurzem bot jedoch Sempra Energy 9,45 Milliarden US-Dollar für das Unternehmen, was dafür sorgte, dass sich Energy Future aus den Verhandlungen zurückzog, wie Quellen gegenüber CNBC berichtet hatten.

Wo investieren?

Am Ende des zweiten Quartals hatte Berkshire knapp 100 Milliarden US-Dollar in liquiden Mitteln in der Bilanz. Buffett sagte, er würde gerne 20 Milliarden US-Dollar auf der hohen Kante behalten. Damit verfügt das Unternehmen über etwa 80 Milliarden US-Dollar, die aber nur minimale Renditen für Berkshire und die Aktionäre generieren.

Die Übernahme von Oncor hätte dieses Problem natürlich nicht gelöst, es wäre aber ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. Stattdessen hat Berkshire immer noch jede Menge Geld auf der hohen Kante, das zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Textes vielleicht sogar schon neunstellig ist.

Da sich die Börse gerade auf einem Allzeithoch befindet, hat Buffett Probleme, sein Geld gewinnbringend anzulegen, besonders wenn es um größere Investitionen geht, die einen Unterschied für das Unternehmen machen könnten.

Seit das Unternehmen im August 2015 Precision Castparts für 32 Milliarden US-Dollar übernommen hatte, hatte das Unternehmen Probleme, große Unternehmen zu finden, die es kaufen könnte. Dieses Jahr hat Berkshire bisher nur ein paar Aktien gekauft wie etwa den Anteil von 377 Millionen US-Dollar am Immobilienfonds Store Capital. Das mag vielleicht nach einer großen Investition klingen, doch das entspricht weniger als 0,4 % der zur Verfügung stehenden Mittel.

Was das für Berkshire und die Aktionäre bedeutet

Berkshire würde sein Geld gerne für eine größere Übernahme ausgeben, aber Buffett wird das nur tun, wenn er auch Werte für sein Geld bekommt.

Buffett hat bereits zugegeben, dass Berkshire Probleme damit hat, sein Geld gewinnbringend anzulegen. Er sagte auch, dass wenn das Unternehmen mehr liquide Mittel generiert als es selbst nutzen kann, andere Möglichkeiten auf den Tisch müssen. Das könnte Aktienrückkäufe zu einer Bewertung beinhalten, die etwas höher ist, als Buffett gewillt ist zu bezahlen. Es könnte auch zum ersten Mal seit 1967 eine Dividende bedeuten.

Als langjähriger Aktionär von Berkshire Hathaway hoffe ich, dass Buffett und sein Team eine große Übernahme finden oder eine Möglichkeit, ein milliardenschweres Aktienpaket zu attraktiven Kursen zu bekommen. Rückkäufe und Dividende sind natürlich die besseren Optionen, als Milliarden von Dollar tatenlos herumliegen zu lassen. Unterm Strich erhöht das Scheitern der Oncor-Übernahme die Notwendigkeit, dass Berkshire sich überlegen muss, was es mit seinem Kapital anstellen möchte, bevor es noch mehr wird.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Berkshire Hathaway (B-Aktie).

Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und am 21.08.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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