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Facebook wusste schon vor dem Börsengang um die Probleme von Snap

Foto: The Motley Fool

Für soziale Netzwerke sind Kennzahlen zum Nutzerverhalten unglaublich wichtig, da die Werbetreibenden der Aufmerksamkeit der Kunden folgen. Ein langsames Nutzerwachstum war der erste Warnhinweis, den die Investoren bemerkten, als Snap (WKN:A2DLMS) im Februar dieses Jahres das Formular S1 vor seinem Börsengang im März bei der Börsenaufsicht einreichte. Der Konkurrent Facebook (WKN:A1JWVX) wusste aber vorher schon, dass sich das Nutzerwachstum bei Snap verlangsamt hatte.

Das Wall Street Journal meldet, dass Facebook aufgrund der Übernahme von Onavo Zugang zu Insiderinformationen hatte. Dieses kleine Unternehmen im Bereich mobile Analyse kostete damals 100-200 Millionen US-Dollar. Onavo hatte zwei Dinge zu bieten: Technologie, die dabei half, die Performance und die Batterielaufzeit zu optimieren, und ein Analysetool, das den Entwicklern helfen konnte, den Markt besser zu verstehen. Facebook gab ursprünglich an, dass der Zweck für die Übernahme die Datenkompressionstechnologie gewesen sei, die dabei behilflich sein könnte, Internetverbindungen in Schwellenländer zu bringen.

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Datenquelle: SEC. Grafik: Autor.

Die Analyse von Onavo gab Facebook einen Einblick darin, wie sich Snap entwickelte, obwohl das Unternehmen damals noch privat war. Facebook wusste, dass Snapchat in Q4 2016 nicht mehr viele Nutzer generieren konnte.

Facebook weiß, was du getan hast (wenn du Onavo Protect benutzt)

Die App Onavo Protect gibt es für iOS und Android, und ermöglicht es den Nutzern, ihre Daten zu sichern, indem eine virtuelles privates Netzwerk (VPN) generiert wird. Das kann bei schädlichen Internetseiten oder Phishingversuchen nützlich sein.

Im iOS App Store steht Folgendes geschrieben: „Um diesen Schutz zu bieten, baut Onavo eine sichere Verbindung auf, um all deine Netzwerkkommunikation über die Server von Onavo laufen zu lassen. Als Teil dieses Prozesses erhält Onavo Informationen zu deinen mobilen Daten und der Nutzung von Apps, die dann analysiert werden.“ Stellen wir eine Sache klar – „die Server von Onavo“ bedeutet eigentlich „die Server von Facebook“.

Der App Store listet zwar nicht, wie oft eine App heruntergeladen wurde, Google Play aber schon: Onavo Protect haben zwischen 10 und 50 Millionen Android-Nutzer heruntergeladen. Wenn wir auf Daten von Sensor Tower zurückgreifen, wurde die App laut dem Wall Street Journal bereits 24 Millionen mal (meistens auf Android-Geräte) heruntergeladen.

Snapchat ist auf iOS deutlich beliebter und die Android-Version hatte Probleme, die Onavo auf dieser Plattform geschadet haben. Das hat das Nutzerwachstum negativ beeinflusst. „Die Mehrheit unserer Nutzer verwenden Smartphones mit dem iOS-Betriebssystem. Obwohl unsere Produkte auch mit mobilen Android-Geräten funktionieren, geben wir die Priorität iOS statt Android“, schreibt Snap in der Angabe gegenüber der SEC.

Dieses Umleiten des Traffics durch die Server von Facebook gab dem Unternehmen Einblicke in das Geschäft von Snapchat. Das dominante soziale Netzwerk kann die Trafficdaten analysieren und sehen, welche Apps die Leute benutzen. Diese Daten benutzt Facebook dann, um seine Produkte entsprechend zu planen und neue Dienste zu entwickeln. 24 Millionen Downloads von Onavo Protect decken natürlich nicht die ganze Kundenbasis ab, es ist aber statistisch bedeutend, sodass Facebook aufschlussreiche Einblicke erhält.

Ist das nicht ironisch?

Dieser Bericht ist schon etwas ironisch. Facebook interessiert sich dafür, Videochat-Hardware zu entwickeln, wodurch das Unternehmen in der Lage wäre, dich jederzeit mit künstlicher Intelligenz zu überwachen. Mark Zuckerberg selbst hat allerdings seine Webcam und sein Mikrofon aus Datenschutzgründen zugeklebt.

Facebook scheint die Datensicherheit und die Verschlüsselungs-App einzusetzen, um Einblicke in das Nutzerverhalten zu erhalten. Man könnte also sagen, dass Onavo Protect eigentlich eine Form von Spyware ist, was einige Produktbesprechungen auch nahelegen, selbst wenn sich die Nutzer bereit erklären, diese Daten laut Vertragsbedingungen offenzulegen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Facebook.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu, CFA auf Englisch verfasst und am 15.08.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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