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Die 5 Technologieaktien mit der höchsten Dividendenrendite

Wenn du schon länger an der Börse dabei bist, dann erinnerst du dich vielleicht an den Hype um Internetaktien zu Zeiten der Jahrtausendwende. Damals war es komplett verpönt, wenn Technologieunternehmen Dividenden zahlten – galt das doch als Zeichen, dass das Wachstum vorbei sei und es keine intelligenten Verwendungsmöglichkeiten mehr für die Gewinne gebe.

17 Jahre später wird das zum Glück anders gesehen. Zeit also, einen Blick auf die fünf Aktien aus dem Technologieindex TecDAX zu werfen, welche die höchsten Dividenden zahlen und zu sehen, was wir von freenet (WKN: A0Z2ZZ), Telefónica Deutschland (WKN: A1J5RX), Drillisch (WKN: 554550), Pfeiffer Vacuum (WKN: 691660) und der Software AG (WKN: 330400) noch erwarten können.

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Die Unternehmen und ihre Aktien

Starten möchte ich mit einer Übersicht der Aktien. Die Sortierung erfolgt nach Dividendenrendite, bei der die gezahlte Ausschüttung ins Verhältnis zum Aktienkurs gesetzt wird:

Aktie Kurs in € am 14.08.2017 Letzte Dividende  in € Dividenden-rendite Ausschüttungsquote
freenet 28,50 1,60 5,6 % 90 %
Telefónica Deutschland 4,568 0,25 5,5 % n/a
Drillisch 56,– 1,80 3,2 % 375 %
Pfeiffer Vacuum 144,55 3,60 2,5 % 75 %
Software 35,37 0,60 1,7 % 25 %

Quelle: IR-Seiten der Unternehmen, eigene Berechnungen

Ausschüttungsquote

Für Aktionäre, die auf Dividenden Wert legen, ist die Ausschüttungsquote, also der Anteil vom Gewinn, der als Dividende ausgeschüttet wird, eine wichtige Größe. Idealerweise ist sie niedrig, denn sonst kann ein schlechtes Jahr gleich zu einer Kürzung der Zahlung an die Eigentümer führen.

Hier fallen gleich drei Werte negativ auf: freenet schüttet fast den gesamten Gewinn aus, Drillisch zahlt mehr Dividende als Gewinn vorhanden ist und Telefónica Deutschland zahlt trotz eines Verlustes Geld an die Aktionäre aus.

Besonderheit Telekommunikation

Wenn du dich schon etwas auskennst, dann weißt du, dass alle drei Unternehmen in der Telekommunikation tätig sind. Telefónica betreibt selbst ein Mobilfunknetz unter dem Namen O2, freenet und Drillisch kaufen bei Vodafone, Deutsche Telekom und O2-Netzkapazitäten ein und vermarkten sie unter ihrem Namen.

Dabei arbeiten alle drei häufig mit langfristigen Verträgen, die auf Jahre hinaus stabile Einnahmen sichern. Von daher haben die Unternehmen Planungssicherheit und müssen keine großen Rücklagen bilden.

Freenet etwa muss kaum investieren, da die Büdelsdorfer alle Kapazitäten einkaufen. Da kann dann ruhig auch mal der Gewinn annähernd komplett ausgeschüttet werden. In Anbetracht des prognostizierten Wachstums der mobilen Datennutzung scheint freenet attraktiv positioniert und ein interessantes Investment zu sein.

Auch Telefónica Deutschland profitiert von der steigenden Internetnutzung und mehr vernetzten Geräten. Deswegen wird trotz des Verlustes eine Dividende gezahlt. Ohnehin ist bei Telefónica eher die Entwicklung der Kassenlage maßgeblich als das Nettoergebnis, das stark von Abschreibungen beeinflusst wird. Der sogenannte Cashflow aus dem laufenden Geschäft blieb 2016 im Vergleich zum Vorjahr mit 727 Millionen Euro weitgehend stabil.

Für mich ist dennoch freenet attraktiver, und zwar deshalb, weil sie nicht in teure Infrastruktur investieren müssen.

Pfeiffer Vacuum

Pfeiffer Vacuum ist kein Start-Up, sondern ein bereits 127 Jahre altes Unternehmen und weltweit führender Anbieter von Vakuumlösungen. Kunden finden sich in nahezu allen technischen Branchen, denn ohne Reinluft gäbe es Computer, Smartphones, Medizintechnik und viele andere Dinge gar nicht.

Die Hessen glänzten viele Jahre mit hohen Margen, was sich 2010 durch die Übernahme des französischen Unternehmens adixen änderte. Inzwischen hat Pfeiffer aber wieder aufgeholt und ein sehr starkes Ergebnis für das erste Halbjahr 2017 präsentiert.

Diese Entwicklung und die starke Präsenz von Pfeiffer in vielen zukunftsträchtigen Branchen macht die Aktie für mich zu einem interessanten Investment. Gleichzeitig kämpfen die Hessen gegen ein feindliches Übernahmeangebot. Hier könnten sich weitere Chancen ergeben, etwa wenn der Bieter den Angebotspreis deutlich erhöhen würde.

Software AG

Die Darmstädter Software AG entwickelt Softwarelösungen für Unternehmen. Mit ihren Produkten können IT-Infrastrukturen gesteuert und Geschäftsprozesse analysiert und verwaltet werden.

Software hat mit ihren Kunden langfristige Wartungsverträge abgeschlossen, die für hohe wiederkehrende Umsätze sorgen. Die Verzahnung der Software-Produkte mit den eigenen Anwendungen der Kunden sorgen für hohe Switching-Kosten, die aus Kundensicht einen Anbieterwechsel schwierig machen.

Im ersten Halbjahr setzten die Südhessen 413 Millionen Euro um und erzielten einen Gewinn von 78 Millionen Euro oder 1,03 Euro pro Aktie.

Seit Mitte Juni 2017 befindet sich die Aktie im Sinkflug und hat seitdem rund 18 % verloren. Investoren gefällt wohl das geringe Wachstum nicht. Für langfristig agierende Foolishe Anleger könnte aber genau so ein Rückgang eine gute Einstiegsmöglichkeit sein.

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Peter Roegner besitzt keine der im Text genannten Aktien. Von Peter Roegner betreute Depots besitzen Aktien der freenet AG. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.