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Warum beim Model 3 von Tesla drei große Fragen bleiben

Tesla (WKN:A1CX3T) hat uns im Vorfeld schon viel über die komplett neue Limousine Model 3 erzählt, zumindest genug, damit die Fans und Aktionäre von Tesla total aus dem Häuschen sind.

Bisher sieht es so aus, als würde Tesla den Vorschusslorbeeren auch gerecht werden. Das neue Model 3 sieht wirklich wie ein absoluter Gewinner aus. Aber gleichzeitig glaube ich, dass man vorsichtig sein sollte. Anders ausgedrückt, sehe ich drei große Fragen, die beantwortet werden müssen, bevor wir das Model 3 zu einem erfolgreichen Massenprodukt erklären können.

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Frage 1: Kann Tesla hohe Qualität liefern?

Die teureren Modelle Model S und Model X bekamen ebenfalls sehr viel Lob, als sie auf den Markt kamen, und ein Großteil des Lobes war auch wohlverdient. Beide sind innovative Fahrzeuge mit einem großen Wow-Faktor.

Ich glaube nicht, dass ich unfair bin, wenn ich sage, dass beide Fahrzeuge trotzdem ihre Probleme hatten. Man könnte sagen, dass diese Macken bei einem großen Autohersteller nicht vom Band rollen könnten. Das hat die Fans von Tesla aber natürlich von nichts abgehalten.

Das Model 3 zielt allerdings auf einen breiteren Markt ab, und es mag jetzt vielleicht seltsam erscheinen, aber das bedeutet, dass der Standard jetzt höher ist. Jemand, der ein Fahrzeug für 120 000 US-Dollar kauft, hat vielleicht auch noch eine andere Möglichkeit zur Arbeit zu kommen. Dieses Klientel ist, wenn es einmal Macken gibt, auch deutlich toleranter als jemand, der ein Auto für 35 000 US-Dollar kauft.

Die gute Nachricht ist, dass Tesla dieses Mal deutlich mehr Wert auf die Qualität gelegt hat. Das Unternehmen erlangt immer mehr Glaubwürdigkeit als Autobauer und hat damit jetzt auch besseren Zugang zu Lieferanten, die hochwertigere Teile für das Model 3 liefern können. Darüber hinaus hat Tesla den Audi-Veteranen Peter Hochholdinger, einen Produktionsexperten, schon früh für den Entwicklungsprozess des Model 3 engagiert. Das schien auch einen großen Unterschied gemacht zu haben.

Im Moment sieht alles gut aus, doch die Frage wird nicht in vollem Umfang beantwortet werden, bis Tesla das Model 3 in Masse produziert und bis diese Fahrzeuge beim Kunden sind.

Frage 2: Wird ein anderer Autobauer Tesla den Wind aus den Segeln nehmen?

Bisher hat Tesla etwa 450 000 Reservierungen für das Model 3, daher muss man als Neukunde aktuell 12 bis 18 Monate warten, bis man das Auto bekommt.

Das ist allerdings nur der Fall, wenn bei der Erhöhung der Produktionszahlen alles gut geht. Das ist eine riesige Sache, die außerhalb von allem liegt, was Tesla bisher in Angriff genommen hat. Wenn es Probleme in der Produktion gibt, dann könnte das die Wartezeit um Wochen oder Monate verlängern.

Was wäre also, wenn sich ein großer Autobauer heimlich, still und leise darauf vorbereitet hätte, schon bald ein wettbewerbsfähiges Elektroauto auf den Markt zu bringen, um Tesla die Leute von der Warteliste zu klauen?

Diese Möglichkeit sollte man nicht ausschließen. Es sind zumindest ein paar Autobauer da draußen wie General Motors (WKN: A1C9CM) und Nissan (WKN:853686), die über die Technologie und Produktionskapazität verfügen, um schon bald ein wettbewerbsfähiges Elektroauto auf den Markt zu bringen.

Tesla verkündet seine Produkte immer schon Jahre im Voraus, aus gutem Grund (aber die großen Autobauer machen das oft nicht – aus anderen guten Gründen). GM teilt unter CEO Mary Barra seine Geheimnisse nicht mit der Öffentlichkeit. Aber Barra selbst gab schon einige Anhaltspunkte, dass GM mehrere neue Elektroautos in der Entwicklung habe – allerdings ohne Details zu verraten.

Werden GM oder Nissan oder ein anderer großer Autohersteller Anfang nächsten Jahres ein konkurrenzfähiges Produkt haben, um Tesla die Kunden abzuluchsen? Wir werden sehen.

Frage 3: Wie viele Reservierungen führen auch zu Käufen?

Tesla hat in der Vergangenheit schon gesagt, dass das Model 3 der erste leistbare Tesla mit einem Startpreis von 35 000 US-Dollar vor Steueranreizen wäre. Tesla hat sein Versprechen gehalten. Man bekommt das Model 3 für 35 000 US-Dollar. Aber wie ich auch schon im letzten Jahr vorhergesagt habe, scheint es, als würden die meisten Käufer doch etwas mehr zahlen müssen.

Die 35 000 US-Dollar beziehen sich auf das Model 3 mit der Reichweite von 220 Meilen, einem schönen Innenraum und schwarzem Lack. Für all diese Dinge gibt es natürlich Upgrades, die aber extra kosten. Ein voll geladenes Model 3 mit 310 Meilen Reichweite, einem schöneren Innenraum und verschiedenen Farben – was einigen Käufern sehr wichtig ist – wird zuerst hergestellt.

Die Sache ist, das dieses bessere Modell fast 60 000 US-Dollar kostet. Das ist nicht übermäßig viel, wenn man es mit ähnlichen Fahrzeugen von Marken wie BMW und Mercedes-Benz vergleicht. Es scheint aber, als würde Tesla diese Preise auch bekommen. Hier ist eine Anekdote, die nahelegt, dass die Käufer des Model 3 schon die besseren Ausführungen haben möchten und damit den durchschnittlichen Transaktionspreis auf deutlich über 50 000 US-Dollar heben.

Wenn das funktioniert, dann sind das großartige Nachrichten für den Gewinn von Tesla. Es ist aber deutlich weniger gut für diejenigen, die sich auf der Warteliste befinden und hoffen, ein leistbares Auto zu bekommen, das etwas mehr Ausstattung bietet. Das führt uns zu unserer letzten Frage: Wenn wir uns den Preis ansehen, wie viele Reservierungen werden sich in tatsächlichen Käufen niederschlagen?

Während der Telefonkonferenz zum zweiten Quartal sagte CEO Elon Musk, dass die Zahl der Reservierungen schon jetzt um etwa 63 000 auf 450 000 gesunken wäre. Ich glaube, dass diese Zahl weiter fallen wird – aber wie viel weiter? Wir werden sehen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla. The Motley Fool empfiehlt BMW.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und am 14.08.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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