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Wie kann ich in die virtuelle Realität investieren?

Foto: Getty Images

Die virtuelle Realität (VR) und der eng damit verbundene Bereich der erweiterten Realität (AR) wird von ein paar Headset-Herstellern wie Facebook (WKN:A1JWVX), Alphabet (WKN:A14Y6H) und Samsung (WKN:881823) gerade stark beworben. Die Technologie wird traditionell mit Videospielen in Verbindung gebracht, der Markt expandiert aber, wird noch andere Unterhaltungsbereiche wie Filme abdecken und ist gerade dabei seinen Weg an den Arbeitsplatz zu finden.

Im letzten Jahr konnten die Bereiche VR und AR zusammen 6,1 Milliarden US-Dollar Umsatz machen. Das ist nicht viel, aber einige Schätzungen gehen davon aus, dass es 2017 13,9 Milliarden sein werden. In drei Jahren soll diese Sparte schon 140 Milliarden US-Dollar wert sein. Wenn man es mit einem derartigen Wachstum zu tun hat, dann ist es diese Technologie wert, jetzt schon etwas in sie zu investieren.

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Das Problem ist, dass es nicht viele reine VR-Investitionen gibt. Die Investoren müssen praktisch in Technologieunternehmen investieren, die darauf wetten, dass diese Technologie für schrittweises Wachstum sorgt. Da die Umsätze aber in den kommenden Jahren möglicherweise durch die Decke gehen werden, sind verschiedene dieser Aktien trotzdem eine interessante Option.

Die Hardware-Hersteller

Es ist offensichtlich bei den Unternehmen anzufangen, die VR- und AR-Geräte an die Kunden verkaufen. Die meisten dieser Unternehmen entwickeln auch Content-Läden für diese Geräte und die Erwartung ist, dass die meisten VR-Umsätze von den Geräten und dem dazugehörigen Content kommen. Hier sind die wichtigsten Unternehmen.

Unternehmen Marktkapitalisierung KGV letzte 12 Monate Erwartetes KGV VR-Möglichkeiten
Alphabet (WKN:A14Y6F) 677 Milliarden USD 32,8 24,0 VR- und AR-Headset und VR-Software Plattform Daydream.
Facebook (WKN:A1JWVX) 476 Milliarden USD 41,8 27,2 Besitzer von Oculus, einem Headset-Hersteller
Samsung (WKN:881823) 315 Milliarden USD 15,3 8,2 Hersteller von VR-Headsets
Sony (WKN:850747) 51 Milliarden USD 80,0 16,7 Hersteller von VR-Headsets für die Playstation
Microsoft (WKN:850747) 573 Milliarden USD 32,8 22,4 VR-Headsets und Ökosystem für Entwickler
HTC (WKN:A0RGRD) 60,3 Milliarden USD N/A N/A Headset-Hersteller
GoPro (WKN:A1XE7G) 1,2 Milliarden USD N/A 53,4 Actionkamera-Hersteller, darunter 360° Kameras für VR-Content

Grafik: Autor. Datenquelle: Yahoo! Finance

Der vielleicht größte Kampf um den wachsenden VR-Markt spielt sich zwischen diesen Unternehmen und ihren Geräten ab. Die meisten großen Tech-Unternehmen haben ein Headset oder entsprechenden Content entwickelt und der Erfolg in der Entwicklung, dem Marketing und dem Verkauf an die Kunden könnte der Wachstumstreiber sein, der über das Schicksal dieser Industrie entscheidet.

Im Jahr 2016 war die Playstation VR von Sony das am meisten verkaufte Gerät, weil es leicht ist das Gerät den Videospiele-Fans zu verkaufen. Das unterstreicht die Tatsache, dass man ein überzeugendes Argument für die Nicht-Videospieler auf Lager haben muss, dass VR eine gute Unterhaltungsoption bietet.

Chip- und Softwarehersteller

Abgesehen von der Hardware selbst helfen die Chiphersteller mit ihrem neuen Design. In den meisten Fällen sind die Verkäufe von solchen Chips klein und tauchen auf dem Radar des Unternehmens selbst noch gar nicht auf. Aber wenn die Industrie abhebt, dann könnte auch das zu einem schrittweisen Wachstum führen.

Unternehmen Marktkapitalisierung KGV letzte 12 Monate Erwartetes KGV VR-Möglichkeiten
NVIDIA(WKN:918422) 100 Milliarden USD 56,2 47,7 Chips-, Hardware- und Software-Entwicklung
Himax (WKN:A0JKBX) 1,5 Milliarden USD 39,0 40,3 Chiphersteller hinter der Microsoft HoloLense
Ambarella (WKN:A1J58B) 1,7 Milliarden USD 30,4 21,6 High Definition-Video-Chip-Hersteller für 360° Videos
Intel (WKN:855681) 163 Milliarden USD 15,0 11,7 Hardware-Hersteller für VR-Geräte
Qualcomm (WKN:883121) 79,7 Milliarden USD 18,0 15,8 Mobiler Chiphersteller für VR auf dem Smartphone
Immersion Corp (WKN:929096) 261 Milliarden USD N/A N/A Designer der TouchSense-Technologie im Unterhaltungsbereich

Grafik: Autor. Datenquelle: Yahoo! Finance

Diese Chiphersteller haben aber nicht so viel Einfluss auf die VR-Industrie wie die Hersteller der Geräte. Als Investor kann man trotzdem Aktien von einem gut diversifizierten Unternehmen kaufen, das VR als neue Wachstumsmöglichkeiten benutzt.

Der Mainstream?

Abgesehen von der Hardware und den Chips setzen auch andere Unternehmen auf die virtuelle Realität, weil sie eine neue Unterhaltungserfahrung bietet. Die Ideen umfassen VR-Achterbahnen bis hin zu VR-Filmen. Zusätzlich versuchen die Unternehmen die virtuelle und erweiterte Realität am Arbeitsplatz einzusetzen. Ein Beispiel dafür ist der Industriezulieferer Rockwell Collins (WKN:694062), der die virtuelle Realität benutzt, um die Kundenerfahrung mit virtuellem Training zu verbessern.

Unternehmen Marktkapitalisierung KGV letzte 12 Monate Erwartetes KGV VR-Möglichkeiten
Six Flags (WKN:A1C180) 5,1 Milliarden USD 49,3 23,9 Betreiber von Achterbahnen und Themenparks mit mehreren VR-Attraktionen
IMAX (WKN:896801) 1,4 Milliarden USD 81,5 20,2 Kino – Technologie und VR-Erfahrung
Rockwell Collins (WKN:694962) 17,8 Milliarden USD 19,6 15,2 Hersteller von Systemen für Luft und Raumfahrt, der Simulatoren für die Pilotenausbildung baut.

Grafik: Autor. Datenquelle: Yahoo! Finance

Wo die Investoren anfangen sollten

Die VR-Industrie ist noch jung und entwickelt sich noch. Daher glaube ich, dass Unternehmen, die an der Nutzererfahrung arbeiten, das meiste zu gewinnen haben. Sobald die Geräte in die Hände der Kunden fallen, werden diese Umsätze größtenteils von der Software angetrieben. Damit sind die Hardwarehersteller, die auch die Apps und das Software-Ökosystem entwickeln, die besten Investitionen.

Die Chiphersteller und andere Unternehmen, die mit VR wachsen wollen, werden am Ende von den Hardware-Herstellern abhängig sein, um die Technologie zu entwickeln, damit sie überhaupt effektiv an die Kunden vermarktet werden kann. Diese Industrie wurde schon stark aufgeteilt und es gibt bisher keine klaren Marktführer. Darüber hinaus könnte die Konkurrenz die Wachstumsmöglichkeiten beschränken.

Wenn das Wachstum langsamer ist als bei den überschwänglichen Prognosen, dann sind die großen Tech-Unternehmen an der Vorfront dieser Entwicklung eine gute Wette, da sie nicht voll davon abhängig sind, wie sich diese Technologie entwickelt.

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Teresa Kersten arbeitet bei LinkedIn und ist im Vorstand von Motley Fool. LinkedIn ist ein Tochterunternehmen von Microsoft.

The Motley Fool hält und empfiehlt Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien),  Ambarella, Facebook, GoPro, IMAX und Nvidia. The Motley Fool empfiehlt Qualcomm. Motley Fool empfiehlt Intel. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Short Januar 2019 $12 Calls auf GoPro und Long January 2019 $12 Puts auf GoPro.

Dieser Artikel wurde von Nicholas Rossolillo  auf Englisch verfasst und am 22.4.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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