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Warum der Aktienkurs von Rocket Internet gestern um 8 % gestiegen ist

Der Berliner Start-up-Finanzierer Rocket Internet SE (WKN: A12UKK) hat seinen Aktionären bislang wenig Freude bereitet. Selbst der erste erfolgreiche Börsengang einer Beteiligung, der Delivery Hero AG (WKN: A2E4K4) im Juni, brachte nur eine vorübergehende Belebung des Aktienkurses.

Umso erfreulicher war gestern der Kurssprung um 8 %, der nach der Meldung kam, dass Rocket ein Aktienrückkaufprogramm gestartet hat. Der Markt sieht das ganz offensichtlich positiv, aber ich habe dazu meine eigene Meinung.

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Was ist ein Aktienrückkauf?

Bei einem Aktienrückkauf erwirbt ein Unternehmen seine eigenen Aktien, meistens über die Börse. Auf den ersten Blick ist das positiv, denn dadurch verringert sich die Zahl der Aktien des Unternehmens. Das Vermögen verteilt sich jetzt auf weniger Aktien, das heißt, der Anteil einer verbleibenden Aktie an der AG wird größer.

Aber so ein Rückkauf kann auch seine Tücken haben. Nämlich dann, wenn der Kauf der Aktien zu teuer erfolgt (so wie du das bei deinem eigenen Depot auch kennst). Dann wird nämlich Vermögen der Aktionäre vernichtet. Das sehe ich bei Rocket Internet allerdings nicht, denn der Aktienkurs ist ja in der Tat so niedrig wie selten seit dem Börsengang im Oktober 2014.

Wo liegt also das Problem?

Für mich liegt das Problem woanders. Ein Unternehmen führt ja einen Aktienrückkauf nicht einfach nur so durch, weil es gerade nichts anderes zu tun hat. Vielmehr ist eine solche Aktion ein Zeichen, dass die Gesellschaft überflüssige Mittel hat, die sie derzeit und auf mittlere Sicht nicht sinnvoll verwenden kann. Gerade bei großen, etablierten Unternehmen mit begrenzten Wachstumsmöglichkeiten ist das oft der Fall.

Aber bei Rocket Internet? Ein relativ junger Start-up-Finanzierer findet keine Investitionsobjekte mehr? Das kann ich kaum glauben. Ich habe vielmehr den Verdacht, dass Rocket den Aktienkurs etwas anschieben möchte, was ja kurzfristig auch geklappt hat.

Aber aus langfristiger, Foolisher Perspektive halte ich das für einen Fehler, denn Rocket sollte durch spannende Start-ups mit zukunftsweisenden Ideen Geld verdienen und nicht durch die Pflege des eigenen Aktienkurses. Das gibt die Gelbe Karte für den Vorstand!

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Peter Roegner besitzt keine der im Text erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.