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11 Statistiken zum Internet der Dinge, die einen vom Hocker reißen

Das Internet der Dinge oder IoT klingt wie eines dieser futuristischen Wörter, die noch etwas zu weit in der Zukunft liegen. Aber das IoT, wo Dinge wie Uhren, Autos, Equipment aus dem Gesundheitsbereich usw. mit dem Internet verbunden werden, ist schon hier. Es verändert unsere Gesundheit, wie wir Dinge bauen, wie wir reisen und es schafft Milliarden von Dollar an Werten in mehreren Sektoren.

Werfen wir einen Blick auf die interessantesten IoT-Statistiken und auf die Gründe, warum das für die Investoren wichtig ist.

1. Das Forschungsunternehmen Gartner sagt, dass sich die Zahl der IoT-Geräte zwischen 2016 und 2017 um 31 % erhöht habe und jetzt bei 8,4 Milliarden verbundenen Geräten liege. Diese Zahl soll bis 2020 auf 20,4 Milliarden steigen.

2. Eriksson erwartet, dass die Zahl der IoT-Geräte bis zum nächsten Jahr die Zahl der mobilen Geräte übersteigen wird.

3. Die Ausgaben für IoT-Geräte und -Dienste werden dieses Jahr fast zwei Billionen US-Dollar erreichen. Diese Ausgaben werden in Nordamerika, China und Westeuropa stattfinden, wo 67 % der IoT-Geräte sind

4. Die Verbraucher sorgen aktuell für das Wachstum. Allein dieses Jahr sollen 5,2 Milliarden IoT-Geräte verkauft werden, was 63 % des Marktes entspricht.

5. Wearables wie die Apple Watch von Apple (WKN:865985) und die Fitness Tracker von Fitbit (WKN:A14S7U) erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Die Zahl der verkauften Einheiten soll bis zum Jahr 2020 laut IDC 82,5 Millionen erreichen. Die Konkurrenz schläft aber auch nicht. Das chinesische Unternehmen Xiaomi konnte zum ersten Mal im letzten Quartal mehr verkaufen als Apple und Fitbit.

6. Die Kunden sind vielleicht die ersten, die IoT-Geräte benutzen. Unternehmen geben aber in diesem Bereich mehr aus. Die Unternehmen werden allein dieses Jahr 964 Milliarden US-Dollar für IoT-Hardware ausgeben. Im Vergleich dazu geben die Verbraucher 725 Milliarden US-Dollar aus. In nur drei Jahren soll in dieser Markt auf 3 Billionen US-Dollar wachsen.

7. Laut einem Bericht von PTC soll die herstellende Industrie bis 2021 die größte IoT-Plattform mit 438 Millionen US-Dollar erreichen, wenn das industrielle Internet der Dinge oder IIoT die Effizienz verbessert und gleichzeitig die Standzeiten von Anlagen minimiert. Eine separate Studie von Accenture gibt an, das IIoT könnte Maschinenausfälle um 70 % und die gesamten Wartungskosten um 30 % verringern.

Bildquelle: Getty Images.

8. Industrieunternehmen, die das IoT benutzen, sollten positive Ergebnisse auf der ganzen Welt nach sich ziehen. Accenture schätzt, dass das IIoT die Weltwirtschaft bis 2030 um 14,2 Billionen US-Dollar erweitern wird. Das sind gute Nachrichten für Unternehmen wie CalAmp (WKN:A0B7RX), das Hardware, Software und Dienste verkauft, die Industrieanlagen mit dem Internet verbinden. CalAmp verdiente im Jahr 2016 etwa 86 % seiner Umsätze mit den Technologien im Bereich Mobile Resource Management und Machine to Machine-Kommunikation.

9. IDC erwartet, dass 80 % der Kundendienstanfragen im Gesundheitssektor das IoT und andere Analysedienste bis zum Jahr 2020 benutzen werden. Google von Alphabet (WKN:A14Y6H) brachte Google Glass noch einmal auf den Markt, da es Ärzten ermöglicht, Patienteninformationen schnell aufzurufen. Dadurch müssen auch weniger Notizen gemacht werden, was zu mehr Zeit für die Patienten führte.

10. Das Internet der Dinge hat auch die Möglichkeit, unsere Lebensqualität zu verbessern. Bosch schätzt, dass mit dem Internet verbundene Autos die Verletzungen durch Verkehrsunfälle jedes Jahr bis zum Jahr 2025 um 350.000 senken werden. Dabei sollen 11.000 Leben pro Jahr gerettet werden.

11. Laut BI Intelligence Research sollen die Auslieferungen von IoT-Geräten im Agrarbereich von 43 Millionen im Jahr 2017 auf 75 Millionen im Jahr 2020 steigen. Agrarunternehmen investieren in Technologie, die ihnen hilft zu sehen, wo, wann und wie viel Saat gepflanzt wurde. Dabei kommen Sensoren zum Einsatz, vorgeplante Saatpläne und Maschinen mit GPS-Sender. Dieses Präzisionsgerät und smarte Geräte werden den Anbau von Lebensmitteln effizienter machen und helfen den Agrarbetrieben die Produktion zu erhöhen.

Was die Investoren nicht vergessen sollten

Das Internet der Dinge wird viele Industriezweige auf den Kopf stellen. Aber die Investoren sollten nicht vergessen, dass nicht alle Unternehmen auf das IoT setzen. Die Apple Watch ist führend im Bereich Smartwatches, aber Apple verdient damit nur 6 % der Gesamtumsätze, wobei Apple TV, die Kopfhörer von Beats und andere Artikel zusammen mit der Apple Watch gemeldet werden. Apple könnte in diesem Bereich größer werden, wenn die Apple-Brille, um die sich viele Gerüchte ranken, auf den Markt kommt. Aktuell hat der iPhone-Hersteller aber nicht mehr in Bezug auf das IoT zu bieten. Eine bessere Investition könnte CalAmpl sein mit den Anlagen und Diensten für das industrielle Internet der Dinge, das fast den gesamten Umsatz mit dem IoT verdient.

Das IoT steht allerdings auch vor Sicherheitsrisiken. Die Mirai-Botnetattacke aus dem Jahr 2016 zielte auf IoT-Geräte ab und benutze sie, um den Server mit derart vielen Anfragen zu überschwemmen, dass er zusammenbricht. Das führte dazu, dass Netflix, Shopify, Twitter und andere Seiten kurzzeitig nicht online waren. Die Kosten von IoT-Geräten und der Konnektivität sinken immer weiter, was sehr gut für die Expansion des IoT ist. Das macht es für kleine Unternehmen auch leichter, Geräte zu veröffentlichen, die nicht sicher sind.

Das bedeutet, dass die IoT-Investoren nach soliden Unternehmen in etablierten Märkten Ausschau halten sollten und langfristig auf diese setzen sollten. Das Internet der Dinge wächst schnell, aber es wird noch Jahre dauern, bis es reift und bis einige Unternehmen die Vorteile sehen können.

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool hält und empfiehlt Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien) Apple, Fitbit, Gartner, Netflix, Shopify und Twitter. Motley Fool empfiehlt Accenture und CalAmp.

Dieser Artikel wurde von Chris Neiger  auf Englisch verfasst und am 11.8.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.