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6 Sachen, die viele Investoren noch nicht über den S&P 500 wissen

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Die meisten von uns dürften wohl schon vom „Markt“ gehört haben, und wie er heute performt hat, ohne dabei überhaupt zu wissen, was mit „der Markt“ überhaupt genau gemeint ist. Klar, in der Regel bezieht sich der Begriff auf den Aktienmarkt, häufig auf den in den USA. Und der wird meist vom Dow Jones Industrial Average Index oder dem S&P 500 gemessen.

Als cleverer Anleger sollte man aber mehr wissen. Deswegen tauchen wir mal ein in den S&P 500, damit er dir weniger ein Rätsel ist und du vielleicht sogar ein Investment in Betracht ziehst. Warren Buffett ist ja davon überzeugt, dass das sinnvoll ist.

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Der S&P 500 ist alt

Bereits im März 1957 wurde der S&P 500 ins Leben gerufen. Damals kostete in den USA noch die Gallone Benzin 28 US-Cent, Elvis hat gerade sein Anwesen Graceland gekauft. Im Index waren anfangs 425 Aktien aus dem Industrie-Sektor, 15 aus der Eisenbahnbranche und 60 Versorgungsunternehmen gelistet. Finanz-Unternehmen kamen erst in den 70ern dazu.

Der S&P 500 deckt den Großteil des Markts ab

Keine Überraschung: Im S&P 500 befinden sich 500 Unternehmen. Das scheint nicht gerade viel zu sein, werden doch am amerikanischen Aktienmarkt tausende Unternehmen gehandelt. Ist es aber doch, handelt es sich bei den 500 gelisteten um die größten Unternehmen des Landes. Zusammen stellen sie 80 % des gesamten Marktwerts dar. Damit ist der S&P 500 „das wohl zuverlässigste Barometer der amerikanischen Wirtschaft“, wie es in der Eigenwerbung heißt.

In letzter Zeit waren die größten Unternehmen Apple, Microsoft, Amazon.com, Facebook, ExxonMobil, Johnson & Johnson, Berkshire Hathaway, JPMorgan Chase und der Google-Mutterkonzern Alphabet. Hier die jüngste Verteilung:

Branche Prozent der Assets
IT 22,5%
Finanzbereich 14,1%
Gesundheit 14%
Nicht-Basiskonsumgüter 12,5%
Großindustrie 10,2%
Konsumgüter 9,3%
Energie 6,3%
Versorger 3,2%
Immobilien 2,9%
Rohstoffe 2,9%
TelKo Dienstleister 2,3%

Um in den S&P 500 aufgenommen zu werden, müssen die Unternehmen verschiedene Kriterien erfüllen, u.a. eine Marktkapitalisierung von mindestens 6,1 Milliarden Dollar vorweisen (diese Grenze verschiebt sich mit der Zeit) sowie in den vergangenen sechs Monaten pro Monat mindestens 250.000 Aktien gehandelt haben.

Man findet dort gute Dividenden

Im Index sind viele gute Dividenden vertreten – und der Index zahlt sogar selber eine Dividende, die jüngst bei etwa 2 % lag. Natürlich gibt es Unternehmen, die eine bessere Dividende zahlen.

Unternehmen Jüngste Dividende
AT&T 5,1%
Pfizer 3,9%
General Electric 3,4%
Intel 3,1%
McDonald’s 2,5%

Aber die 2 % des S&P 500 sind gar nicht so übel, liegt man damit doch immerhin über diesen Unternehmen hier:

Unternehmen Jüngste Dividende
Apple 1,6%
Starbucks 1,6%
Walt Disney 1,5%
Nike 1,4%
Citigroup 1%

Er gilt stellvertretend für die Bewertung eines Markts

So wie viele Investoren sich das Kurs-Gewinnverhältnis anschauen, um ein Gespür dafür zu bekommen, ob eine Aktie über- oder unterbewertet ist, werfen viele Anleger einen kurzen Blick auf den S&P 500, um ein Gespür für den gesamten US-Aktienmarkt zu bekommen. So haben einige nasse Hände bekommen, als das KGV des Index im März 30 erreichte, erst zum dritten Mal seit 1871. Das bedeutet, dass der Index (und damit der gesamte Markt) überhitzt und vielleicht wohl reif für einen Fall ist. Bei den beiden vorigen Höchstständen war das auch eingetroffen, im Frühjahr ging der Kurs nur leicht zurück.

Er ist gewichtet

Wichtig: Der S&P 500 ist der erste US-Index, der die Marktbewertung in Betracht zieht. Der viel ältere Dow Jones, der nur 30 Unternehmen umfasst, ist preisgebunden.

Der Unterschied? Bei dem preisgebundenen System haben die teuersten Aktien den meisten Einfluss, ganz gleich, wie groß das Unternehmen dahinter ist. So ist beispielsweise 3M mit einer Aktie von über 200 Dollar wichtiger als Apple, deren Aktie neulich bei 152 Dollar gehandelt wurde. Um zu verstehen, wieso das ziemlich verrückt ist, muss man sich mal die Bewertungen ansehen: Apple ist 800 Milliarden Dollar wert – 3M gerade mal 117 Milliarden. Da der Dow schon so alt ist, wird sich das System auch nicht mehr ändern.

Es ist viel sinnvoller, die Liste anhand der Marktbewertung zu führen. Im S&P 500 hat Apple einen viel größeren Einfluss als 3M, fast sieben Mal so viel. Aber auch das ist nicht ohne Fehler. Apple hatte neulich eine Bewertung von 3,9 %, andere große Unternehmen wie Facebook, Procter & Gamble und Home Depot lagen eher bei 1 %, hunderte andere Unternehmen bei etwa 0,2 %. Manch andere, darunter Harley Davidson, Western Union und Mattel, lagen bei unter 0,05 %, was ihren Einfluss auf den Index insgesamt linde gesagt schmal erscheinen lässt.

Er schneidet besser ab als manche Fonds

Viele Leute nehmen an, dass Fonds von totalen Finanz-Profis geführt werden, die sich jede einzelne Aktie ganz genau ansehen, dann entscheiden, ob sie kaufen oder verkaufen – und dass diese Fonds dann besser abschneiden als jene Indexfonds, die einfach den S&P 500 tracken. Denn diese führen ja stets dieselben Aktien im Portfolio, ohne, dass viel entschieden wird. Allerdings schneiden diese dann langfristig oft doch besser ab als die aktiv geführten Fonds. Laut Standard & Poor’s haben mit Stand Ende 2016 83 % aller aktiv gemanagten Fonds schlechter abgeschnitten als der S&P Composite 1500 (über einen Zeitraum von 10 Jahren). Im selben Zeitraum schnitten 85 % der Large-Cap-Fonds schlechter aber als der S&P 500.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet, Amazon, Apple, Berkshire Hathaway Facebook, Johnson &b Johnson, Nike, Starbucks und Walt Disney. The Motley Fool besitzt Aktien von ExxonMobil und General Electric. The Motley Fool empfiehlt Aktien von Home Depot und Intel.

Dieser Artikel von Selena Maranjian erschien am 22.5.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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