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Tesla konnte schon über ein Drittel der Anleihen verkaufen

Foto: The Motley Fool.

Elon Musk, der CEO von Tesla (WKN:A1CX3T), hatte diese Woche einiges zu tun. Erst richtete er am Montag in Manhattan ein Event für die Investoren aus, und zwar im Zusammenhang mit den Anleihen in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar, die das Unternehmen jetzt anbietet. Wie wir es von ihm gewohnt sind, gab es auch dieses Mal einiges zu bestaunen. Musk brachte ein blaues Model 3 mit, um den Bond-Investoren die Anleihen schmackhaft zu machen. Die Sache scheint zu funktionieren.

Bloomberg meldet, dass Tesla schon jetzt etwa 600 Millionen US-Dollar an Bestellungen von den Investoren bekommen habe. Laut anonymen Quellen ist das mehr als ein Drittel des Anleihenpaketes. Die Zinsen wurden noch nicht offiziell festgelegt, aber sie sollen bei unter 5 % liegen.

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Hohe Renditen

Der breitere Kontext ist, dass die Käufer von Anleihen oft ein Problem mit der Rendite haben, selbst wenn das bedeutet, dass man eine akzeptable Rendite bekommt, die die Investoren nicht für das Risiko entschädigen, das sie akzeptieren. Die Kreditspanne hat sich auf breiter Ebene verengt, was nahelegt, dass die Investoren zu wenig für das inhärente Risiko bekommen. Unternehmen, die Anleihen ausgeben, profitieren natürlich davon.

Die Kreditspanne verengte sich in den letzten 18 Monaten. Bildquelle: Federal Reserve Bank of Saint Louis. Datenquelle: Merrill Lynch.

Die Kreditspanne befindet sich auf dem niedrigsten Niveau seit der Finanzkrise. Die Anleiheninvestoren suchen daher nach hohen Renditen. Das treibt die Preise für Anleihen nach oben, was ironischerweise die Renditen wieder nach unten drückt.

Moody’s gab der Anleihe von Tesla ein Rating von B3, womit wir uns schon im gefährlichen Bereich der Junkbonds befinden. Die Anleihe wird im Jahr 2025 fällig. Nur zum Vergleich: eine Staatsanleihe, die im August 2025 fällig wird, wird deutlich niedriger bewertet und bietet aktuell einen Zins von etwa 2,2 %. Wenn Tesla also 5 % anbietet, dann ergäbe das verglichen mit der risikolosen Anlage eine Kreditspanne von etwa 280 Basispunkten.

Zu welchen Kosten?

Wenn wir von diesen 5 % ausgehen, dann entspricht das bei 1,5 Milliarden US-Dollar jährlichen Zinsausgaben von 75 Millionen. Die Zinsen steigen, da Tesla immer mehr Schulden aufnimmt, inklusive den Schulden von SolarCity. Das Unternehmen setzt die Schulden für Investitionen in die Infrastruktur ein.

Datenquelle: Angaben gegenüber der SEC. Grafik: Autor.

Es ist nicht klar, wie viel von diesen theoretischen 75 Millionen am Ende wirklich ausgegeben werden.

Ein Zinssatz von 5 % wäre für Tesla extrem günstig. Für eine Anleihe, die in acht Jahren fällig wird und einen zukünftigen Cashflow, der nicht sicher ist, ist das selbst innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre ein guter Zinssatz. Tesla steht vor großen Risiken bei der Umsetzung, während das Unternehmen versucht, die Produktion auf 500.000 Fahrzeuge pro Jahr zu erhöhen.

Es gibt aber auch einige ermutigende Dinge. Das Model 3 beginnt die Produktion laut Zeitplan, was bei Tesla zum ersten Mal geklappt hat. Das Management konnte Musk davon überzeugen, keine komplett neue Produktionsplattform für das Model Y, einen kompakten SUV, zu bauen und ihm diesen Wahnsinn auszureden. Das Model Y auf derselben Plattform wie das Model 3 zu bauen, ist vernünftiger – sowohl finanziell als auch in der Umsetzung, da es das Risiko des nächsten Fahrzeuges für den Massenmarkt, das 2019 oder 2020 in Produktion gehen soll, verringern wird. Die etablierten Autobauer haben die Vorteile von gemeinsamen Plattformen schon vor langer Zeit erkannt.

Jetzt muss Tesla nur noch 900 Millionen an den Mann bringen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu, CFA auf Englisch verfasst und am 09.08.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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