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Aktien im Rückblick: Nordkorea-Konflikt drückt DAX unter 12.000 Punkte

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Das war keine schöne Börsenwoche! Seit sich die Kriegsrhetorik zwischen den USA und Nordkorea weiter verschärft hat, vermeiden die Anleger Aktienengagements und drücken lieber auf die Verkaufstasten. Der DAX fiel am Freitag unter die Marke von 12.000 Punkten.

Was war an der Börse los?

Der DAX (WKN:846900), der am vorangegangenen Freitag noch zu einer Zwischenerholung angesetzt hatte, litt am Montag unter einem erneut anziehenden Euro-Kurs und startete mit einem Minus von 0,3 % auf 12.257 Punkte in die neue Handelswoche.

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Im Fokus stand die Aktie von Fresenius Medical Care (WKN:578580): Der Dialysespezialist hatte bekannt gegeben, dass er den US-amerikanischen Medizintechnik- und Dienstleistungskonzern NxStage Medical für rund 2 Milliarden US-Dollar übernehmen werde. Da Branchenbeobachter den Kaufpreis als überhöht einstuften, quittierten die Marktteilnehmer die Nachricht mit einem Kursabschlag von 1,5 %. Die Anteilscheine der Konzernmutter Fresenius (WKN:578560) gaben sogar um 1,9 % nach und verbuchten damit den größten Tagesverlust im DAX.

Die im TecDAX (WKN:720327) notierten Titel des Biotech-Unternehmens Evotec (WKN:566480) sprangen nach der Kaufempfehlung einer deutschen Großbank um über 9 % nach oben und setzten sich damit an die Spitze des Technologieindex.

Am Dienstag sorgte der wegen guter US-Arbeitsmarktdaten erstarkte US-Dollar europaweit für steigende Aktienkurse. In Frankfurt legte der DAX 0,3 % auf 12.292 Zähler zu.

An die Spitze des MDAX (WKN:846741), der um 0,1 % stieg, setzte sich die Aktie von Uniper (WKN:UNSE01), die um 3,4 % anzog. Das Management der E.ON-Tochter hatte steigende Dividenden angekündigt. Die Papiere des Mutterkonzerns E.ON (WKN:ENAG99), der ebenfalls steigende Ausschüttungen angekündigt hatte, verteuerten sich um 1,7 % und landeten damit auf dem zweiten Platz der DAX-Tabelle. Angeführt wurde die Standardwerte-Liste vom E.ON-Konkurrenten RWE (WKN:703712), dessen Kurs sich um 1,8 % verbesserte.

Am Mittwoch herrschte auf dem Frankfurter Parkett wieder miese Stimmung. US-Präsident Donald Trump hatte am Vorabend mit Gewaltdrohungen den Konflikt der Vereinigten Staaten mit Nordkorea weiter angeheizt und damit eine mehrtägige Rekordserie der New Yorker Börsen beendet. Das drückte auch den DAX nach unten: Der deutsche Leitindex sackte um 1,1 % auf 12.154 Punkte ab.

Am schlimmsten erwischte es Finanztitel: Die Deutsche Bank (WKN:514000) verlor 3,8 % und die Commerzbank (WKN:CBK100) verbilligte sich um 4,1 %. Der Börsenwert des Rückversicherers Munich Re (WKN:843002) sank nach der Vorlage von Quartalszahlen um 2,5 %.

Die durch weitere Drohungen von beiden Seiten gesteigerten Spannungen zwischen den USA und Nordkorea ließen die Kurse am Donnerstag weiter fallen. Der DAX notierte zeitweise unter der 12.000er-Marke und ging beim Stand von 12.014 Punkten mit einem Minus von 1,2 % aus dem Handel. Der MDAX fiel um 1,1 % auf 24.623 Zähler.

Gegen den Trend legten die Dividendentitel von thyssenkrupp (WKN:750000) nach positiv aufgenommenen Quartalszahlen 0,8 % zu und setzten sich an die DAX-Spitze. Im Börsenkeller landete die Aktie von Henkel (WKN:604840) mit einem Minus von 4 %. Der Konsumgüterproduzent hatte beim Vierteljahresbericht mit seinem Umsatzwachstum enttäuscht.

Da es auch am Freitag keine Zeichen von Entspannung im Nordkoreakonflikt gab, konnte sich der DAX nicht von den Verlusten der Vortage erholen. Der DAX gab bis 15:00 Uhr 0,2 % ab und notierte unter 12.000 Punkten.

Wie geht es weiter?

Am Montag (14.08.) legt der Energiekonzern RWE Halbjahreszahlen vor. Der Versicherungskonzern Talanx (WKN:TLX100) berichtet über das zweite Quartal.

Am Dienstag (15.08.) wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt fürs zweite Quartal bekannt gegeben. Die US-Statistiker informieren uns über die Entwicklung der Im- und Exportpreise im Juli und die Lagerbestände im Juni. Home Depot gibt Quartalszahlen bekannt.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von NxStage Medical. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

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