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Nestlé-Aktie nach Zahlen: Worauf Anleger jetzt achten sollten

Foto: Getty Images

Am 27.07. präsentierte Nestlé (WKN:A0Q4DC) seine Zahlen für das zweite Quartal 2017. Ein wichtiger Termin für Nestlé-Aktionäre, denn bei den Schweizern lief es in den letzten Jahren alles andere als rund. Das spiegelt auch die dürftige Kursentwicklung wieder: Aktuell kostet die Aktie weniger als im April 2015 (Stand: 06.08.2017).

Grund genug, einen genauen Blick auf den Quartalsbericht zu werfen! Wo es meiner Meinung nach gut gelaufen ist und wo weniger gut, erfährst du, wenn du weiterliest!

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Das ist gut gelaufen

Richtig gut liefen die Geschäfts in Asien, Ozeanien und Subsahara-Afrika. Dort legten die Umsätze verglichen mit dem Vorjahreszeitraum nämlich um 4,8 % zu. Damit wächst man in diesen Regionen deutlich schneller als der Gesamtkonzern, dazu aber später mehr.

Das starke Wachstum in diesen aufstrebenden Nationen nährt natürlich die Hoffnung, dass Nestlé auch zukünftig von der positiven Entwicklungen dieser Länder profitieren könnte. Eine positive Tendenz, die im Geschäftsjahr 2016 nicht absehbar war. Das Wachstum in diesen Regionen betrug im Geschäftsjahr 2016 lediglich 3,2 %.

Auch das Wassergeschäft von Nestlé lief gut. Hier konnte man beim Umsatz um ordentliche 4,0 % zulegen. Schon im Geschäftsjahr 2016 war Nestlé Waters hervorragend unterwegs und konnte 4,5 % mehr umsetzen. Für mich ein Indiz, dass die Schweizer sich im Wassergeschäft hervorragend positioniert haben und so auch weiterhin überdurchschnittlich vom weltweiten Bevölkerungswachstum und vom damit steigenden Wasserbedarf profitieren können.

Gute Nachrichten gab es auch aus Nordamerika: Dort konnten die Kaffeespezialitäten von Nespresso zweistellige Wachstumsraten erzielen. Da Kaffeeprodukte zu den margenstärksten im ganzen Konzern gehören, ist das eine wirklich gute Nachricht! Doch leider offenbarte der Halbjahresbericht auch weniger Erfreuliches.

Und das weniger gut…

So dürfte insbesondere der Blick auf die Umsatzentwicklung für Verdruss sorgen. Organisch ist Nestlé gerade mal 2,3 % verglichen mit dem ersten Halbjahr 2016 gewachsen. Warum mich dieses Wachstum so enttäuscht? Ganz einfach: Als weltweit agierender Lebensmittelkonzern wächst der Umsatz fast automatisch mit der Bevölkerung und der Inflation mit.

Wenn wir nun bedenken, dass die Bevölkerung beispielsweise in den Jahren 2000 und 2010 um jährlich 1,2 % gewachsen ist und die Inflationsrate in den letzten 5 Jahren (einschließlich der Prognose für 2017) durchschnittlich 3,2 % betrug, dann wird klar: Das magere Wachstum von 2,3 % entspricht nicht einmal der Inflation, geschweige denn dem Bevölkerungswachstum, dass noch dazu kommen sollte! Nestlé verliert also wie auch schon in den letzten Jahren Marktanteile. Eine Entwicklung, die mich zunehmend nachdenklich stimmt.

Der zweite, wenig erfreuliche Punkt bezüglich des Umsatzes ist die Tatsache, wie er sich zusammensetzt. Denn von den genannten 2,3 % stammen nur 0,9 % aus Preiserhöhungen. Hierbei könnte es sich um einen Indiz dafür handeln, dass die Marke Nestlé an Strahlkraft verliert. Wie ich zu dieser Annahme komme?

Wie bereits erwähnt betrug die durchschnittliche, weltweite Inflation in den letzten fünf Jahren 3,2 %. Das heißt, im Schnitt ist alles 3,2 % teurer geworden. Nur Nestlé-Produkte nicht! Denn die Schweizer konnten ihre Preise laut Geschäftsbericht um eben lediglich 0,9 % anheben. Eine starke Marke, noch dazu im Lebensmittelbereich, sollte doch in der Lage sein, seine Preise zumindest im Bereich der Inflationsrate anzuheben.

Es scheint also so, also wären die Menschen nicht mehr bereit, einen hohen Aufschlag für KitKat, Smarties und Co. zu bezahlen. Für einen Konzern wie Nestlé, der vor allem von seiner Markenstärke lebt, wäre das eine katastrophale Entwicklung.

Warum ich meine Nestlé-Aktien vorerst trotzdem nicht verkaufe

Da ich selbst Aktien von Nestlé besitze, stelle ich mir natürlich die Frage, ob der Schweizer Konzern noch immer ein gutes Investment ist oder nicht. Da die schwache Umsatzentwicklung nicht erst seit diesem Halbjahr ein Problem ist, sondern bereits mehrere Jahre andauert, eine absolut legitime Frage.

Trotzdem glaube ich, dass Nestlé ein Unternehmen mit herausragenden Fähigkeiten ist. Ulf Schneider, seit Jahresbeginn CEO bei den Schweizern, hat bereits bei Fresenius bewiesen, dass er ein absoluter Topmanager ist und ich habe die Hoffnung, dass er das Potential, das in Nestlé schlummert, zukünftig wieder zum Vorschein bringen wird.

Nichtsdestotrotz werde ich die aufziehenden Wolken über dem Nestlé-Himmel auch weiterhin sehr genau im Auge behalten. Sollten sich die negativen Tendenzen nämlich fortsetzten, könnte die Nestlé-Aktie durchaus zu einem Streichkandidaten in meinem Depot werden.

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Thomas Brantl besitzt Aktien von Nestlé. The Motley Fool besitzt Aktien von Nestlé. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

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