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Warren Buffett hat diese 3 Aktien nicht gekauft und gehalten, und es hat ihn mehr als 12 Milliarden US-Dollar gekostet

Bildquelle: Flickr-User Fooleditorial

Warren Buffett ist wahrscheinlich der größte Investor unserer Generation. Seit den 1950er Jahren hat Buffett aus weniger als 10.000 US-Dollar fast 74 Milliarden US-Dollar gemacht. Heute wäre er aber fast 100 Milliarden US-Dollar wert, wenn er in den letzten zehn Jahren nichts so ein Philanthrop gewesen wäre und 27,5 Milliarden US-Dollar seines Wohlstandes an verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen verschenkt hätte.

Das Einzigartige an seiner Strategie ist die Simplizität: große Unternehmen mit klarem Wettbewerbsvorteil kaufen und langfristig halten. Sein Unternehmen Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2) hält seit Ende der 80er Aktien von Wells Fargo und Coca-Cola. Diese Marken sind auf der ganzen Welt bekannt und können – egal wer das Unternehmen führt – Geld verdienen. Das sind Dinge, die Buffett sehr gefallen.

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Allgemein weicht der Großinvestor von seiner langfristigen Strategie nicht ab. Warum sollte er auch? Immerhin erhöhen hochwertige Unternehmen ihren Wert langfristig. Die wenigen Male, als er Unternehmen nur kurz gehalten hat, sind ihm teuer zu stehen gekommen. Hier sind drei Unternehmen, die Buffett deutlich zu früh verkauft hat und die das Orakel von Omaha mehr als 12 Milliarden US-Dollar an Kapitalgewinnen und Dividenden gekostet haben.

Lowe’s

Im vierten Quartal 2010, kurz nachdem die Immobilienkrise auf dem Tiefpunkt angelangt war und gut ein Jahr, nachdem die Börse ihren Boden wiedergefunden hatte, verkaufte Berkshire Hathaway 6,5 Millionen Aktien des Einzelhändlers für Heimwerker, Lowe’s (WKN:859545). Wenn wir bedenken, wie hoch die Arbeitslosenzahlen damals waren und welche Ungewissheit auf dem Immobilienmarkt herrschte, dann hatten Buffett und sein Team durchaus Grund zur Annahme, dass der Immobilienmarkt noch eine weitere Korrektur erleiden würde. Darüber hinaus war Lowe’s mehr von Geräten abhängig als die Konkurrenten. Daher schien das Unternehmen anfälliger für weitere Probleme zu sein.

Als Buffett seinen Anteil verkaufte, bekam er nur etwa 163 Millionen US-Dollar dafür. Die genauen Daten sind nicht bekannt, da auf dem Formular 13F kein spezifisches Datum oder Verkaufspreis angegeben werden. Heutzutage wären diese 6,5 Millionen Aktien 492 Millionen US-Dollar wert. Zusätzlich hätte Buffett 5,99 US-Dollar an Dividenden pro Aktie erhalten. Das wären weitere 39 Millionen US-Dollar, die den Gesamtverlust auf mindestens 368 Millionen US-Dollar ansteigen lassen.

Home Depot

Ob du es glaubst oder nicht, das war nicht Buffetts erster Fehler im Bereich Heimwerker. Im zweiten Quartal 2009 verkaufte er 3,7 Millionen Aktien von Home Depot (WKN:866953). Den Rest seiner Position verkauft Buffett im dritten Quartal 2010, bevor er sich der Aktien von Lowe’s entledigte. Grund für den Verkauf scheint die Annahme gewesen zu sein, dass es im Immobilienbereich erst schlimmer werden müsste, bevor es besser werden könnte. Wie wir inzwischen wissen, hatte Buffett damit aber Unrecht.

Der Fokus von Home Depot, das Wissen seiner Arbeiter verbessern und sie mit besserer Technologie auszustatten, um die Kundenerfahrung zu verbessern und um den Verkaufsprozess schneller zu machen sowie die Webseite direkt für Kunden erlauben es dem Unternehmen, dem Konkurrenten Lowe’s immer einen Schritt voraus zu sein. Heute wären die 3,7 Millionen Aktien von Home Depot etwa 544 Millionen US-Dollar wert. Buffett verzichtete auch auf 12,78 US-Dollar an Dividenden pro Aktie, was inzwischen 47 Millionen US-Dollar wären, und verpasste hier somit etwa 450 Millionen US-Dollar.

Walt Disney

Das Kronjuwel der kurzfristigen Fehler geht an Walt Disney (WKN:855686). Buffett verkaufte die Aktie nicht nur einmal, sondern zweimal.

Im Jahr 1966 kaufte Buffett einen Fünf-Prozent-Anteil von Disney, das nach der Veröffentlichung von Mary Poppins gerade einen Lauf hatte. Damals fanden neun Millionen Menschen ihren Weg in den Themenpark in Südkalifornien. Disney hatte damals eine Bewertung von etwa 80 Millionen US-Dollar sowie eine saubere Bilanz vorzuweisen. Buffett investierte 4 Millionen US-Dollar, denn er glaubte, dass der Content des Unternehmens ein Wachstumstreiber sein würde. Damit lag er auch nicht falsch. Buffett machte 2 Millionen US-Dollar Gewinn, was in nur einem Jahr eine Rendite von 50 % ausmachte.

Hätte Buffett seine Aktien behalten, wären sie heute 8,32 Milliarden US-Dollar wert. Rückblickend ist das ein großer Fehler gewesen. 1995 kaufte Disney Capital Cities/ABC und bezahlte in Cash und in Aktien. Damit bekam er 21 Millionen Aktien von Disney, die er aber schnell wieder verkaufte. Zum Zeitpunkt dieser Übernahme waren diese Aktien weniger als 400 Millionen US-Dollar wert. Heute wären sie etwa 2,23 in Milliarden US-Dollar wert.

Wir dürfen dabei auch nicht die Divdenden vergessen, die Buffett dabei durch die Lappen gingen. Das waren seit 1989 12,36 US-Dollar pro Aktie, was einen Verlust von 964 Millionen US-Dollar bedeutet. Bei seiner zweiten Position verlor er 249 Millionen US-Dollar – damit verlor Buffett mindestens 10,1 Milliarden an Kursgewinnen und 1,2 Milliarden US-Dollar an Dividendeneinnahmen – nur mit Disney.

Wenn man diese drei Fehler zusammenzählt, dann hat Buffett mit seiner kurzfristigen Denkweise mehr als 12 Milliarden US-Dollar verloren. Zum Glück lag er deutlich öfter richtig und hat aus seinen Fehlern gelernt.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Berkshire Hathaway (B) und Walt Disney. The Motley Fool empfiehlt Home Depot und Lowe's.

Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 28.07.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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