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NVIDIA in 5 Grafiken: Einblick in das schnell wachsende KI-Unternehmen

Foto: The Motley Fool

Die Aktie von NVIDIA (WKN:918422) hat im letzten Jahr 195 % an Wert gewonnen. Der S&P 500 hingegen schaffte im Vergleich nur 16,5 %. Der gute Lauf der Aktie begann aber schon zu Beginn des Jahres 2016.

Die Leistung der Aktie des Grafikchipspezialisten hat natürlich die Aufmerksamkeit der Investoren erregt. Die folgenden fünf Grafiken sollten dir helfen, den schnell wachsenden Player im KI-Bereich besser zu verstehen.

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Schnappschuss des Geschäfts

NVIDIA hat zwei Produktsegmente – Grafikprozessoren (GPUs) und Tegraprozessoren – und vier Marktplattformen: Computerspiele, Datencenter, professionelle Visualisierungen und Automotive.

Die folgenden zwei Grafiken zeigen, wie sich der Umsatz im letzten Quartal aus diesen Kategorien zusammensetzt.

Produkt- segment Wirtschaftsjahr Q1 2018 (in Millionen) Anteil am Gesamtumsatz
GPUs  1.562 USD  80,6%
Tegraprozessoren  332 USD  17,1%
Sonstige  43 USD  2,2%
Gesamt  1.937 USD  99,9%*

Datenquelle; NVIDIA. * Aufgrund von Rundungen nicht ganz 100 %.

Das Flaggschiffsegment sind GPUs. Die Hauptproduktlinien darin sind die GeForce für Spiele, Quadro für Designprofis und Tesla für Cloud-Computing. Das Tegrasegment stellt Prozessoren her, die einen ganzen Rechner auf einem einzigen Chip abbilden. Sie werden in Mobilgeräten, Autos und Drohnen eingesetzt.

Marktplattform Wirtschaftsjahr Q1 2018 (in Millionen) Anteil am Gesamtumsatz
Spiele  1.027 USD 53 %
Datencenter  409 USD 21,1 %
Professionelle Visualisierungen (inkl. Virtuelle Realität und Augmented Reality)  205 USD 10,6 %
Auto  140 USD 7,2 %
Sonstige (OEM und IP)*  156 USD 8,1 %
Gesamt 1.937 USD 100 %

Datenquelle: NVIDIA. OEM und IP = Originalteilehersteller und geistiges Eigentum

In den letzten Jahren haben sich die GPUs von NVIDIA über Spiele und professionelle Visualisierung hinausentwickelt. Sie decken jetzt auch Anwendungen wie Deep Learning ab, welches eine Nische in der künstlichen Intelligenz ist und versucht, das menschliche Denken nachzuahmen.

NVIDIAs Datencenterplattform war der Hauptnutznieser des Einstieges in die schnell wachsende KI. Die Auto-Plattform begann vor einem Jahr davon zu profitieren, als das Unternehmen seine DRIVE PX 2 KI-Autoplattform auslieferte. Dies ist ein Supercomputer, der alle Daten der zahlreichen Sensoren in einem Auto verarbeitet. DRIVE PX 2 nutzt sowohl Tegra-Prozessoren als auch GPUs.

Daten von YCharts

NVIDIAs Schlüsselfinanzkennzahlen wuchsen in den letzten Jahren schneller, da der Spielesektor wuchs und das Unternehmen in den KI-Bereich expandierte. Die Beschleunigung wird bei der Betrachtung langfristigerer Grafiken noch deutlicher.

Die Abbildung zeigt, dass der Gewinn je Aktie und der freie Cashflow je Aktie schneller als der Umsatz wachsen. Dass der Gewinn je Aktie schneller als der Umsatz wächst, ist ein Zeichen für NVIDIAs stärker werdende Gewinnmargen. Der freie Cashflow wird wahrscheinlich sehr schwanken, da schnell wachsende Technologieunternehmen wie NVIDIA viel investieren müssen, um weiter zu wachsen und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Woher kommt das Wachstum?

Wir können die Frage zwar aus Umsatzsicht beantworten, aber nicht aus Gewinnsicht, da NVIDIA keine Zahlen veröffentlicht, die die Rentabilität der Segmente oder Marktplattformen erkennen lassen.

Beide Segmente brummen förmlich. Der GPU-Umsatz kletterte um 45 % und der Tegra-Umsatz schoss 108 % in die Höhe im Vergleich zum Vorjahresquartal. Hier sind die Zahlen:

Marktplattform Wirtschaftsjahr Q1 2018

Umsatzwachstum Jahresvergleich

Spiele 49 %
Datencenter 186 %
Professionelle Visualisierungen 8 %
Auto 24 %
OEM und IP (10 %)

Datenquelle: NVIDIA

Die Datencenterplattform wächst wie Unkraut und wird durch die Nachfrage nach dem GPU-basierten Deep Learning-Ansatz getrieben. Die größten Internet- und Cloudanbieter nutzen nun NVIDIAs GPU-Beschleuniger auf Teslabasis – auch Amazons AWS, Facebook, Alphabets Google, IBM, Microsoft, Alibaba, Baidu und Tencent Holdings sind unter den Kunden.

Der Spielebereich wächst mit 49 % Umsatzwachstum innerhalb eines Jahres ebenfalls schnell. Der Wachstumstreiber umfasst E-Sport, Virtuelle Realität und die Breitbandanbindung in Entwicklungsmärkten.

Investoren sollten dank der Markteinführung der oben erwähnten DRIVE PX 2 KI-Autoplattform auch auf das Wachstum der Auto-Sparte setzen können. Automobilhersteller wie Toyota, Tesla, Mercedes Benz, Volvo und Audi sind mit NVIDIA Partnerschaften eingegangen. Der chinesische Suchmaschinengigant Baidu hat kürzlich angekündigt, dass es DRIVE PX 2 für seine autonomen Fahrzeuge verwenden will. Die Plattform soll für die Entwicklung selbstfahrender Autos chinesischer Automobilhersteller dienen. Mehr als 225 Automobilhersteller, Zulieferer und andere Unternehmen haben begonnen, mit DRIVE PX 2 autonome Fahrsysteme zu entwickeln. Dies sagte CFO Colette Kress währen der Telefonkonferenz zum ersten Quartal. Damit ist das Unternehmen ein wichtiger Marktteilnehmer bei fahrerlosen Autos.

Aktienbewertung

Daten von YCharts

NVIDIAs Aktie ist absolut gesehen teuer. Sie wird zum 58-Fachen des Gewinns der letzten zwölf Monate gehandelt und zum 46,5-Fachen der zukünftigen Gewinne. Auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis zu schauen, ohne die Gewinndynamik zu betrachten, ist jedoch ziemlich nutzlos; meiner Meinung nach.

Die Aktie sieht besser aus, wenn wir das Gewinnwachstum mit in die Gleichung einbeziehen und das Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis (KGV geteilt durch das vergangene oder zukünftige Gewinnwachstum je Aktie) berechnen. Obwohl viele Faktoren eine Rolle spielen, ist eine Daumenregel, dass ein KGWV von 1 eine faire Bewertung der Aktie darstellt. Das vergangene KGWV von NVIDIAS Aktie liegt bei 0,39 und ist daher sehr attraktiv. Allerdings ist das schon Vergangenheit. Das zukünftige KGWV, welches auf Schätzungen des Gewinns je Aktie für das vor uns liegende Jahr beruht, beträgt 1,24. Dies heißt, dass die Aktie etwas überbewertet ist, aber nicht zu sehr.

Außerdem ist es nicht abwegig, dass die Schätzungen der Analysten für das zukünftige KGV zu vorsichtig sind. Die Börse hat NVIDIA lange Zeit unterschätzt. Wenn die Schätzung etwas zu vorsichtig sein sollte, dann wäre ein KGWV von 1,24 zu hoch angesetzt.

Zusammenfassung

NVIDIA hat mehrere massive Wachstumsmöglichkeiten. Diese umfassen KI-getriebenes Cloud-Computing, fahrerlose Autos, VR und Spiele. Allerdings wird der Wettbewerb stärker. Im Spielesektor hat es Advanced Mirco Devices auf NVIDIA abgesehen. Und viele andere Technologiekonzerne wollen ein Stück vom KI-Kuchen abhaben. Darunter sind Google, Intel, Apple und andere. NVIDIAs größtes Risiko ist, dass andere Technologieansätze beliebter werden als der GPU-basierte Deep-Learningansatz von NVIDIA.

Damit die Aktie in dein Portfolio passt, musst du daran glauben, dass der GPU-basierte Ansatz für KI der Ansatz ist, der sich langfristig durchsetzt.

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Dieser Artikel wurde von Beth McKenna auf Englisch verfasst und am 30.07.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Suzanne Frey, Managerin bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstandes von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Amazon, Apple, Baidu, Facebook, Nvidia und Tesla. The Motley Fool empfiehlt Intel.

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