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Ich kann immer noch nicht glauben, dass Facebook eine Milliarde US-Dollar für Instagram ausgegeben hat

Foto: The Motley Fool

Als Manager weiß man, dass man auf Gold gestoßen ist, wenn die letzte Übernahme immer wieder als eine der besten aller Zeiten bezeichnet wird.

Zum Glück für Facebook (WKN:A1JWVX) und seine Aktionäre entwickelte sich die Übernahme von Instagram aus dem Jahr 2012 für die damals unglaublich hohe Summe von einer Milliarde US-Dollar sehr gut für alle Beteiligten.

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Facebook und Instagram haben sich aber gerade erst warm gemacht. Daher möchten wir in diesem Artikel darauf eingehen, welche Rolle Instagram bei der Investmentthese von Facebook spielt.

Facebook + Instagram

Wie bei vielen Erfolgen scheint die Übernahme von Instagram fünf Jahre später als ganz natürlich. Es ist aber wichtig anzumerken, dass viele diese Übernahme besonders aufgrund des hohen Preises als riskant ansahen.

Zum damaligen Zeitpunkt war Instagram nur ein Nischenprodukt, bei dem nette Filter auf Bilder aufgebracht werden konnten. Das schien damals geradezu lächerlich simpel. Instagram hatte 30 Millionen Nutzer und keine Umsätze, was diese Übernahme praktisch eine Wette auf das Potenzial werden ließ. Das ist eher nicht das Szenario, indem man eine Milliarde auf den Tisch legt.

In den letzten Jahren konnte Instagram aber zu einer der beliebtesten Apps und zu einer wahren Geldmaschine werden. Das Unternehmen konnte vor kurzem die Marke von 700 Millionen monatlich aktiven Nutzern und 400 Millionen täglich aktiven Nutzern knacken. In Apples App Store rangiert Instagram als die zweitbeliebteste kostenlose App noch vor der des Mutterunternehmens Facebook.

Instagram wird bei den Werbekunden auch immer beliebter, was teilweise daran liegt, dass das Werbepensum auf Facebook schon Sättigungsgrad erreicht hat. Instagram konvertierte 1 Million der 8 Millionen Unternehmensprofile auf der Plattform zu zahlenden Kunden, was eine beeindruckende Kennzahl im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken wie Twitter darstellt. Die Konsensschätzungen der Analysten für die Umsätze von Instagram betragen für das laufende Jahr etwa 4 Milliarden US-Dollar. Die Forscher schätzen, dass Instagram aktuell eine Bewertung von 50 Milliarden US-Dollar haben könnte.

Jetzt geht’s erst richtig los

Obwohl Facebook schon jetzt eines der größten öffentlich gehandelten Unternehmen weltweit ist, hat das Unternehmen noch jede Menge Wachstumsmöglichkeiten in den kommenden Jahren.

Für Instagram waren die Funktionen Stories und Direct ein großer Wettbewerbsvorteil, von denen das Unternehmen auf zwei Arten profitierte. Erstens waren die beiden Produkte von Snap geklaut, das nach seinem Börsengang eine Bedrohung dargestellt hatte. Instagram Stories und Direct waren nicht besonders subtile Kopien von Funktionen auf Snap. Damit konnte die gesamte Nutzerbasis von Snap deutlich übertroffen werden und der einzige legitime Herausforderer für das Social-Media-Imperium von Facebook neutralisiert werden. Zweitens schaffen diese neuen Funktionen zusätzliches Monetarisierungspotential.

Abgesehen von Instagram hat Facebook über 1 Milliarde Nutzer in den Messaging-Diensten Facebook Messenger und WhatsApp. Das Unternehmen möchte auch diese Dienste monetarisieren, obwohl es aktuell nicht klar ist, wie das geschehen soll. Die logischste Möglichkeit ist Kundendienst-Chatbots, die Facebook an die Unternehmen vermieten könnte.

Auf der F8-Entwicklerkonferenz sandte Facebook ein schwaches Signal in diese Richtung aus. Damals wurde ein neues Discover-Fenster im Messenger eingeführt, das den Nutzern neue Dienste und Funktionen der App erklärt. Chatbots sind aktuell aber noch nicht perfekt und es ist nicht klar, dass selbst die deutlich verbesserten Versionen interessant genug sind, um Messenger oder WhatsApp zum idealen Einsatzort und Schnittstellen mit Unternehmen zu machen. Zum Glück ist das nicht die einzige Wachstumsmöglichkeit für Facebook.

Das Unternehmen glaubt immer noch, dass die virtuelle und erweiterte Realität wichtige Kommunikationswerkzeuge sein werden. Das Unternehmen ist dabei, Produkte zu diesen beiden Trends zu entwickeln. Darüber hinaus konzentriert sich Facebook darauf, Internetzugang über die Initiative internet.org in weitere Teile der Welt zu bringen, da es auf diesem Planeten aktuell noch etwa 4 Milliarden Menschen ohne Internetzugang gibt, die alle Facebook-Nutzer werden könnten.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple, Facebook und Twitter.

Dieser Artikel wurde von Andrew Tonner auf Englisch verfasst und am 21.07.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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