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Wieso Warren Buffett damals bei der Münchener Rück ausgestiegen ist

Quelle: Matt Koppenheffer

Die Aktien, die Warren Buffett höchstpersönlich für seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) auswählt, müssen natürlich strengsten Qualitäts- und Bewertungsstandards standhalten. Entsprechend geadelt können sich die zugrundeliegenden Unternehmen fühlen, sofern der Value-Börsen-Meister sie für würdig genug erachtet und in sie investiert.

Im Umkehrschluss ist es dann natürlich wiederum eine fast schon traurige Angelegenheit für die Unternehmen, wenn die Investition nach hinten losgeht und Buffett sich von einer Aktie trennt, zumal seine bevorzugte Haltedauer ja eigentlich für immer ist.

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So geschehen auch im Jahre 2015, als Warren Buffett allmählich begann, sich vom großen deutschen Rückversicherer, der Münchener Rück (WKN: 843002), zu trennen. Schauen wir im Folgenden einmal, was der Auslöser für diese Scheidung gewesen ist, und ob der Trennungsgrund oder die Trennungsgründe nach wie vor Relevanz besitzen:

Das bereitete Buffett Bauchschmerzen

Für den Ausstieg sprachen nach gängiger Lesart zweierlei Gründe. Zum einen machten zu dem Zeitpunkt die niedrigen Zinsen den Versicherern im Allgemeinen das Leben schwer. Seit der letzten Finanzkrise ging es kontinuierlich bergab mit den Zinsen, sowie in der Folge dessen mit den Finanzerträgen der jeweiligen Versicherungsunternehmen. Erschwerend kam zu diesem Zeitpunkt hinzu, dass Griechenland äußerst stark am kriseln gewesen ist, ein baldiges Ende der Niedrigzinsphase im Euroraum schien daher nicht absehbar.

Zusätzlich dazu machten zu dem Zeitpunkt Meldungen die Runde, dass Hedgefonds in das Rückversicherungsgeschäft drängten. Auf der Suche nach lukrativen Anlageformaten überschwemmten diese mit ihrem Angebot den Markt. Das machte zunehmend das Kerngeschäft der Rückversicherer kaputt, sodass diese zum Teil nicht mal mehr aufwandsdeckend die Risiken versichern konnten.

Buffett sah aufgrund dieser Problemfelder einfach keine marktschlagende Perspektive mehr und zog damals letztlich die Reißleine.

Und heute?

Heute gibt es aber einige Anzeichen dafür, dass die Sache schon wieder einigermaßen anders aussehen könnte. Mario Draghi ist inzwischen nämlich deutlich entspannter geworden und lässt im Rahmen seiner Funktion als EZB-Chef zuversichtlichere Töne durchklingen. Das wird in den Ohren so mancher Analysten dahingehend gedeutet, dass ein Anheben des Leitzinssatzes innerhalb der EZB nicht weiter ein Tabuthema sein dürfte.

Klar gibt es hier und da weiterhin Meldungen, dass einige Eurostaaten weiterhin Kriseln. Von italienischen Banken ist hier und da die Rede, auch Griechenland bleibt ab und an mal im Gespräch. Das wird selbstverständlich von Pessimisten als Argument dafür gesehen, dass wir uns vielleicht noch ein wenig gedulden müssen, bis die Zinsen wieder steigen dürften. Aber insgesamt scheint sich die (Krisen-)Stimmung im Euroraum tendenziell zu entspannen, weshalb die Zinsen und das Auslaufen des Anleihekaufprogramms derzeit beinahe täglich heiß diskutiert werden. Auch der Münchener Rück dürfte ein solcher Paradigmenwechsel natürlich durchaus gefallen.

Was den Preisverfall im Rückversicherungsgeschäft bedingt durch das Auftreten von Hedgefonds betrifft, gibt es ebenfalls erste, gute Neuigkeiten. So sehe Münchener Rück-Chef von Bomhard deutliche Zeichen der Entspannung im Rückversicherungsgeschäft. Dadurch würde der dortige Preisverfall zunehmend gebremst werden.

Die Chancen überwiegen

Angesichts der Entwicklungen der letzten zwei Jahre, scheinen sich die düsteren Aussichten im Vergleich zu dem Zeitpunkt des Ausstiegs von Warren Buffett ordentlich zu bessern. Sowohl Zinsen als auch Hedgefonds könnten vor allem langfristig nicht mehr belasten, wovon die Münchener Rück profitieren sollte.

Und so äußerte sich von Bomhard auf der letzten Hauptversammlung auch dahingehend optimistisch, dass die Münchener Rück zunehmend wieder verstärkt Chancen (und nicht etwa Probleme) vorfinde.

Dem kann ich angesichts meiner bisherigen Ausführungen nur zustimmen. Und wer weiß, vielleicht wird Warren Buffett das ja auch eines Tages wieder so sehen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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