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Alles, was man über Bitcoins wissen muss

Bildquelle: Wikimedia Commons, AntanaCoins

Bitcoin hier, Kryptowährung da. Wahrscheinlich hast du inzwischen schon von Bitcoin und anderen Kryptowährungen gehört, selbst wenn du nicht von den Finanzmedien und deren Berichterstattung zu dem Thema überwältigt wurdest. Es ist vielleicht auch interessant für dich, erstmal damit zu versuchen. Wenn das alles nur nicht so kompliziert wäre.

Ich weiß, ich weiß. Auf den ersten Blick ist das sehr verwirrend, immerhin kommen die Kids heutzutage auch mit ihren eigenen Währungen um die Ecke. Du denkst jetzt vielleicht „Was ist ein Bitcoin? Was zur Hölle ist Blockchain? Muss ich das Zeug jetzt auch minen?“ Keine Sorge, du musst gar nichts machen. Hier ist alles, was du für den Anfang wissen musst.

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Was ist ein Bitcoin?

Die Idee hinter dem Bitcoin und anderen Kryptowährungen ist nicht nur, dass sie wertbeständig ist, sondern dass sie auch benutzt werden kann, um physische Güter und Dienstleistungen zu kaufen. Bitcoin ist aber keine Visa-Karte. Es ist mehr als das.

Du solltest Bitcoin als eine Infrastruktur für Finanztransaktionen zwischen zwei Einheiten ohne Mittelsmann sehen. Es gibt digitale Münzen, die man als Währung benutzen kann, aber das ist nur ein Teil davon. Die Neuheit hinter den Kryptowährungen liegt in der Blockchain.

Sieh dir Blockchain als eine digitale Verteilungsplattform, mit der man den Besitz von Gütern und Finanztransaktionen verifizieren kann. Jedes Mal, wenn eine Transaktion mit einem Bitcoin abgeschlossen wird, dann bewerten die Computer in einem Netzwerk, wie viel man ausgegeben hat und welchen Wert man dafür bekommen hat. Das nennt man einen Block und er wird benutzt, um die Ergebnisse von vielen Computern miteinander zu vergleichen und sie dann zusammen zu packen. Damit bilden sie eine Kette und daher sprechen wir von Blockchain.

Was ist der Vorteil von Blockchain?

Hierbei wird jede Transaktion in der Blockchain gespeichert. Transaktionen sind also nicht so privat, als wenn man Bargeld benutzt. Die Identität der Menschen hinter jeder einzelner Transaktion bleibt anonym, es ist aber möglich, Transaktionsgruppen zu bestimmten Einzelpersonen oder juristischen Personen zurückzuverfolgen. Allgemein gesehen ist Bitcoin privat, aber nicht komplett anonym, außer man unternimmt viele zusätzliche Schritte. Damit kann man sie auch als komplett anonyme Währung für geheime Cyber-Verbrechen benutzen. Damit ist Blockchain etwas ganz anderes als andere finanzielle Finanzwerkzeuge wie Bargeld, Kreditkarten und andere Transfermethoden. Zusätzlich bietet sie eine Reihe von Vorteilen.

Bei Blockchain können Verträge ohne einen Mittelsmann abgeschlossen werden. Hierbei erfüllt die Gemeinschaft diese Funktion anstatt eines Angestellten bei der Bank. Das senkt schon einmal die Transaktionsgebühren. Es ist auch ziemlich schwierig und unglaublich teuer, die Transaktionsbedingungen betrügerischerweise zu verändern, da die Mehrheit der Computer im Netzwerk dieselbe Verifizierung für einen Block liefern muss. Das sorgt für exzellente Sicherheit.

Es gibt mehrere Arten von Blockchains. Die meisten benutzen Bitcoin und Ethereum-Coins, die verschiedene Vorteile und Nachteile aufweisen. Diese Kryptowährungen werden aber immer häufiger benutzt, es gibt inzwischen auch gesetzliche Regelungen und die Währungen werden auch häufig schon akzeptiert, um Finanztransaktionen abzuwickeln. Das spielt eine wichtige Rolle dabei, den Wert eines Bitcoins zu erhöhen. Es ist also nicht alles bloß ein Hype.

Wie wird ein Bitcoin bewertet?

NYB: Daten von YCharts.

Bitcoins haben keine Kennzahlen wie Gewinn pro Aktie oder Umsatz, was es für die Investoren etwas schwer macht, sie nicht als eine Blase zu sehen. Es kann auch zugegebenermaßen schwierig sein, den Zweck einer Kryptowährung oder den logischen Grund für einen Wochengewinn von 100 % zu sehen. Aber es gibt mehrere Finanzkennzahlen für Bitcoins und die Konkurrenzprodukte, die den Investoren etwas bekannter vorkommen dürften.

Zum Beispiel hat Bitcoin eine Marktkapitalisierung (42 Milliarden US-Dollar), die berechnet wird, indem man die Zahl der Coins im Umlauf (16,4 Millionen) mit dem Kurs eines einzelnen Coins (2.620 US-Dollar) multipliziert. Obwohl die Zahl der Coins sich im Laufe der Zeit erhöht, wird es schwierig, einen Coin herzustellen, da die Blockchain immer länger wird. Das sorgt dafür, dass weniger nachproduziert werden. Eine höhere Nachfrage für eine begrenzte Ressource erhöht dann den Preis. Ein Teil der Nachfrage wird allerdings von spekulativen Käufen angetrieben. Ein Teil davon ist aber auch auf die wachsende Annahme von Bitcoins beim Kauf von realen Gütern oder als Wertspeicher zurückzuführen.

Wie wird ein Bitcoin geschaffen?

Erinnerst du dich an die Computer, die die Bedingungen von Finanztransaktionen bewerten und die Blockchain aufbauen? Das geschieht in Rekordzeit und wird Mining genannt. Das ist allerdings nur ein cooles Wort dafür, eine digitale Akte anzulegen. Jedes Mal, wenn ein Block vollendet wird, dann werden die Transaktionsgebühren in Form einer neu geschaffenen Kryptowährung ausbezahlt. Diese werden dann in Bruchteilen ausbezahlt und gehen an die Computer, die daran gearbeitet haben. Man profitiert also davon, digitale Sekretärin zu spielen und jedes Mal, wenn ein Block fertig ist, dann bekommt man 12,5 Bitcoins. Wenn man mehr Rechnerpower investiert, dann bekommt man auch mehr Bitcoins.

Es gibt eine begrenzte Zahl von Bitcoins, die geschaffen werden kann.

Wenn der Bitcoin mit Nummer 21 Millionen gemint ist, dann war’s das! Dann werden keine weiteren Bitcoins mehr geschaffen. Es gibt aktuell etwa 16,4 Millionen Bitcoins im Umlauf, was bedeutet, dass nur noch 4,6 Millionen davon hergestellt werden können. Sobald alle gemint sind, kommt der Wert dieses Systems aus den Transaktionsgebühren.

Muss ich Bitcoins minen, um welche zu besitzen?

Nein, du kannst sie oder andere Kryptowährungen auch einfach auf dem offenen Markt an mehreren Börsen kaufen. Die beliebteste Methode ist der Broker Coinbase, die es dir erlaubt, mehrere beliebte Kryptowährungen zu kaufen, zu verkaufen und zu verschenken. Sieh das wie E*TRADE der digitalen Währungen.

Du bekommst wahrscheinlich halbe Bitcoins

Genau wie bei Aktien von öffentlich gehandelten Unternehmen kann man auch Kryptowährungen splitten. Der Unterschied ist, dass das Splitten einer Kryptowährung deutlich komplexer und unsicherer ist als bei Aktien.

Die Details sind sehr kompliziert, aber eine Reihe von Ereignissen im Juli 2017 könnte zu einem Split am 1. August führen. Es gibt verschiedene Ansichten, wie dieser Split vonstatten gehen soll und ob du es glaubst oder nicht, es gibt doch keine Sicherheit darüber, welche Art von Split vorgenommen wird.

Lange Rede kurzer Sinn, selbst in einem Best-Case-Szenario wird es hier eine hohe Volatilität in den kommenden Wochen geben. Im Worst-Case-Szenario könnte das zu einem Exodus aus Bitcoins und anderen Kryptowährungen führen.

Sollte man Bitcoins besitzen?

Man kann nicht abstreiten, dass die Spekulation eine große Rolle bei der Inflation von Bitcoins und anderen Kryptowährungen im Jahr 2017 beigespielt hat. Es ist auch wahr, dass sichtbare Fortschritte erzielt werden und dass somit die Nutzung und die Annahme dieser Finanzwerkzeuge sich erhöhen wird. Wenn Bitcoin oder Ethereum zu einer neuen globalen Infrastruktur für den Transfer von Werten und Finanztransaktionen anwachsen sollten, dann scheint eine Marktkapitalisierung von nur 42 Milliarden US-Dollar für Bitcoins ziemlich billig.

Sollte man also Bitcoins besitzen? Wie bei jeder Investmententscheidung musst du das mit deinen eigenen persönlichen Finanzzielen und deiner Risikotoleranz vereinbaren können. Du wirst dich auch in Kryptowährungen einlesen müssen, bevor du eine Entscheidung treffen kannst. Wenn du Kryptowährungen in dein Portfolio aufnehmen möchtest, dann gelten die Foolischen Investmentprinzipien aber dennoch: langfristig denken.

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

Buffett hat so einige Mega-Milliardeninvestments in seinem Portfolio. Wir haben sie näher analysiert, und angesehen, inwieweit sie sich zum Nachahmen eignen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Visa.

Dieser Artikel wurde von Maxx Chatsko auf Englisch verfasst und am 19.07.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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