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General Electric plant, 2018 den ultimativen 3D-Drucker für Metall auf den Markt zu bringen

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General Electric (WKN:851144) verkündete letzten Monat auf der Paris Air Show, man entwickle den weltgrößten laser-basierten Pulverbettmetall-3D-Drucker. Diese Maschine wird für die Luft- und Raumfahrtindustrie gebaut, wobei es auch Anwendungen in den Bereichen Automotive, Energie, Öl und Gas gibt.

Metall-3D-Druck ist der am schnellsten wachsende Bereich des 3D-Drucks. Die Pulverbett-Technologie mit Lasern ist hierbei das Mittel der Wahl. Das könnten gute Nachrichten für General Electric sein, das Ende letzten Jahres in diesen Bereich eingestiegen ist. Doch gleichzeitig könnte das für andere Unternehmen dieses Bereiches wie 3D Systems (WKN:888346) Probleme bedeuten.

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Der Metall-3D-Drucker

Der 3D-Drucker von GE wird einen Kubikmeter groß sein, wobei Breite, Höhe und Tiefe jeweils einen Meter betragen werden. Das mag einem vielleicht nicht besonders groß vorkommen, für einen 3D-Drucker mit Pulverbett ist es aber riesig – für einen Laser-Drucker ist es sogar sehr groß und für einen Metall-3D-Drucker im Allgemeinen groß. Aktuell scheint Concept Laser, das deutsche Unternehmen, das GE im letzten Jahr übernommen hat, den größten 3D-Drucker in der Industrie, bei dem die laser-basierte Pulverbett-Technologie zum Einsatz kommt, herzustellen. Die Maße dieses Druckers betragen 800 mm x 400 mm x 500 mm.

Das wissen wir über die Pläne von GE:

  • Das Demonstrationsobjekt mit dem Namen Atlas wird im November auf der Formnext in Frankfurt vorgestellt. Der Atlas wird mindestens zwei Kantenmaße von einem Meter haben, und die Technologie von GE mit der Expertise von Concept Laser vereinen.
  • Die Unternehmen, die bei der Entwicklung des Druckers mit GE zusammenarbeiten, werden bis Ende des Jahres Beta-Versionen erhalten.
  • Der 3D-Drucker soll nächstes Jahr auf den Markt kommen; Lieferziel ist Ende 2018. Die Auflösung und Geschwindigkeit soll die anderer Metall-3D-Drucker, die sich aktuell auf dem Markt befinden, übertreffen. Form und Maße sollen skalierbar und individuellen Bedürfnissen anpassbar sein.
  • Der 3D-Drucker soll mit mehreren Metallen umgehen können, unter anderem Titan und Aluminium.

Die massiven Ambitionen von GE

Der neue 3D-Drucker wird von GE Additive gebaut, einem Geschäftsteil von GE, der letztes Jahr gegründet wurde. GE trat damals gerade in den Bereich 3D-Druck ein und investierte mehr als eine Milliarde US-Dollar in Concept Laser sowie ein weiteres europäisches Metall-3D-Druck-Unternehmen.

Damit wurde GE vom weltgrößten Nutzer dieser Technologie zu einem großen Player in diesem Bereich. Die Übernahmen gaben GE – laut dem Brief an die Aktionäre aus dem Jahr 2016 – einen Marktanteil von 20 %. In diesem Brief schrieb GE, man erwarte dieses neue Geschäft durch den Verkauf von Equipment und Dienstleistungen bis zum Jahr 2020 auf einen Umsatz von einer Milliarde US-Dollar zu bringen. Aktuell generiert die Sparte einen Umsatz von 300 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen erwartet auch, dass das neue Geschäft in den nächsten 10 Jahren Produktkosten in Höhe von 3-5 Milliarden US-Dollar sparen wird. Die zwei größten öffentlich gehandelten 3D-Druck-Unternehmen 3D Systems unter Stratasys verdienten im Jahr 2016 jeweils 633 und 672,5 Millionen US-Dollar.

Was das für 3D Systems bedeutet

Stratasys stellt keine Metall-3D-Drucker her, 3D Systems aber schon und diese Drucker fallen auch in dieselbe Kategorie wie die von GE. 3D Systems hat vor einiger Zeit schon damit aufgehört, die Zahlen für das Metall-3D-Drucksegment aufzuschlüsseln. Wir können aber mit großer Sicherheit annehmen, dass es weniger als 10 % der Gesamtumsätze ausmacht.

Der neue 3D-Drucker von GE wird den Wettbewerb für 3D Systems noch schwieriger machen, da es sich dabei um ein zukünftiges Wachstumsgeschäft handelt. GE wird durch seine Übernahmen mit großer Sicherheit den gesamten Markt für Metall-3D-Drucker vergrößern. Das könnte auch das Geschäft von 3D Systems – sollte das Angebot des Unternehmens in Bezug auf Preis und Technologie wettbewerbsfähig sein – beflügeln.

Eine Fußnote: Was GE damit wirklich meint

Es gibt jede Menge ungenauer Informationen zu dieser Geschichte, wobei GE für einen Großteil davon selbst verantwortlich ist. Klären wir die Sache einmal auf.

  • Der Drucker von GE wird nicht der weltgrößte Metall-3D-Drucker sein und auch nicht der größte verfügbare – wie das Unternehmen in einem Artikel vom 20. Juni behauptete.
  • Der Drucker von GE wird nicht der größte und auch nicht der größte verfügbare Laser-Pulver-3D-Drucker sein, wie in einer Presseerklärung am 22. Juni behauptet wurde.
  • Concept Laser stellt auch nicht den weltgrößten Metall-3D-Drucker her, wie in einem Video am 2. Juni von GE Reports behauptet wurde.

Diese Behauptungen wären für mehrere Unternehmen neu, wie etwa das private Unternehmen Optomec, das Metall-3D-Drucker herstellt, die in dieselbe Kategorie fallen. Diese benutzen aber nicht die Pulverbett-Technologie. Der LENS 850-R misst laut der Unternehmenswebseite 900 mm x 1.500 mm x 900 mm. Damit ist dieser Drucker um 20 % größer als der geplante 3D-Drucker von GE. Ironischerweise hat GE vor über einem Jahr auch in Optomec investiert.

Hätte GE bitte die Güte, etwas genauer zu recherchieren? Die Investoren brauchen nämlich genaue Informationen.

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The Motley Fool besitzt Aktien von General Electric. The Motley Fool empfiehlt 3D Systems und Stratasys.

Dieser Artikel wurde von BEth McKenna auf Englisch verfasst und am 18.07.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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