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Buffett mag die meisten Hedgefonds-Manager nicht – außer diese

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Buffett hat nur selten etwas Gutes über Hedgefonds-Manager zu sagen, aber er macht eine Ausnahme für die beiden, die er für sein eigenes Unternehmen angeheuert hat. Todd Combs und Ted Weschler haben Hedgefonds gemanagt, bevor sie bei Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2) angefangen haben. Zusammen managen sie Vermögenswerte im Wert von 21 Milliarden US-Dollar. Verglichen mit dem, was sie bei einem Hedgefonds verdienen könnten, verdienen sie hier aber fast nichts.

Im Laufe der Jahre gab Buffett immer wieder einige Details über ihre Vergütung heraus. Er merkte einmal an, dass jeder nur 1 Million US-Dollar Basisgehalt plus 10 % der generierten Renditen verdienen, die über dem S&P 500 liegen. Wenn beide den Markt um 1 Prozentpunkt überholen, dann könnten sie 21 Millionen US-Dollar an jährlichen Bonuszahlungen verdienen.

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Das klingt nach viel, aber ihre Vergütung erblasst im Vergleich zu dem üblichen Hedgefonds Modell. Hedgefonds arbeiten normalerweise unter dem Gebührenmodell 2/20. Dabei nimmt der Manager eine Managementgebühr von 2 % der gemanagten Vermögenswerte plus 20 % der Renditen. Berkshire bezahlt effektiv 0,01 und 10 %, was deutlich weniger ist als die Gebühr eines normalen Hedgefonds.

Die Macht der Anreize

Buffett und Charlie Munger haben sehr viel Zeit darauf verwendet, die Anreize ihrer Mitarbeiter und deren Vergütung mit den richtigen Anreizen zu versehen. Das zeigt sich in der Art und Weise, wie Berkshire seine Portfoliomanager bezahlt.

Bonuszahlungen werden über einen Zeitraum von drei Jahren ausbezahlt und 20 % der Boni hängen von der Performance des anderen Portfoliomanager ab. Buffett sagt, dass wenn ein Teil ihrer Vergütung an die Performance des anderen gekoppelt ist, Combs und Weschler mehr Grund dazu haben zusammenzuarbeiten, anstatt gegeneinander.

Ein Dreijahreszeitraum für das messen der Performance ist nicht einzigartig, aber es schafft eine wichtige Anreizstruktur für die beiden. Kein Manager hat den Anreiz, riskante Geschäfte abzuschließen, um die Entwicklung des Index zu erreichen, wenn die Renditen gerade niedriger sind. Zusätzlich haben sie keinen Anreiz, ihre Portfolios zu liquidieren und nichts zu tun, wenn sie vor dem S&P 500 liegen. Ob sie den Markt pulverisieren oder ihm hinterherlaufen, die Performance in einem bestimmte Quartal oder Jahr wird sich im Laufe der Zeit immer ausgleichen. Mal gewinnt man, mal verliert man und die Performance der Vergangenheit ist irrelevant für die Anreize nach drei kurzen Jahren.

Buffett stellte auch heraus, dass die beiden ihre Portfolios ausbauen konnten, weil er ihnen mehr Geld zum investieren gegeben hat und weil sie ihre eigenen Gewinne auch behalten. Dadurch können sie vom Zinseszinseffekt auf die eigene Gewinne profitieren, wenn die Performance des Portfolios stark bleibt. Ihr langfristiges Denken spielt also eine indirekte Rolle dabei, wie sie die Milliarden von Berkshire verwalten.

Kostengünstiges Hedgefonds-Modell

Weder die Aktionäre noch die Portfoliomanager von Berkshire sollten etwas an diesem Vergütungsmodell auszusetzen haben. Wenn die Manager gute Leistung bringen, dann schlägt das Portfolio von Berkshire den S&P 500. Wenn die Manager keine gute Leistung bringen und noch andere Kostenfaktoren dazu kommen, dann zahlt Berkshire in etwa dasselbe wie für einen kostengünstigen Indexfonds.

Abgesehen von der direkten Vergütung für die Manager sind die Kosten minimal. Buffett merkte in einem Interview mit CNBC an, dass Combs zwei Analysten hat, die für ihn arbeiten, aber in New York sitzen. Weschler hat einen Assistenten in Charlottesville, VA, wo er die halbe Woche wohnt, wenn er nicht in Omaha ist. Daher sind alle Ausgaben für Recherche und andere Zwecke vernachlässigbar klein, wenn man bedenkt, dass die beiden 21 Milliarden US-Dollar managen.

Ob die Portfoliomanager von Berkshire mit Buffett gleichziehen können, bleibt abzuwarten. Buffett hat aber gezeigt, dass er bei der Auswahl von Managern so zuverlässig ist wie bei der Auswahl von Aktien. Ein inzwischen berühmter Artikel aus dem Jahr 1984 erklärt, dass eine kleine Gruppe von Investoren, die Buffett genau kennt, eine Performance geschafft hat, die den Index jahrzehntelang geschlagen hat. Grund dafür ist das wertorientierte Rahmenprogramm, das Buffett selbst einsetzt.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway.

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