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PayPal ist der klare Gewinner der erweiterten Partnerschaft von Apple

Foto: PayPal.

Anfang der Woche verkündete PayPal (WKN:A14R7U), man habe die aktuell bestehende Partnerschaft mit Apple (WKN:865985) erweitert, um die Dienste des Zahlungsanbieters bei den Diensten von Apple in 11 neuen Märkten anzubieten. PayPal gibt es als Zahlungsoption bereits für die amerikanischen Nutzer. Nutzer in den zusätzlichen Märkten, Großbritannien, Kanada, Mexiko, Australien, Österreich, Frankreich, Deutschland, Israel, Italien, Niederlanden und Spanien können sich jetzt aussuchen, ob sie PayPal als Zahlungsmethode auf iTunes, dem App-Store und iBooks benutzen wollen. Dazu gehören auch Abonnements wie Apple Music oder die iCloud.

Das scheint ein einseitiger Deal zu sein, da PayPal hier der klare Gewinner zu sein scheint. Es ist keine Überraschung, dass die Aktie von Paypal als Antwort auf diese guten Nachrichten auf ein Allzeithoch gesprungen ist.

Warum macht Apple das?

Den internationalen Nutzern verschiedene Zahlungsoptionen zu geben, ist kein schlechter Schachzug, zumindest für die Kunden. PayPal diese Integration zu gewähren, scheint auch nicht kontraproduktiv zu den Ambitionen von Apple zu sein. Gleichzeitig versucht Apple gerade alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um Apple Pay zu verbreiten. Es ist seltsam, dass das Unternehmen jetzt eine Alternative zulässt, die diese Bemühungen unterminieren könnte, selbst wenn es benutzerfreundlich ist.

Die Sparte Dienste von Apple ist inzwischen ein globales Geschäft mit 25 Milliarden US-Dollar Umsatz. Daher ist das ein großer Gewinn für PayPal, das jetzt auch in neue digitale Märkte vorstoßen kann, selbst wenn es nur einen kleinen Teil dieser Transaktionen abwägen kann.

Apple Pay bietet aber auch keinen wirklichen Vorteil beim Kauf von digitalem Content, abgesehen davon, dass man eine Kreditkarte dort hinterlegen kann. Das wahre Potenzial von Apple Pay und damit die größere Bedrohung für PayPal liegt in anderen Bereichen, besonders bei mobilen Internetseiten, die ein Problem für den Vertriebskanal der Unternehmen sind und die Käufe über Smartphones und Tablets schwierig machen. Kreditkarteninformationen auf mobilen Geräten einzugeben, ist ein Problem. Das könnte auch der Grund sein, warum Apple willens ist, die PayPal-Integration zu erweitern. Der Nachteil ist nämlich nicht so groß, wie er auf den ersten Blick scheint.

Es ist kompliziert

Apple Pay bereitet sich gerade vor, in den Bereich Peer-to-Peer-Zahlungen einzudringen. Das ist eine direkte Bedrohung für PayPal und dem beliebten Tochterunternehmen Venmo. PayPal spielt diese Vorbehalte herunter und argumentiert, dass das Unternehmen auf allen Plattformen immer noch alle Argumente auf seiner Seite habe.

Du wirst dich vielleicht auch daran erinnern, dass Apple vor ein paar Jahren sauer auf PayPal war, weil das Unternehmen eine Partnerschaft mit Samsung eingegangen war. Der Fingerabdruckscanner des Galaxy S5 wurde hierfür für die Authentifizierung benutzt. Apple schloss PayPal daraufhin von Apple Pay aus. Es scheint, als hätte Apple im Konkurrenten vergeben.

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The Motley Fool hält und empfiehlt Apple und PayPal Holdings.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu, CFA auf Englisch verfasst und am 14.07.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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