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Teurer als Tesla: Die ganz andere Art Autoaktien zu bewerten

Bildquelle: Tesla

Was machen Autohersteller noch mal gleich? Ach ja, Autos herstellen.

Was erst einmal trivial klingt, kann einem eine Menge über Autoaktien verraten. Wie sich dabei die deutschen Schwergewichte VW (WKN:766400), BMW (WKN:519000) und Daimler (WKN:710000) im Vergleich mit Tesla (WKN:A1CX3T) und anderen ausländischen Konkurrenten schlagen, und was die Börse davon hält, erfährst du hier.

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Ganz viele bunte Autos

Wer sich für die Größenordnung von Autoherstellern interessiert, der sollte sich einerseits genauer anschauen, wie viele Autos jedes Jahr verkauft werden, aber auch wie das die Börse bewertet. Zwar gibt es meistens noch ein paar weitere Geschäftsbereiche, die Umsätze generieren und somit ist der Vergleich nicht perfekt, aber die Haupteinnahmequelle ist dennoch immer der Automobilabsatz.

Ein kurzer Vergleich bringt Interessantes zutage:

Hersteller Absatz 2016 in Einheiten Marktkapitalisierung in Mrd. Euro Multiple
VW 10,3 Mio. 70,3 6,8
BMW 2,4 Mio. 53,1 22,1
Daimler 2,2 Mio. 68 30,9
Tesla 76.230 45 590,3
Ferrari 8.104 14,2 1.752,2
Toyota 8,7 Mio. 154,6 17,8
Fiat Chrysler 4,7 Mio. 15 3,2

Multiple aus Marktkapitalisierung geteilt durch Absatz, Quelle: Absatzzahlen Geschäftsberichte und Marketwired, Börse Frankfurt

Wie man sieht sind die Spannen gigantisch. Die verschiedenen Autohersteller setzen pro Jahr zwischen 8.104 und 10,3 Mio. Autos ab und werden dafür am Markt mit Börsenwerten von 14,2 Mrd. bis zu mehr als dem Zehnfachen bewertet.

Dabei sollte man im Blick behalten, dass für den Erfolg am Ende vor allem noch zwei weitere Dinge abgesehen vom Absatz wichtig sind. Erstens der Preis, der pro verkauftem Auto erzielt wird, und somit mit dem Absatz multipliziert, den damit erzielten Umsatz ergibt. Zweitens die Gewinnspanne, also was tatsächlich nach allen Ausgaben vom Umsatz übrig bleibt.

Das Multiple verrät die unterschiedlichen Erwartungen

Genau die Gewinnspanne ist es, die hier einiges erklärt, wenn man näher hinsieht. Zwischen den großen Massenherstellern VW, Toyota (WKN:853510) und Fiat Chrysler Automobiles (WKN:A12CBU) gibt es auch beachtliche Unterschiede zwischen den Absatzzahlen. Noch interessanter, gemessen an der Marktkapitalisierung ist Toyota zehnmal so groß wie Fiat Chrysler, verkauft aber nur circa doppelt so viele Autos. Da beide pro Auto relativ ähnliche Umsätze machen sind die Erwartungen an die Gewinnmarge radikal unterschiedlich.

Toyota ist schon lange als ein hocheffizienter Hersteller mit hervorragender Produktqualität bekannt, der sich einen soliden Aufpreis bei seinen Autos erlauben kann. Fiat Chrysler plagen noch die ein oder anderen Qualitätsprobleme und das Unternehmen muss im Zuge seiner Restrukturierung noch immer große Industrieschulden abbauen, welche momentan noch die Profitabilität belasten. VW hingegen produziert verhältnismäßig teuer und leidet besonders in seiner Kernmarke unter mittelmäßigen Margen, das erklärt das niedrige Multiple im Vergleich zu Toyota. Von allen dreien hat so betrachtet eindeutig Fiat Chrysler das größte Potential positiv zu überraschen.

Daimler und BMW sind mit einem deutlich höheren Multiple bewertet, als die Massenhersteller. Das ist nur logisch, denn ihre hohe Qualität und bekannten Marken erlauben satte Preise und dazu auch noch gute Margen. Derzeit wird Daimler allerdings ein gutes Stück höher als BMW bewertet, umsatzbereinigt schmilzt dieser Unterschied allerdings wieder weg, was daran erinnert, dass diese Art Autohersteller zu vergleichen nicht überall eine sinnvolle Anwendung findet.

Zu guter Letzt gibt es noch die zwei Ausreißer, Tesla und das sogar noch höher bewertete Ferrari (WKN:A2ACKK). Hier ist interessant, dass diese zwei Unternehmen aus sehr unterschiedlichen Gründen ein viel höheres Multiple als alle anderen Hersteller aufweisen. Bei Ferrari ist das die unglaubliche Profitabilität, die man mit den Luxusautos erzielen kann. Bloomberg hat einen operativen Gewinn pro verkauftem Auto von circa 80.000 Euro errechnet. Gigantisches Wachstum werden sich Anleger nicht erhoffen, schließlich hält Ferrari bewusst das Angebot künstlich knapp und erhöht die Produktion jedes Jahr nur minimal.

Tesla hingegen schreibt technisch gesehen noch satte Verluste pro verkauftem Auto, auch wenn viele unter diesen Zahlen attraktive operative Margen erkennen. Hier zählt an der Börse in erster Linie das zukünftige Wachstum, denn im Gegensatz zu all den anderen Autoherstellern hat nur Tesla das Potential seinen Absatz in den kommenden Jahren um ein Vielfaches zu steigern.

Wie man sieht, gibt es manchmal interessante Einblicke, wenn ein bisschen spielerischer mit den gängigen Zahlen umgegangen wird. Die Börse behandelt jeden Autohersteller anders und dafür gibt es gute Gründe.

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Marlon Bonazzi besitzt Aktien von Tesla. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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