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Aktien im Rückblick: FED-Chefin treibt DAX über 12.600 Punkte, Stellenstreichungen bei der Commerzbank, Wirecard erhöht Prognose

Foto: Matt Koppenheffer

In der vergangenen Handelswoche stiegen weltweit die Aktienkurse, nachdem die US-Notenbankchefin Janet Yellen Sorgen vor einer unerwartet starken Straffung ihrer Geldpolitik zerstreut hatte. Der DAX überwand am Mittwoch die Marke von 12.600 Punkten und kann einen deutlichen Wochengewinn verbuchen.

Was war an der Börse los?

Die Börsenampeln standen am Montag auf „Grün“: Moderate Gewinne an der Wall Street und ein Euro-Kurs, der sich wieder unter 1,14 US-Dollar einpendelte, verhalfen dem DAX (WKN:846900) zu einem Aufschlag von 0,5 % auf 12.446 Punkte.

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Den größten Tagesgewinn im deutschen Leitindex verbuchte die Aktie von E.ON (WKN:ENAG99), die sich um 2,0 % verteuerte. Markbeobachter begründeten das Kursplus mit einem positiven Analystenkommentar: Der Parkettastrologe eines britischen Bankhauses hatte darauf hingewiesen, dass der Energiekonzern nach der vom Verfassungsgericht angeordneten Erstattung der Atomsteuer Spielraum für Dividendenerhöhungen habe.

Am Dienstag sorgten nach einem zunächst freundlichen Handel neue Nachrichten zur Russland-Affäre um US-Präsident Donald Trump und ein anziehender Euro-Kurs am Nachmittag für schlechte Stimmung. Der DAX gab seine zwischenzeitlichen Gewinne wieder ab, drehte in den roten Bereich und ging beim Stand von 12.437 Zählern mit einem kleinen Verlust von 0,1 % in den Feierabend.

Im TecDAX (WKN:720327) machten die Anteilscheine von Wirecard (WKN:747206) mit einem Kursanstieg von 2,9 % auf sich aufmerksam. Der Zahlungsabwickler hatte zuvor sein Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr angehoben.

Am Mittwoch trieb Janet Yellen die Aktienkurse nach oben. Eine weltweit mit Spannung erwartete Rede der US-Notenbankchefin zur Zinspolitik wurde von der Mehrheit der Zentralbankbeobachter positiv aufgenommen. Der Zustand der US-Wirtschaft, so die Interpretation der FED-Watcher, wird von der Notenbank als stark genug eingeschätzt, um Zinserhöhungen im bereits erwarteten Zeitrahmen zu verkraften. Eine stärkere Straffung der Geldpolitik hielt die FED derzeit nicht für nötig, hieß es weiter. Der DAX begab sich nach Yellens Äußerungen auf eine Klettertour, überwand die 12.600er-Marke und legte 1,5 % auf 12.627 Punkte zu.

Die Kaufempfehlung eines deutschen Geldhauses, die mit einem knackigen Kursziel garniert worden war, verhalf den Anteilscheinen der Deutschen Post (WKN:555200) zu einem Kursgewinn, der deutlich über dem ohnehin gut laufenden Gesamtmarkt lag: Die Aktie Gelb zog um 2,7 % an.

Nach der Klettertour vom Mittwoch legte der DAX am Donnerstag eine Verschnaufpause ein. Beim XETRA-Schluss notierte der Index mit 12.641 Zählern nur 0,1 % höher. Ganz oben in der DAX-Liste landete die Commerzbank (WKN:CBK100), deren Papiere 2,7 % zulegten. Das Geldinstitut hatte zuvor eine Einigung mit dem Betriebsrat über den Abbau einiger tausend Arbeitsplätze bekannt gegeben.

Am Freitag sah es am späten Nachmittag danach aus, als könne der DAX einen Großteil seiner Gewinne mit ins Wochenende retten. Um 16:20 Uhr notierte der Index lediglich 0,2 % schwächer.

Wie geht es weiter?

Am Montag (17.07.) werden in den USA einige Quartalsergebnisse vorgelegt: Es berichten u. a. Netflix und BlackRock.

Am Dienstag (18.07.) nimmt die US-Berichtssaison endgültig Fahrt auf: Die Bank of America, Goldman Sachs, IBM, Johnson & Johnson, Harley Davidson und Lockheed Martin öffnen ihre Bücher für die Analysten.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Johnson & Johnson und Netflix.

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