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Die Anzeichen mehren sich: BMW, VW und Daimler werden gestärkt aus der Elektro-Revolution hervorgehen

Foto: BMW AG

Für die deutschen Autobauer schien es in den letzten Jahren dicke zu kommen. Von allen Seiten brach neuer Wettbewerb in ihr Territorium ein: Chinesen und Inder sowie Tesla und ein ganzes Heer an neuen Elektro-Marken. Zudem entstand fast der Eindruck, dass das Silicon Valley mit Leichtigkeit den Markt mit seinen krakenartigen Plattformen übernehmen könnte.

Aber die aufgeschreckten etablierten Hersteller gaben keinesfalls klein bei, allen voran die deutschen. Stattdessen bliesen sie zum Gegenangriff und investierten zig Milliarden in neue Technologien und eigene digitale Angebote. Deshalb stehen die Chancen gar nicht so schlecht, dass sie auch aus dieser Phase gestärkt herauskommen.

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Der lange Weg zur Elektromobilität

Als die Verkäufe im Zuge der Finanzkrise vor knapp einer Dekade schlagartig einbrachen, sprang die Politik tatkräftig ein. Über eine Abwrackprämie sollte der in die Jahre gekommene Fahrzeugpark modernisiert werden und über die Lancierung von millionenschweren Forschungs- und Entwicklungsprojekten die Wettbewerbsfähigkeit der Autobauer langfristig gestärkt werden.

Das hat wirtschaftlich offenbar gut funktioniert: Volkswagen (WKN:766403) errang zwischenzeitlich die Marktführerschaft, während die hochprofitablen Hersteller BMW (WKN:519000) und Daimler (WKN:710000) von Absatzrekord zu Absatzrekord eilen. Einziger Wermutstropfen: Trotz aller Entwicklungsanstrengungen rund um den elektrischen Antriebsstrang sieht das Ergebnis auf unseren Straßen eher mau aus. Dort dominieren wie seit Jahrzehnten rußend und feinstaubend die Otto- und Dieselmotoren.

Obwohl aus ihrer Spitzenstellung im Premiumsegment eine gewisse Erwartungshaltung folgt, überließen sie bisher das Feld weitgehend der Konkurrenz. Selbst in den einheimischen Zulassungsstatistiken sind regelmäßig asiatische und französische Modelle vorne in den Elektro-Kategorien.

Man könnte also wirklich meinen, dass die vermeintlich trägen deutschen Hersteller den Anschluss verpassen und sich vorführen lassen. Aber mittlerweile frage ich mich, wie stark eigentlich die Konkurrenz wirklich ist.

Die Luftschlösser der Herausforderer

Ankündigungen und spektakuläre Konzept gab und gibt es mehr als genug: nanoFlowcell aus der Schweiz, Lightyear aus Holland, Fisker aus den USA und ein paar Dutzend weitere. Die chinesisch geführte Borgward hat kürzlich sogar den Aufbau einer kleinen Fertigung in Bremen angekündigt.

Das ist alles schön anzusehen und teilweise sogar inspirierend, aber echte Konkurrenz entsteht so kaum. Viele Träume sind auch bereits geplatzt; zuletzt hieß es, Faraday Future habe Finanzierungsprobleme, die Pläne für eine Milliardeninvestition in Nevada seien eingestampft worden. Es gehört einfach viel mehr dazu, ins Autogeschäft einzusteigen, als die bloße Ingenieursleistung. Diese Lehre mussten anscheinend auch Apple (WKN:865985), Alphabet (WKN:A14Y6F) und Co. machen.

Im Größenwahn kündigten sie an, die Mobilität der Zukunft bestimmen zu wollen. Selbst die Taxizentrale Uber will sich zum Technologiekonzern aufschwingen, der den Etablierten zeigt, wie es richtig geht. Bis heute haben wir aber nur wenig Konkretes gesehen. Hier ein etwas unbeholfener Testträger, dort eine mehr oder weniger intelligente Technologie. Dass sie über Partnerschaften und mit schlauen Modulen einen Fuß in den Markt bekommen können, will ich gar nicht bezweifeln. Aber eine eigenständige Fahrzeugfertigung samt Vertriebs- und Servicekonzept ist schon nochmal etwas Anderes.

Aus China schien sich daneben der große Batterie- und Fahrzeughersteller BYD (WKN:A0M4W9) lange Zeit zu einem gefährlichen Wettbewerber zu entwickeln. Aber die Jahre ziehen sich hin und passiert ist nicht viel. Internationale Erfolge beschränken sich weitgehend auf das Geschäft mit Elektrobussen.

Letzten Monat habe ich mir auch mal die traditionsbewusste indische Mahindra-Gruppe angeschaut, die sich mit dem Slogan „Rise“ ambitioniert gibt. Aber trotz Formula-E-Teilnahme sind die Expansionspläne des Elektrokleinwagen-Pioniers eher bescheiden.

Was tatsächlich bleibt

Auch wenn Tesla (WKN:A1CX3T)-Bären bei jedem kleinen Rückschlag schon den Abgesang ankündigen: Mit den Amerikanern ist weiterhin zu rechnen. Elon Musk hat es bisher immer verstanden, genug Wind zu machen, um seinen Traum weiterzuführen. Bereits heute hat er im Oberklassesegment gute Marktanteile erobert.

Nicht zu vernachlässigen ist auch ein chinesisches Pendant namens NextEV/NIO, das unter anderem von Baidu (WKN:A0F5DE) Rückendeckung bekommt und wie Mahindra in der Formula-E-Serie auf sich Aufmerksam macht.

Vielleicht wird noch eine Handvoll von weiteren neuen Herstellern den Sprung zur Großserienfertigung schaffen. Aber damit könnten VW und Co. umgehen. Denn wo neue Konkurrenten hinzukommen, da geben auch alte auf. General Motors (WKN:A1C9CM) zieht sich aus Europa und anderen Märkten zurück, Mitsubishi tauchte in der Renault-Nissan-Allianz unter, Opel bei Peugeot (WKN:852363) und selbst die einst so aggressive Hyundai-Kia-Gruppe ist etwas zahmer geworden. Der Vorstoß ins Luxussegment scheint zumindest in Europa vorerst gescheitert.

Mehr Optimismus ist durchaus gerechtfertigt

Statt den Zug in die neue Welt der Mobilität selbst anzuführen, wie es sich gehört, haben Mercedes, BMW und VW die Bühne anderen überlassen und lieber hinter dem Vorhang am zukünftigen Produktionsprogramm getüftelt.

Irgendwie habe ich aber den Eindruck, dass andere auch nicht allzu viel auf die Beine gestellt bekommen haben. Klar, Tesla ist eine große Geschichte und auch aus China wird wahrscheinlich Ernstzunehmendes kommen. Aber letztlich dürfte sich die Wettbewerbssituation für die Massen-Premiumhersteller gar nicht so wahnsinnig ändern.

Diese haben seit Beginn der Finanzkrise zig Milliarden Euro in die Erforschung, Entwicklung und Akquise von Technologien gesteckt und bereiten jetzt ihre lange erwarteten gewaltigen Modelloffensiven vor. Dagegen muss ein Neuankömmling erst einmal ankommen — selbst wenn er so tiefe Taschen wie Google hat.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. Suzanne Frey ist eine Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Vorstand von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A- und C-Aktien), Apple, Baidu und Tesla. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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