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Wie die OPEC über die Ölpreise denkt

Quelle: The Motley Fool

Die Organisation der Öl-exportierenden Länder (OPEC) spielt auf den internationalen Energiemärkten eine wichtige Rolle. Das Kartell zählt 13 Mitglieder, zu denen die Nationen am Persischen Golf wie Saudi-Arabien, der Iran und Irak gehören sowie fünf afrikanische Länder und zwei Länder im Norden von Südamerika. Aufgrund dieser Diversität ist es für das Kartell manchmal schwierig, mit einer Stimme zu sprechen. Die OPEC vertritt aber, wie es sich in der Vergangenheit beispielsweise während des Öl-Embargos in den Siebzigern schon gezeigt hat, eine bestimmte Philosophie. Das gibt uns Aufschluss darüber, wie die OPEC in Zukunft reagieren könnte.

Brent Ölpreis, Daten von YCharts.

Die Vorgeschichte

Die Mission der OPEC macht klar, dass das Kartell eine aktive Rolle auf den Ölmärkten spielen möchte. Das Ziel der OPEC besteht darin, die Politik der Mitgliedsländer zu koordinieren und zu bündeln, um eine Stabilisierung der Ölmärkte zu erreichen, und damit effizienten, ökonomischen und regelmäßigen Nachschub an Rohöl an die Kunden sicherstellt. Zusätzlich soll ein stetiges Einkommen für die Produzenten und eine faire Rendite für die Investoren der Ölindustrie generiert werden. Viele der Mitgliedsländer sind Kolonien der westlichen Mächte wie Großbritannien, Frankreich, Portugal und Spanien. Die OPEC setzt sich für das Recht aller Länder ein, eine permanente Souveränität über ihre Rohstoffe auszuüben.

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Zum ersten Mal ergriff die OPEC aggressive Maßnahmen während der 70er Jahre, als die arabischen Länder 1973 ein Öl-Embargo durchsetzten. Das führte dazu, dass der Ölpreis auf den globalen Märkten stark anstieg, während es im Iran im Jahr 1979 zu einer Revolution kam. Das führte zu großer Besorgnis um die Ölversorgung und trieb die Preise weiter nach oben. Nachdem Öl den größten Teil des 20. Jahrhunderts für weniger als 10 US-Dollar pro Barrel gehandelt wurde, stieg der Ölpreis bis zum Jahr 1980 auf 40 US-Dollar pro Barrel.

In den 80ern fielen die Ölpreise wieder, da die Maßnahmen zur Reduzierung der Nachfrage Wirkung zeigten. Die OPEC antwortete mit einer Kappung der Produktion, die auf die Mitgliedsstaaten aufgeteilt wurde. Gleichzeitig versuchte die OPEC ihre Bemühungen mit Nicht-OPEC-Länder zu koordinieren, um eine größere Stabilität auf dem Energiemarkt herbeizuführen. Während der 90er Jahre kam es zu keinen größeren Preissteigerungen, was teilweise daran lag, dass die OPEC die größeren Auswirkungen des ersten Golfkriegs Anfang der 90er Jahre etwas im Zaum hielt.

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Gemischte Erfolge

Die OPEC antwortete auf diese Schwäche der Ölpreise mit Preiszielen für die globalen Märkte. Die Idee dahinter war, dass die OPEC mit ihrer Politik hart bleiben würde, solange die Rohölpreise innerhalb dieses Bereiches blieben. Die OPEC würde dann – wenn die Preise außerhalb dieses Bereiches fallen würden – Maßnahmen ergreifen, um die Produktion zu erhöhen oder zu reduzieren. Mitte der 2000er Jahre, als die chinesische Wirtschaft zu massiven Ölpreiserhöhungen führte, fiel diese Politik weg, da der Bedarf stark gestiegen war.

Die Produktionsziele der OPEC funktionieren nicht immer. Obwohl das Kartell bestimmte Ziele vorgibt, übersteigt die Produktion oft dieses Niveau. Das deutet schon an, dass einige Länder mit ihrer Fördermenge nicht zufrieden sind.

Was die OPEC jetzt macht

Ende letzten Jahres beschloss die OPEC eine langfristige Strategie, um die Fördermenge zu kappen. Damit möchte man eine Steigerung der Preise erreichen. Diese Maßnahme war selbst unter den Mitgliedsländern kontrovers, da Großproduzenten wie Saudi-Arabien argumentierten, diese Strategie würde es den Produzenten mit hohen Kosten erlauben, weiter profitabel zu arbeiten. Das große Angebot auf dem Markt könnte zu einem erneuten Kurseinbruch wie im Jahr 2015 und Anfang 2016 führen, als der Ölpreis auf unter 30 US-Dollar pro Barrel gefallen war.

Eine wichtige Frage für die OPEC ist, ob die Nicht-Mitgliedstaaten darauf ansprechen werden. Die Experten erwarten eine erhöhte Produktion von den USA, Kanada und Brasilien; Russland hält auch noch viele Trümpfe in der Hand und kann die Zukunft des Ölpreises mitbestimmen. Wenn Schieferöl weiterhin wirtschaftlich bleibt, dann muss die OPEC damit rechnen, dass sich ein großer Teil der Produktion außerhalb ihrer Kontrolle befindet. Das könnte es dem Kartell erschweren, die strategischen Ziele langfristig zu erreichen.

Die meisten Analysten glauben, dass sich die OPEC auf einem schmalen Grat zwischen einer Unterstützung der Ölpreise befindet, während man gleichzeitig vermeiden möchte, dass die Preise zu sehr steigen. Dadurch hofft das Kartell, dass jene Produzenten, die es nicht kontrollieren kann, die Produktionskapazitäten nicht schlagartig erhöhen werden. Gleichzeitig versucht man den Mitgliedstaaten genug Cashflow zu geben, um finanziell gesund zu bleiben.

Die OPEC hat große Auswirkungen auf den Rohölmarkt und wird ihren Einfluss im Energiesektor weiterhin geltend machen. Das Kartell verfügt zwar nicht über die volle Kontrolle, aber die Energie-Investoren sollten genau aufpassen, was die OPEC macht.

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Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger auf Englisch verfasst und am 10.07.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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