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Waymo und Apple haben ihre Partner für autonome Autos gewählt

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Wie sah deine letzte Erfahrung mit einer Autovermietung aus? Das Gepäck in einen Bus hieven, in der Schlange warten, Hunderte Euro zahlen, nur um ein paar Tage in einem Corolla (das soll keine Kritik an dem Corolla sein) herumzufahren.

Obwohl es so aussieht, als ob die aufkommenden autonomen Autos den Autovermietungen das gleiche Schicksal bescheren wie es Kodak und CD-Player erlitten haben, scheinen die Geschichten über den Untergang dieser Unternehmen doch etwas übertrieben.

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Ende Juni kündigte Waymo, ein Tochterunternehmen von Alphabet (WKN:A14Y6F) an, dass es eine Partnerschaft mit Avis (WKN:A0KEE9) eingeht. Avis soll die 600 Autos umfassende Flotte von Chrysler Pacificas in Phoenix in Stand halten.

Am gleichen Tag wurde bekannt, dass auch Apple (WKN:865985) eine Partnerschaft mit einer Autovermietung eingegangen ist, nämlich mit Hertz (WKN:A2ALSZ). Apple will mehrere Lexus RX 450s von Hertzs Donlen-Flotte leasen. Die Aktien von Avis und Hertz stiegen aufgrund dieser Nachrichten.

Was steckt dahinter?

Es scheint so, als ob die Technologieriesen die profanen Probleme wie Reifenwechsel, Ölwechsel, Luftdruck messen oder einen Parkplatz finden (Ich wohne in LA, daher kann ich das verstehen) nicht selbst in die Hand nehmen wollen.

Wie ich bereits an anderer Stelle schrieb, konzentrieren sich Waymo und Apple allein auf die Sensoren und Software, die in den autonomen Autos steckt. Sie produzieren selbst keine Fahrzeuge, wie es Tesla (WKN:A1CX3T) beispielsweise tut. Waymo und Apple testen ihre autonomen Technologien auf öffentlichen Straßen. Nun merken sie, dass die Instandhaltung, die Logistik und das Parken einer so großen Flotte zu aufwendig sind, um es selbst zu erledigen. Und hier kommen Avis und Hertz ins Spiel.

Waymos Vertrag

Die finanziellen Einzelheiten sind nicht öffentlich, aber die Vereinbarung zwischen Avis und Waymo scheint größer zu sein. Waymo ist Eigentümer aller Fahrzeuge (Apple hingegen least die Autos von Hertz) und zahlt Avis einen Betrag für die Instandhaltung der Autos. Avis wird im Gegenzug bestehende Einrichtungen renovieren, um die Minivans von Waymo zu schützen und unterzubringen, sowie Arbeitsorte für die Mitarbeiter von Avis zu schaffen, die regelmäßige Arbeiten wie Ölwechsel, Reinigung, Reifenwechsel usw. an den Autos vornehmen. Die Ingenieure von Waymo kümmern sich um die Sensoren und Technik.

Von besonderem Interesse für Waymo ist Avis Tochtergesellschaft Zipcar. Diese bietet On-Demand Autovermietungen an. Avis kaufte das Unternehmen 2013 zurück. In den USA, Europa und Kanada hat das Unternehmen mehr als eine Million Mitglieder. In der Vergangenheit wurde Zipcar als disruptive Gefahr für die Autovermietungsbranche gesehen. Nun sind es autonome Autos. (Notiz an mich selbst: Autovermietung ist ein hartes Geschäft)

Der neue Vertrag wirft aber einen Schatten auf die Partnerschaft mit Lyft, die Anfang des Jahres bekannt gegeben wurde. Obwohl Lyft massenweise Daten hat, hat es keine Gebäude oder eben Autos. Das obliegt der Verantwortung der Fahrer.

Waymo scheint das jedoch nicht zu stören. Da es vermutlich die beste Selbstfahrtechnologie besitzt und jeder Automobilhersteller, Mitfahrdienst und jede Autovermietung Angst hat, zurückzubleiben, kann Waymo viele nicht-exklusive Partnerschaften eingehen.

Wege in die Zukunft

Die Partnerschaft zeigt jedoch, dass sowohl Automobilhersteller als auch Autovermietungen immer noch einen Platz in der aufregenden neuen Welt selbstfahrender Autos haben. Obwohl Google und Apple viel Geld in die autonome Technologie stecken, hat Apple seine Pläne zu den Akten gelegt, ein eigenes Auto zu bauen (zumindest vorübergehend). Dies bedeutet, dass die Automobilhersteller auch in Zukunft Autos bauen – nur eben mit der Technologie aus dem Silicon Valley.

Es scheint auch so, als ob Autovermietungen einen Platz in der Zukunft haben. MKM-Analyst Chis Agnew sagt vorher, das sich die Werte der Autovermietungen sogar erhöhen, wenn die Autos selbst fahren können.

Autovermietung wird in der autonomen Welt relevanter, nicht weniger relevant. Wir glauben, dass das Flottenmanagement, die Logistikfähigkeiten und die weltweite Verbreitung – besonders an den Flughäfen – der Autovermietungen ein unterschätztes Gut sind. Die Vorgänge bei der Beschaffung, dem Besitz, der Veräußerung, Organisation, Wartung und dem Unterhalt einer großen Flotte sind komplex.

Waymos CEO John Kafcik scheint dem zuzustimmen, als er sagte: “Dank der Tausenden Niederlassungen auf der Welt kann die Avis Budget Group uns helfen, unsere Technologie an mehr Leute an mehreren Orten zu bringen.“

Land – das ist das einzige, wovon sie nicht mehr machen – und Avis Einrichtungen scheinen für Waymo im Moment ziemlich wertvoll zu sein.

Vergiss die Alteingesessenen nicht

Obwohl viele denken, dass nur die disruptiven Tech-Start-ups einen Platz in der Zukunft haben, sollten Investoren die alteingesessenen Unternehmen nicht aus den Augen lassen. Diese haben große, etablierte Geschäfte und die Vereinbarungen zwischen Waymo und Avis sowie zwischen Apple und Hertz zeigen, dass die Alten wieder jung werden können.

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Suzanne Frey, Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied im Vorstand von The Motley Fool. The Motley Fool hält und empfiehlt Aktien von Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Apple und TSLA.

Dieser Artikel wurde von Billy Duberstein auf Englisch verfasst und am 10.07.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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