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Trotz des Hypes um Tesla sind die Verkaufszahlen des Chevy Bolt gestiegen

Foto: The Motley Fool.

General Motors (WKN:A1C9CM) gab an, man habe im Juli in den USA 1.642 Stück des Chevy Bolt verkauft. Das ist USA-weit der höchste monatliche Wert, der für den kleinen elektrischen Crossover, der im Dezember zum ersten massenmarkttauglichen Elektroauto mit einer Reichweite von über 200 Meilen wurde, verzeichnet wurde.

Das Model 3 von Tesla (WKN:A1CX3T) bekommt von den Medien vielleicht deutlich mehr Aufmerksamkeit als der kleine und nicht so attraktive Crossover, und es ist auch wahrscheinlich, dass die Umsätze des Model 3 die des Bolt über kurz oder lang hinter sich lassen werden.

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Bisher hat der Hype um das Model 3 GM aber nicht davon abgehalten, immer mehr Käufer von sich zu überzeugen.

Die Verkaufszahlen des Bolt steigen seit Jahresanfang

Hier ist ein kurzer Blick auf die Verkaufszahlen des Chevy Bolt in den USA seit Dezember.

Datenquelle: General Motors Verkaufszahlen.

General Motors erfüllte zuerst die Bestellungen der Händler in Kalifornien und Oregon, die als erste den Bolt verkaufen durften. Nach diesem ersten Anstieg im Dezember und Januar brachen die Verkäufe im Februar etwas ein, stiegen seither aber in jedem Monat wieder, da GM die Produktion immer weiter erhöht hat und den Bolt bei immer mehr Händlern anbietet.

Die Gesamtverkaufszahl ist immer noch relativ niedrig, wenn man bedenkt, dass der Chevy Silverado im letzten Monat schon über 50.000 Einheiten verkaufen konnte. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass die Verkaufszahlen in den nächsten Monaten weiter steigen werden. Doch selbst wenn sie niemals das Niveau des Silverado erreichen sollten, können wir an einem Punkt in der Zukunft sicher bestimmen, ob der Bolt ein Erfolg ist oder nicht.

Warum die Absatzzahlen in den USA in den nächsten Monaten weiter steigen sollten

Ich erwarte, dass die Verkaufszahlen in den nächsten Monaten weiter steigen werden, da viele Händler in den USA den Bolt erst seit Kurzem anbieten. GM eröffnete den Verkauf vor Juni nur bei ausgewählten Händlern. Das änderte sich am 1. Juni, als das Bestellsystem allen amerikanischen Chevrolet-Händlern, die das entsprechende Trainingsprogramm absolviert hatten, zugänglich gemacht wurde.

Die im Juni bestellten Fahrzeuge werden wahrscheinlich irgendwann im August bei den Händlern eintreffen, wie GM im Juni bestätigte. Man erwartet, dass GM im Sommer eine nationale Marketingkampagne starten wird, wenn die Fahrzeuge bei den Händlern ankommen.

Wenn also alles nach Plan läuft, dann sollten die Verkaufszahlen im Dezember steigen.

Wann ist der Bolt ein Erfolg?

Es ist schwer zu sagen, wie viele Exemplare GM verkaufen muss, damit das Fahrzeug ein Erfolg ist. In gewisser Weise ist es jetzt schon ein Erfolg. Es ist ein gutes Produkt, das das Versprechen von GM erfüllt. Wir haben einen Eindruck davon, wie viele GM davon verkaufen möchte.

Wie Reuters meldete, arbeiteten Mitte 2015 die Ingenieure von GM daran, das Vorzeigemodell serienreif zu machen. Laut diesen Angaben lag das Produktionsziel bei 25.000 bis 30.000 Stück. Das beinhaltet sowohl die Produktion des Bolt als auch des Ampera-e von Opel für die Märkte auf der ganzen Welt.

30.000 Fahrzeuge pro Jahr entspricht nur 2.500 Stück pro Monat, obwohl ich annehme, dass GM diese Zahlen noch deutlich erhöhen kann. Da in den USA alleine im letzten Monat schon 1.600 Stück verkauft wurden und die Absatzzahlen gegen Ende des Sommers steigen könnten, wird GM über kurz oder lang die entsprechenden Entscheidungen treffen müssen.

Das Unternehmen könnte sich auch dazu durchringen, den Bolt bei 2.500 verkauften Einheiten pro Monat zu einem Erfolg zu erklären.

Die globalen Verkaufszahlen des Bolt wurden noch nicht veröffentlicht, aber ein Sprecher von GM bestätigte, dass es bald soweit sein würde.

Was ist mit dem Model 3?

Tesla schafft es nie so wirklich, die hohen Umsatz- und Produktionsziele zu erreichen. Aber die monatliche Produktion (und die Verkäufe) des Model 3 sollten bis Ende 2017 die des Bolt deutlich übersteigen.

Wird das den Bolt zu einem Verlierer machen? Überhaupt nicht. GM schuf den Bolt zu einem Zeitpunkt, als nicht klar war, dass es überhaupt einen Markt für Elektroautos von anderen Herstellern als von Tesla geben würde. GM sicherte sich dadurch ab, dass es den Bolt als Stadtfahrzeug konstruierte, das sehr gut für Taxi-Dienste und Carsharing geeignet ist. Der Bolt wurde auch auf derselben Plattform designt wie die selbstfahrenden und verbundenen Autos von GM.

Diese Entscheidungen stellten sicher, dass es einen Markt für den Bolt geben würde. Zum gleichen Zeitpunkt schmälerte das aber auch den Charme des Fahrzeugs. Der Bolt ist nicht kurvig und sexy wie ein Tesla, was viele Analysten dazu verleitete, GM zu unterstellen, man hätte den Geschmack des Publikums nicht getroffen. Die Intentionen hinter dem Bolt sind allerdings andere.

Das Model 3 ist ein kompakter luxuriöse Sportwagen, eine elektrische Alternative zum 3er-BMW und anderen Konkurrenzprodukten. Der natürliche Markt ist hierfür deutlich größer. Wenn sich dieses Fahrzeug nicht besser verkauft als der Bolt, dann hat Tesla ein Problem.

Der Bolt steht erst am Anfang

CEO Mary Barra hatte schon angedeutet, dass GM mehrere andere Elektroautos in Entwicklung hat. In ein paar Jahren werden wir vielleicht zurückschauen und schlussfolgern, dass der Bolt einfach nur der Beweis war, dass das Konzept funktioniert. Es war eine risikolose Möglichkeit, um sich das Know-how, die Ressourcen und die Lieferanten anzueignen, die das Unternehmen brauchen wird, um Elektroautos in sein Portfolio einzufügen.

Ich glaube, dass wenn das Unternehmen so viele verkauft wie erwartet, der Bolt ein Erfolg für GM wird. Wenn dieses Fahrzeug dazu führt, dass sich immer mehr und immer teurere Elektroautos von General Motors verkaufen, was ich für wahrscheinlich halte, dann werden wir das in den nächsten Monaten wohl bestätigt sehen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla. The Motley Fool empfiehlt BMW. 

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und am 10.07.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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