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Microsoft streicht tausende von Arbeitsplätzen, um sich besser auf die Cloud zu konzentrieren

Foto: The Motley Fool.

Die Gerüchte sind also wahr: Microsoft (WKN:850747) wird tausende von Stellen streichen. Das Unternehmen gab bis jetzt keine genauen Angaben darüber. Ein Großteil dieser Arbeitsplätze wird sich außerhalb der USA befinden und sich auf den Vertrieb konzentrieren.

“Microsoft setzt Veränderungen um, um unseren Kunden und Partnern besser dienen zu können”, sagte ein Sprecher des Unternehmens. ”Heute unternehmen wir Schritte, um einige Mitarbeiter davon in Kenntnis zu setzen, dass ihre Arbeitsplätze eventuell gestrichen werden könnten. Wie bei allen Unternehmen bewerten auch wir unser Geschäft regelmäßig. Das kann dazu führen, dass wir mehr in bestimmte Dinge investieren und von Zeit zu Zeit auch Geld aus anderen Teilen abziehen.”

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Microsoft präsentiert diese Entscheidung als eine strategische Maßnahme und nicht als Kostensenkung. Das Unternehmen scheint effizienter werden zu wollen, indem mit einem kleineren Vertrieb größere Produkte verkauft werden (Quelle: CNBC).

Die Software-Umsätze ändern sich seit Jahren

In den letzten Jahren hat sich bei den Software-Verkäufen viel geändert. Zuerst kaufte man Lizenzen, jetzt kauft man häufig ein Abonnement. Du hast wahrscheinlich schon von dem Term SaaS (Software-as-a-Service) gehört. Microsoft konnte unglaubliche Fortschritte erzielen, indem eine der wichtigsten Geldmaschinen, Office, jetzt als Abonnement-Modell vertrieben wird. Der Software-Riese hat jetzt beeindruckende 26,2 Millionen Abonnenten, ohne Unternehmenskunden.

Die Cloud-Infrastruktur ist dagegen ein relativ neuer Markt, der von AWS von Amazon (WKN:906866) erschlossen wurde und dominiert wird. Das Vertriebsmodell für ein bestehendes Geschäft zu verändern ist eine Sache, ein Vertriebsmodell zu ändern, während man ein komplett neues Geschäft aufstellt, ist eine ganz andere.

Der Wettbewerb wird nur schärfer

Microsoft enthüllte die Wachstumsraten für Azure, der Cloud-Sparte. Auf den ersten Blick scheinen die Zahlen stark zu sein, es fehlt uns aber der Kontext, da Microsoft keine weiteren Einzelheiten angibt. Das Wachstum von einer kleineren Basis ist nämlich deutlich weniger beeindruckend als von einer großen. Andererseits gibt das Unternehmen auch an, dass die Cloud-Umsätze, wozu auch Azure gehört, jetzt 15,2 Milliarden US-Dollar pro Jahr erzielen sollen.

DATENQUELLE: SEC. GRAFIK: AUTOR FÜR DIE GEZEIGTEN STEUERQUARTALE.

Bei AWS wird für dieses Jahr ein Umsatz von 14,6 Milliarden US-Dollar erwartet. Im ersten Quartal waren es fast 3,7 Milliarden gewesen. Man kann Azure aber nicht direkt mit AWS vergleichen. Das Cloud-Segment von Microsoft beinhaltet auch Bereiche, in denen Amazon gar nicht antritt. Dazu gehört die Version für Unternehmen von Office 365 und Dynamics CRM. Es gibt aber Anzeichen, dass Amazon auch größere Ambitionen im Bereich Unternehmensproduktivität und Kooperationssoftware hat. Es gab in letzter Zeit Gerüchte, das Unternehmen würde eventuell das Messaging-Startup Slack kaufen wollen. Da Amazon vor Kurzem erst Whole Foods gekauft hat, stellt sich natürlich die Frage, ob Amazon so einen Kauf überhaupt finanzieren könnte, da das Unternehmen jetzt schon relativ hohe Schulden hat.

Der Wettbewerb im Bereich Cloud und die Unternehmenslösung zwischen Microsoft und Amazon wird sich in Zukunft nur intensivieren. Eine Verbesserung des Vertriebs bei Microsoft ist wahrscheinlich nur eine Vorbereitung darauf.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, ist im Vorstand von The Motley Fool. Teresa Kersten ist Angestellte von LinkedIn und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. LinkedIn ist Teil von Microsoft.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon und Whole Foods Market.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu, CFA auf Englisch verfasst und am 06.07.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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