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Airbus verspricht, eine wiederverwertbare Rakete zu bauen – aber SpaceX hat 15 Jahre Vorsprung

Foto: The Motley Fool.

Airbus (WKN:938914) möchte jetzt auch wiederverwertbare Raketen bauen. Das könnte aber schon zu spät sein. Am Donnerstag letzter Woche verkündete das Joint Venture von Airbus mit dem Namen ArianeGroup, früher Airbus Safran Launchers, Pläne für neue wiederverwertbare Raketen.

Wir wissen noch nicht viel darüber und noch weniger darüber, bei welcher Rakete der neue Antrieb zum Einsatz kommen wird. Hier ist was wir wissen:

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  • Der Antrieb heißt Prometheus und soll im Jahr 2020 in die Testphase gehen. Missionen sollen bis 2030 möglich sein.
  • Sie wird mindestens 91 Millionen US-Dollar in der Entwicklung kosten.
  • Anstatt flüssigem Sauerstoff und flüssigem Wasserstoff wird Prometheus eine Mischung aus LOx und flüssigem Methan als Treibstoff benutzen, was einen Schub von etwa 225.000 Pfund ab Meeresspiegel liefern soll.
  • Der Antrieb wird für fünf bis zehn Raketenstarts wiederverwertbar sein und nicht mehr als 1,1 Millionen US-Dollar pro Einheit in der Produktion kosten. Das wäre ein Zehntel der Kosten der nicht wiederverwertbaren Vulcain 2.1, die die ArianeGroup für die neue Ariane 6-Rakete entwickelt.

Prometheus verspricht die Kosten zu senken, die aktuell 20 % günstiger pro Tonne Ladung sind als Boeing (WKN:850471) und Lockheed Martin (WKN:894648). Das wäre aber immer noch doppelt so teuer wie SpaceX. Indem man den Antrieb nach einem Raketenstart wieder benutzt, wird die ArianeGroup auch Kosten sparen, da der neue Antrieb nicht noch einmal komplett neu gebaut werden muss. Gleichzeitig plant die ArianeGroup die Kosten des Antriebs um 90 % zu senken.

Schnell rauf, langsam runter?

Das klingt alles sehr gut für die ArianeGroup, die einen Anteil von 74 % seines besten Kunden, Arianespace hält. Das sind auch gute Nachrichten für die 50-50-Besitzer Airbus und Safran S. A. (WKN:924781). Zusätzlich sind das auch gute Neuigkeiten für Airbus selbst. Airbus und Safran besitzen 37 % von Arianespace direkt und Airbus kontrolliert einen Anteil von 4 % der ArianeGroup durch seine Tochterunternehmen und würde daher von den Kostenersparnissen von Prometheus besser profitieren.

Es gibt nur noch ein Problem, dass den Enthusiasmus etwas bremsen sollte. SpaceX macht das alles ja schon seit längerem.

SpaceX war erster

Am Freitag letzter Woche, nur einen Tag nach der Verkündung von ArianeGroup, landete SpaceX eine wiederverwertbare Rakete auf der Erde. Dann landete eine weitere am Sonntag. SpaceX hat jetzt seit Dezember 2015 13 Raketen erfolgreich wieder zurückgebracht. SpaceX hat zwei davon wiederverwertet, sie gestartet und sie ein zweites Mal wieder auf der Erde landen lassen. Das erste Mal war im März 2017 und am letzten Freitag. Darüber hinaus wurde eine weitere Rakete erfolgreich gelandet, die im Januar schon in den Weltraum geflogen und heil zurückgekehrt war.

SpaceX ist dabei sogar so gut geworden, dass Raketenteile von vorhergehenden Starts wieder benutzt werden können. Dazu gehört zum Beispiel die Nase eine Rakete für sechs Millionen US-Dollar. Das Unternehmen konnte auch die Dragon-Kapsel wiederverwerten. Mit jeder erfolgreichen weiteren Nutzung eines Raketenteils senkt SpaceX die Kosten etwas weiter und kann damit Boeing und Lockheed Martin unterbieten – ganz zu schweigen von Airbus.

Was ist der Vorteil für die Investoren?

ArianeGroup hat also verkündet, man hätte mit der Planung begonnen, eine wiederverwertbare Rakete zu bauen, die erst in 13 Jahren verfügbar sein wird. Das hält dem Vergleich mit SpaceX nicht wirklich stand. Es ist traurig, aber ArianeGroup ist 15 Jahre zu spät. Bis zum Jahr 2030 könnte das Unternehmen dieses Geschäft sogar schon verloren haben.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Rich Smith auf Englisch verfasst und am 06.07.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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