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Warum es eine gute Sache ist, dass Netflix manche Serien nicht weiterführt

Foto: The Motley Fool.

Netflix (WKN:552484) verkündete letzte Woche, dass die Serie Girlboss nicht weitergeführt werden würde. Diese hatte ihr Debüt erst vor ein paar Monaten gefeiert und basiert auf der Geschichte von der Nasty Gal-Gründerin Sophia Amoruso. Das Ende der Serie markiert eine weitere Show von Netflix, die nach The Get Down und Sense8 nicht weitergeführt wird. Noch bis zum letzten Jahr hatte es nur wenige Serien bei Netflix gegeben, die gleich wieder abgesetzt wurden.

Die wachsende Zahl der erfolglosen Serien ist allerdings etwas Gutes, wenn man CEO Reed Hastings fragt. “Ich versuche unser Content-Team dazu zu bewegen, dass wir mehr Dinge haben sollten, die nicht funktionieren”, sagte er auf der Code Conference von Re/Code im Mai. „Als Anführer muss man immer versuchen, die Leute dazu zu bringen Risiken einzugehen, die nicht 100 % sicher sind. Daher werden wir mehr von diesen verrückten Dingen machen.”

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Netflix befindet sich in einer einzigartigen Position gleichzeitig mit Netzwerken wie Time Warner (WKN:A0RGAY) mit dem Sender HBO. Das Unternehmen hat keine Begrenzungen bei den Ausstrahlungszeiten, daher kann es so viele Risiken eingehen, wie es will und muss sich keine Sorgen darum machen. Bei Netflix nimmt eine Serie der anderen ja keine Zuschauer weg. Gleichzeitig wird das Content-Budget von Netflix immer größer. Daher muss das Unternehmen ehrlicher mit sich selbst sein, wenn etwas nicht funktioniert.

Es geht nur um die Rendite

Wenn wir uns die großen Shows wie Sense8 und The Get Down ansehen, dann wird klar, worauf Chief Content Officer Ted Sarandos schon hinwies: Eine große und teure Show für ein großes Publikum ist wunderbar. Eine große teure Show für ein kleines Publikum wird es auch nach unserem Modell nicht lange schaffen.”

Das ist eine traditionelle Sichtweise, wie man bei den Investitionen sehen kann. Netflix verfügt über umfangreiche Nutzerdaten, um zu bestimmen, was eine Serie wert ist. Wenn diese Rendite nicht hoch genug ist, dann wird sie abgesetzt.

Girlboss hatte nicht annähernd dasselbe Budget wie diese anderen Serien, aber auch hier gelten dieselben Regeln. Vielleicht gab es ein paar Ereignisse, die seither die Zuschauerzahlen beeinflusst haben. Vielleicht kann die Serie auch nicht mit dem ursprünglichen Material aus dem Buch von Amoruso mithalten. Aber das ist egal, die Serie konnte die Erwartungen nicht erfüllen und Netflix traf daher auch schnell die Entscheidung, sie nicht weiterzuführen.

Es ist nicht so, als würde alles, was HBO produziert, großartig werden. Aktuelle Beispiele für das große Scheitern sind Vinyl und The Brink. Aber HBO hatte deutlich weniger Spielraum als Netflix. The Brink brachte es auf 1,6 Millionen Zuschauer. Das könnte für einige Netzwerke schon ein Hit sein, aber für HBO, das versucht mit jeder Serie den Massengeschmack zu erreichen, ist das nicht genug.

Netflix muss aber nicht jedes Mal die Masse überzeugen. Wenn das Unternehmen viel Geld für eine Serie ausgibt, dann muss aber ein relativ großes Publikum vorhanden sein. Wenn das Unternehmen ein paar Millionen Dollar in eine neue Serie investiert, eine Million Menschen und einige neue Abonnenten zuschauen, dann könnte es die Sache schon wert sein. Zusätzlich nehmen diese neuen Serien den anderen Programmen auf Netflix ja auch keine Zuschauer weg, da Netflix unbegrenzt Ausstrahlungszeit hat. Wenn das Unternehmen 10 Millionen Zuschauer damit zusätzlich anziehen kann, dann ist das doch gut.

Der Druck, sich abzusetzen

Netflix steht aktuell unter einem großen Druck, seine Programme von anderen abzusetzen. Amazon (WKN:906866) verdoppelte seine Investitionen in den Video-Content in der zweiten Hälfte des letzten Jahres. Das Unternehmen expandierte auch global, um die Reichweite von Netflix zu erreichen. Hulu macht auch immer größere Fortschritte mit seinen eigenen Serien und Premium-Kabelanbieter gibt es jetzt auch als alleinstehende Dienste.

Das Content-Budget von Netflix beträgt 6 Milliarden US-Dollar und das Unternehmen ist auch Willens Risiken einzugehen und Serien abzusetzen, wenn sie sich nicht lohnen. Es gibt natürlich Möglichkeiten, das Content-Budget zu erweitern, wenn es mehr Abonnenten gibt. Aber Netflix hat jetzt schon große Schulden, womit diese Ausgaben finanziert werden müssen. Netflix muss mit seinen Eigenproduktionen mehr Rendite generieren, was bedeutet, dass man mehr Risiken eingehen und manche Serien schnell wieder absetzen muss, wenn sie nicht funktionieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob das wie im Fall von Girlboss große oder kleine Serien sind.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und Netflix. The Motley Fool empfiehlt Time Warner.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 03.07.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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