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Was sich wirklich hinter Commerzbanks „Big Data & Advanced Analytics“ verbirgt

Quelle: Getty Images.

Die Commerzbank-Aktien gehörten in den letzten Tagen zu den gefragteren Titeln im deutschen DAX. Vor allem die Idee von möglicherweise steigenden Zinsen weckte die Fantasie, dass es dem Geldhaus künftig wieder etwas besser gehen könnte. Draghi hat zuletzt ja ein wenig gemauschelt.

Aber nicht nur das Thema Zinsen sollten Interessierte und Investoren bei der Commerzbank (WKN: CBK100) im Auge behalten. Denn hinter den Schlagwörtern Big Data & Advanced Analytics könnte sich genauso viel positiver Zündstoff verbergen.

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Schauen wir mal, was es hiermit konkret auf sich hat.

Was die Commerzbank diesbezüglich zu vermelden hat

Wie man anhand der aktuellen Berichterstattung rund um die Commerzbank vernehmen kann, plant die Bank ganz konkret, ein eigenes Segment unter dem Titel Big Data & Advanced Analytics zu kreieren. Insgesamt verbirgt sich dahinter eine große Digitalisierungs- und Automatisierungsbestrebung, die zum Ziel hat, innerhalb der nächsten gut drei Jahre ca. 80 % der internen Prozesse zu automatisieren.

Das Einsparpotenzial ist natürlich enorm. Aber anstatt die Personaldecke der bereits gebeutelten Bankfilialen weiter auszudünnen, setzt die Automatisierung vor allem in der Verwaltung an. Im Gegenzug werden jedoch in etwa 100 Mitarbeiter eingestellt, die diesen Bereich vorantreiben sollen. Eine Investition in die personelle, effizientere Zukunft also.

Ein ebenfalls vielversprechender Nebeneffekt: Durch eine gezielte Auswertung von Kundendaten, sowie großen Datenmengen (Big Data), können neue Möglichkeiten in der Werbung entstehen. Sowohl generelle, übergreifende Trends können abgeleitet werden, als auch vielversprechende Ansätze für gewisse Zielgruppen, was letztlich in einem personalisierteren, beziehungsweise zielführenderem Marketing münden sollte. Nicht schlecht, oder? Das Konzept dahinter nennt sich übrigens Data-Mining und könnte das Potenzial haben, die Unternehmens- und Marketingwelt zu revolutionieren, nur mal so am Rande. Die Commerzbank ist mit diesem Projekt also ein klein wenig in einer Vorreiterrolle.

Das Potenzial noch einmal zusammengefasst

Insgesamt klingt das alles sehr vielversprechend. Die Commerzbank zeigt mit diesem Ansatz, dass man nicht lediglich auf ein baldiges Ende der leidvollen Niedrigzinsphase hofft, auf die man im Endeffekt sowieso keinen Einfluss hat, sondern dass man aktiv nach Wegen sucht, auch ansonsten profitabler, kosteneffizienter und sparsamer zu werden.

Positiv angemerkt werden sollte zudem auch, dass das Geldhaus nicht, wie sonst schon so oft, beim Filialnetz, beziehungsweise der dortigen Belegschaft den Rotstift ansetzt, sondern dass versucht wird, Personalkosten einzusparen, ohne den Kundenkontakt in den Filialen zu verringern. Für die bisherigen Kürzungen ist die Bank nämlich in den letzten Jahren nicht nur einmal kritisiert worden.

Diese Sparmaßnahme könnte daher seit längerem mal wieder eine sein, die wirklich Sinn macht. Und das Beste daran: Das Bankhaus wird ohne Qualitätsverzicht auch dann noch von diesem Sparschritt profitieren, wenn die Zinsen schon wieder am steigen sind.

Viel deutet folglich darauf hin, dass es künftig wieder etwas runder bei der Commerzbank laufen könnte. Mit oder ohne Draghi, die Commerzbank scheint sich zu bekrabbeln.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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