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Wal-Mart möchte Amazon dort treffen, wo es weh tut

Foto: The Motley Fool.

Wal Mart Stores (WKN:860853) und Amazon (WKN:906866) befinden sich seit Jahren auf Kollisionskurs, aber im Juni haben wir die beste Bestätigung bekommen, dass die beiden Unternehmen es auf das Geschäft des jeweils Anderen abgesehen haben.

Amazon schockierte die Welt mit seiner Übernahme von Whole Foods Market (WKN:886391) für 13,7 Milliarden US-Dollar vor ein paar Wochen. Das ist das klarste Anzeichen, dass Amazon Lebensmittel zu einer Priorität erklärt hat. Damit ist das Unternehmen ein direkter Konkurrent von Wal-Mart, dem größten Lebensmitteleinzelhändler in Amerika.

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Walmart konnte im letzten Jahr sein eigenes Geschäft im elektronischen Handel deutlich verbessern, aber die aktuellen Berichte deuten an, dass das Unternehmen jetzt eine neue Taktik gegen Amazon zurate zieht. Laut dem Wall Street Journal sagt der Einzelhändler seinen Tech-Verkäufern, sie sollten sich vom Cloud-Dienst von Amazon, Amazon Web Services, fernhalten.

Wal-Mart spricht dabei direkt die Lieferanten an und sagt ihnen, sie dürften Anwendungen für Wal-Mart nicht auf AWS laufen lassen. Scott Webb, Präsident von Avionos, einem digitalen Consultingunternehmen, sagte, dass Wal-Mart als Grund dafür die Datensicherheit anführe. Mann möchte nicht, dass Amazon Zugang zu diesen Daten bekomme. Diese Entscheidung hilft aber auch, Amazon Geschäft wegzunehmen. Das Unternehmen ist nämlich Marktführer im Bereich Cloud-Computing. Die Nummer 2, Microsoft (WKN:850747) solle stattdessen benutzt werden. Azure ist der Cloud-Dienst von Microsoft und der bevorzugte Anbieter von Wal-Mart.

Der Goldesel von Amazon

Der wahre Grund, abgesehen von der Datensicherheit, liegt darin, dass Amazon einen großen Teil seiner Gewinne mit ABS verdient und das obwohl diese Sparte deutlich weniger Umsatz als die Sparte Einzelhandel generiert. Im ersten Quartal machte der AWS 89 % der gesamten operativen Einnahmen des Unternehmens aus. Zusätzlich hatte diese Sparte 890 Millionen US-Dollar Gewinn, was 50 % mehr ist als der operative Gewinn von Amazon im nordamerikanischen Einzelhandel. Der internationale elektronische Handel von Amazon arbeitet immer noch mit Verlust.

Das bedeutet, dass Wal-Mart Amazon dadurch schaden möchte, indem Amazon das Geld abgedreht wird. Somit wird das Unternehmen in Zukunft weniger große Übernahmen wie den Kauf von Whole Foods stemmen können.

Amazon streitet ab, dass AWS die Sparte Einzelhandel subventioniert. Aber das Wachstum dieser Cloud sorgte dafür, dass sich die Aktie seit 2014 mehr als verdreifachen konnte. Zusätzlich ist Amazon auch der größte Kunde von AWS. Diese beiden Sparten sind stark miteinander verknüpft. Es ist schwer sich auszumalen, wie Amazon eine Übernahme von der Größe von Whole Foods ohne AWS stemmen könnte. Das Unternehmen hat jetzt dank AWS Milliardengewinne jedes Jahr. Daher bekam die Übernahme auch den Beifall der Investoren.

Wird sich das auszahlen?

Das ist nicht das erste Mal, dass Wal-Mart sich auf seine Lieferanten verlassen hat. Webb merkte an, dass Wal-Mart die Lieferanten auch in den Neunzigern dazu gebracht hatte, Inventarmanagementsysteme zu benutzen. Das Unternehmen ist auch dafür bekannt, die Preise bei seinen Lieferanten nach unten zu drücken, die Verpackung zu ändern oder andere Veränderungen vorzunehmen, die den Zielen von Wal-Mart dienen. Als der weltgrößte Einzelhändler hat das Unternehmen jede Menge Argumente auf seiner Seite. Wal-Mart ist nicht das einzige Unternehmen, dass seine Lieferanten um etwas derartiges bittet. Laut dem Artikel des Journal haben bereits andere Einzelhändler ihre Verkäufer gebeten, Alternativen zu AWS zu benutzen. Einige Wettbewerber wie Gamestop benutzen AWS aber trotzdem. Netflix, ein großer Rivale von Amazon, benutzt für das Streaming aber auch AWS.

Webb glaubt, die einzige Chance, die Wal-Mart hat, um Amazon Steine in den Weg zu legen, ist wenn andere Einzelhändler mitmachen. Trotzdem wird es nicht leicht, AWS ins Straucheln zu bringen. Das Unternehmen hat jetzt schon 44 % Marktanteil und wächst mit großer Geschwindigkeit. Im letzten Quartal waren es 43 % im Jahresvergleich.

Webb glaubt auch, dass Wal-Mart schon bald einen Vertrag mit Microsoft oder Alphabet schließen werde, um von diesen Cloud-Dienste einzukaufen.

Egal wie die Sache ausgeht, der Cloud-Dienst von Amazon wird wahrscheinlich weiterhin einen Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen darstellen. Aktuell ist die Sparte auf einem guten Weg, um einen operativen Gewinn von 4 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr zu erwirtschaften. Das ist ein kluger strategischer Schachzug von Wal-Mart, aber es wird wahrscheinlich nicht reichen.

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Teresa Kersten arbeitet bei LinkedIn und ist im Vorstand von Motley Fool. LinkedIn ist ein Tochterunternehmen von Microsoft. John Mackey, CEO von Whole Foods Market, ist im Vorstand von Motley Fool.

Motley Fool besitzt und empfiehlt  Alphabet (A und C ), Amazon, Netflix und Whole Foods Market. The Motley Fool besitzt GameStop.

Dieser Artikel wurde von Jeremy Bowman auf Englisch verfasst und wurde am 30.06.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Short Juli 2017 $24 Calls auf GameStop.

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