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5 Dinge, die das Management von BP den Aktionären mitteilen möchte

Foto: The Motley Fool.

Im letzten Quartal sah es bei BP (WKN:850517) so aus, als würde gleich etwas Großes passieren. Die Gewinne sahen besser aus und BP war kurz davor, eine beeindruckende Wachstumsphase zu beginnen, da mehrere große Projekte kurz vor der Fertigstellung waren.

Während der letzten Telefonkonferenz sprach CFO Brian Gilvary über dieses Wachstum und wie das die Zahlen und die Gewinne beeinflussen könnte. Keine Diskussionen über BP wäre vollständig, ohne über die Ölkatastrophe von Macondo und die anhaltenden Kosten zu sprechen. Im Folgenden findest du mehrere Zitate von der letzten Telefonkonferenz, die dir ein besseres Verständnis davon geben sollten, wie es bei BP weitergehen könnte.

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Die Preisaussichten für Öl

BP hat in letzter Zeit nicht viel von seinen Plänen für die Zukunft preisgegeben. Die integrierten großen Ölkonzerne nutzen die zukünftigen Ölpreise oft als eine Möglichkeit, um das Budget aufzustellen und um künftige Ölquellen bewerten zu können. Vor weniger als einem Jahr konnte das Unternehmen noch mit 50 bis 55 US-Dollar pro Barrel kostendeckend arbeiten. Im letzten Quartal sagte CEO Bob Dudley, das Unternehmen würde jetzt 60 US-Dollar pro Barrel brauchen. Während der letzten Telefonkonferenz fügte CFO Brian Gilvary noch ein paar Zahlen hinzu.

Wie im Februar schon angemerkt, basierend auf unseren aktuellen Annahmen, ist das konsistent mit unseren organischen Planungen. Wir möchten die Kostendeckung stetig auf 35 bis 40 US-Dollar pro Barrel im Zeitraum 2017 bis 2021 senken. Die aktuellen neuen Vermögenswerte in unserem Portfolio sollten uns hierbei etwas mehr Solidität geben.

Wenn du jetzt von all diesen Zahlen etwas verwirrt bist, dann bist du nicht der einzige. Der Unterschied scheint darin zu bestehen, dass ein Ölpreis von 50 bis 55 US-Dollar pro Barrel nicht genug ist, um die aktuellen Investitionen und die Dividende zu stützen. 60 US-Dollar pro Barrel wäre genug, um beides zu erreichen und um die Schulden auf 20 bis 30 % zu senken.

Kostendeckung bei 35 bis 40 US-Dollar pro Barrel in ein paar Jahren, wenn größere Projekte online sind und die Ausgaben niedriger, ist also das Ziel. Es ist etwas schwer zu glauben, da das Unternehmen wahrscheinlich noch weitere Investitionen tätigen wird, sobald die alten Projekte abgearbeitet sind.

Jede Menge Geld

Das Jahr 2017 soll ein großes Jahr für die Öl- und Gasproduktion von BP werden. Bis Ende des Jahres erwartet das Unternehmen, sieben große Projekte abzuschließen, die dann auch sofort produzieren sollen. Auf die Frage, welche Auswirkungen das auf den Cashflow habe, antwortete Gilvary, dass das große Auswirkungen haben werde.

In Bezug auf den materiellen Cashflow, also in Bezug auf den operativen Cashflow, haben wir sieben Projekte, die dieses Jahr online gehen. Wir möchten dieses Jahr den operativen Cashflow im ersten, zweiten, dritten und vierten Quartal erhöhen, wobei der Großteil im vierten Quartal kommen soll. Das ist der Grund, warum wir bis Ende des Jahres der Kostendeckung bedeutend nahe kommen sollten.

Sie können annehmen, dass wir von mehr als einer Milliarde US-Dollar sprechen, bis wir zum Ende des Jahres kommen. Es wird vielleicht sogar deutlich mehr sein.

Sich auf das Wesentliche konzentrieren

Seit längerer Zeit machen die Vermögenswerte in den USA die größten Probleme bei den Quartalsergebnissen von BP. Besonders zu erwähnen ist dabei die Schieferölgewinnung. Vor nicht allzu langer Zeit gliederte das Unternehmen die Sparte Lower 48 aus und machte ein unabhängiges Unternehmen daraus, das innerhalb von BP arbeitet, um schneller im Bereich Schieferöl handeln zu können. Bisher hat das nicht besonders gut funktioniert. Im letzten Quartal machte die Upstream-Produktion in den USA nur 12 % der Upstream-Gewinne aus, obwohl diese 30 % der Gesamtproduktion erreichten. Auf die Frage nach den Plänen für die USA, sagte Gilvary Folgendes.

In Bezug auf die USA, glaube ich, sind wir heute wieder bei 12 Rigs im ersten Quartal 2017 im Gegensatz zu 5 im vierten Quartal. Sie sehen, dass wir die Produktion steigern, da das Team an jedem der Standorte experimentiert. Aber jetzt haben wir 12 Rigs.

Kostendeckung hat sich jetzt verglichen mit dem Gesamtjahr 2015 fast halbiert und im ersten Quartal 2017 waren wir bei etwa 2,60 US-Dollar pro 1000 Kubikfuß Gas in Bezug auf Kostendeckung.

Das sollte einem schon Sorgen machen, da das Unternehmen immer noch Experimente macht, um die beste Möglichkeit für den Bereich Schieferöl zu finden. Wenn wir das mit ExxonMobile und Chevron vergleichen, die in den nächsten Jahren im Permian Basin deutlich wachsen möchten, dann sieht das bei BP nicht so toll aus. BP handelt hier langsamer, weil die Vermögenswerte im Bereich Schieferöl sich auch auf das Gas konzentrieren. Daher spielen die Erdgaspreise bei der Kostendeckung auch eine Rolle. BP wird herausfinden müssen, wie man mehr Rendite aus diesen Vermögenswerten herausbekommt, weil das heute einfach noch nicht der Fall ist.

Noch weniger ausgeben?

Während der Telefonkonferenz sagte Gilvary, dass die Investitionsausgaben des Unternehmens sich im Bereich von 15 bis 16 Milliarden US-Dollar bewegen würden. Das war das untere Ende der ursprünglichen Planungen. Diese Planungen basierten natürlich auf einem bestimmten Ölpreis. Auf die Frage, ob es noch Möglichkeiten gäbe, die Investitionen zu beschränken, oder ob das schon der Tiefpunkt wäre, sagte Gilvary, dass es noch Möglichkeiten gäbe.

Wir könnten noch eine weitere Milliarde US-Dollar weniger ausgeben. Aber momentan haben wir alle Optionen und wir sind flexibel. Ich glaube, dass das ein unwahrscheinliches Szenario aus heutiger Sicht ist. Wenn die Nachfrage steigt, dann erwarten wir, dass die Aktien von Ölunternehmen auch wieder steigen werden. Diese Aktien werden bis Ende des Jahres wahrscheinlich am oberen Ende ihrer historischen Kurse sein.

Daher glaube ich, dass ein Kurs von 50 oder 55 US-Dollar pro Barrel eine vernünftige Annahme für die Zukunft ist. Wenn der Kurs unter 50 US-Dollar fallen sollte, dann haben wir noch weitere Flexibilität, um das zu managen.

Dieser letzte Teil ist wichtig, weil der Ölpreis kurzzeitig wieder unter die Marke von 50 US-Dollar gefallen ist. Daher sollte es keine Überraschung sein, wenn in den kommenden Monaten das Budget noch einmal nach unten angepasst wird.

Macondo

Es scheint als würde die Ölkatastrophe von Macondo einfach nicht aus den Köpfen heraus wollen. Das Unternehmen konnte zwar schon eine Übereinkunft mit der amerikanischen Regierung erzielen, wonach das Unternehmen noch über 10 Jahre lang zahlen muss, das Unternehmen hat aber auch noch einige ausstehende Forderungen von Unternehmen, die behaupten, die Ölkatastrophe hätte auch deren Geschäft beeinträchtigt. Das führte zu einigen größeren Zahlungen in diesem Jahr. Gilvary merkte an, dass fast alle Ansprüche jetzt bereinigt wären und dass diese Kosten in Zukunft sinken werden.

Von den 149.000 Ansprüchen sind wir jetzt auf 4000, wovon 3000 wiederholte Ansprüche sind, die zu einem Zeitpunkt in der Vergangenheit schon abgelehnt worden waren. Diese sind jetzt wieder im System und werden noch einmal vorgebracht. Ich glaube, wir werden in naher Zukunft bei weniger als 1000 sein. Ich glaube, wir sind jetzt endlich über den Berg bei den Ansprüchen anderer Unternehmen.

In Bezug auf Macondo sind wir jetzt viel näher an dem Punkt, an dem wir diese Sache auf vierteljährlicher Basis genau quantifizieren können.

Das Management erwartet, dass die Gesamtkosten für Macondo im Jahr 2017 bei 4,5 bis 5,5 Milliarden US-Dollar liegen werden. Im Jahr 2018 sollen sie auf 2 Milliarden sinken und dann ab dem Jahr 2019 auf eine Milliarde pro Jahr für die kommenden Jahre.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt ExxonMobile. Motley Fool empfiehlt Chevron.

Dieser Artikel wurde von Tyler Crowe auf Englisch verfasst und wurde am 29.06.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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