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Warum Warren Buffett sich über sein eigenes Vermögen beschwert

Quelle: Flickr Elvis Fool

Warren Buffett ist reich, sehr reich. Mit schätzungsweise 75 Milliarden US-Dollar ist er inzwischen (nur) noch drittreichster Bewohner unserer Erde, jüngst musste er Amazon (WKN: 906866)-Chef Bezos vorbeiziehen lassen. Auf Platz 1 ist übrigens, nach wie vor, Microsoft (WKN: 870747)-Gründer Bill Gates.

Dennoch dürfte es angesichts dieser Vermögensmasse eigentlich kein Grund geben, um sich zu beschweren, oder? 75 Milliarden, das werden wohl auch in weiter Zukunft nur wenige erreichen. Buffett könnte also rundum zufrieden sein.

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Aber er tut es: Warren Buffett beschwert sich wirklich über sein Vermögen. Schauen wir mal, wieso, weshalb, warum:

Der Grund des Ärgernisses

Man mag nun vielleicht denken, dass der Anlass des Ärgers die Höhe seines Vermögens sein könnte. Oder das Wachstum. Oder die Performance. Aber nichts dergleichen ist der Fall gewesen. Denn eigentlich beruht sein Ärger nicht konkret auf seinem speziell eigenen Vermögen, sondern ist eher eine Systemkritik.

So machte Buffett seinem systemkritischen Ärger damit Luft, dass für die Reichen ihr Vermögen schier unglaublich sei. Besaßen die 400 reichsten Amerikaner im Jahr 1982 beispielsweise noch zusammen 93 Milliarden US-Dollar, ist dieser Geldberg besagter Gruppe auf inzwischen über 2,4 Billionen angewachsen. In dieser Wohlstandsallokation sieht Buffett ein großes Problem, diese stelle eine unverhältnismäßig hohe Vermehrung innerhalb der reichen Elite dar.

Aber es ist nicht der Reichtum dieser elitären Gruppe per se, der Buffett wirklich auf die Nerven geht. Was ihm viel mehr Sorgen bereitet, ist, dass die allgegenwärtige Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergehe. Auch wenn der Wohlstand (in den USA) seit der letzten Finanzkrise 2009 sich absolut und gesamtheitlich gesehen stetig vermehrt habe, komme das allerdings nicht bei allen Teilen der Bevölkerung an. „Von der wirtschaftlichen Entwicklung hat der Stahlarbeiter in Ohio nichts“, so Buffett wörtlich. Dieses Problem müsse benannt werden, denn wenn eine Entwicklung der Gesellschaft insgesamt nutzt, aber Einzelnen schadet, müsse man auf die Schwächeren achten, so Buffett weiter.

Imposant, oder?

Aber warum macht Buffett selbst nichts?

Fangfrage, mein Freund. Denn er macht bereits einiges. Zum einen gibt er immer wieder Tipps, wie auch Otto-Normal-Ohio-Stahlarbeiter konsequent und vernünftig mit wenig Aufwand sein Vermögen voranbringen kann. Mehr dazu hier.

Zum anderen, und das ist wirklich beeindruckend, hat Buffett sich bereit erklärt, nach seinem Tod einen erheblichen Teil seines Vermögens zu spenden. Es ist also nicht nur so, dass ihm die gesellschaftlichen Diskrepanzen auffallen, sondern er sucht in Anbetracht seiner exponierten Stellung in der Finanzwelt auch nach Wegen, aktiv oder passiv, diese Kluft zu schließen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Vorstand von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon.

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