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Warum sich die Solarinvestoren Sorgen machen sollten

Bildquelle: Flickr-User glubork.

Die Solarindustrie boomt gerade in den USA. Sie war vor zehn Jahren praktisch nicht existent und wuchs auf inzwischen 15 GW im Jahr 2016 an. Das ist genug, um 2,5 Millionen Eigenheime mit Strom zu versorgen. Die Solarenergie macht jetzt etwa 2 % der Elektrizität in den USA aus. Da die Kosten weiter sinken und mit den fossilen Brennstoffen inzwischen konkurrenzfähig sind, sollte dieser Industriezweig weiterhin wachsen.

Aber es gibt ein großes Risiko, das die Solarenergie im Jahr 2017 zu Fall bringen könnte. Ein relativ unbekanntes Unternehmen mit den Namen Suniva stellte eine Petition laut Sektion 201 des Trade Act aus dem Jahr 1974, die die Solarenergie in den USA in ihren Grundfesten erschüttern könnte. Donald Trump könnte hierbei der entscheidende Faktor sein.

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Worum geht es dabei?

Als Suniva Im letzten Jahr Insolvenz anmeldete, stellte das Unternehmen eine Petition laut Section 201 des Trade Act aus dem Jahr 1974. Darin stand, dass die kostengünstigen Solarzellen und importierten Module aus dem Ausland die gesamte amerikanische Solarherstellung beschädigen könnten. Das Unternehmen bat um einen Mindestpreis von 0,40 US-Dollar für Solarzellen, die ins Land kamen und 0,78 US-Dollar für Solarmodule. Das ist etwa das Doppelte von dem, was Solarzellen und Module heute kosten.

Wenn diese Zölle von der International Trade Commission abgesegnet werden, dann kommt dieser Fall auf den Schreibtisch des Präsidenten. Donald Trump könnte also über das Schicksal der Solarindustrie entscheiden.

Die Folgen

Es ist nicht schwer sich auszumalen, wie Einfuhrzölle der Solarindustrie schaden könnten. Solar ist jetzt schon eine sehr preisempfindliche Angelegenheit. Eine Erhöhung der Kosten um 0,40 US-Dollar für Module würde viele Projekte unwirtschaftlich machen. GTM Research veröffentlichte vor kurzem einen Bericht mit dem Namen „U.S. Solar Outlook Under Section 201“. Die Vorhersagen für kommende Installationen gehen von einem Rückgang von 57 % im Jahr 2018 auf nur noch 4,8 GW aus. In den nächsten fünf Jahren würden demnach 47,8 GW weniger installiert werden als bei den aktuell vorherrschenden Preisen.

Bildquelle: GTM Research.

Das sind enorm große Werte. SunPower (WKN:A1JNM7) und First Solar (WKN:A0LEKM), die beiden größten amerikanischen Hersteller, erwarten im Jahr 2017 1,3 bis 1,6 GW und 2,4 bis 2,6 GW jeweils zu produzieren. Im Durchschnitt wäre das eine Produktion von 3,96 GW pro Jahr. Das wäre weniger als die Hälfte der verlorenen Solarinstallationen laut Sektion 201.

Alle Solaraktien hätten ein Problem damit

Die meisten Solarhersteller, die in den USA gehandelt werden, sind eigentlich chinesische Hersteller, die von dieser Entscheidung schwer beeinträchtigt werden könnten. Canadian Solar (WKN:A0LCUY) und JinkoSolar (WKN:A0Q87R) sind die zwei größten Hersteller weltweit, produzieren aber einen Großteil in China. Diese Unternehmen könnten damit aus dem amerikanischen Markt ausgeschlossen werden.

First Solar produziert einiges in den USA (etwa 400 MW), SunPower produziert dagegen kaum in den USA. Wenn diese beiden Unternehmen nicht schnell damit anfangen, sich Produktionskapazitäten in den USA aufzubauen, dann könnten sie ihren größten Markt verlieren. Abhängig davon, wie die Handelsbestimmungen neu geschrieben werden, könnten ihre in Asien produzierten Solarpanele auch diesen Einfuhrzöllen unterliegen.

In letzter Zeit waren die Solaraktien gestiegen, da die Nachfrage überraschend hoch gewesen war. Gleichzeitig waren die Werte der entsprechenden Projekte auch gestiegen. Aber der Fall Suniva könnte dem schnell ein Ende bereiten.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Travis Hoium auf Englisch verfasst und am 01.07.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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