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Warren Buffett über Indexfonds

Foto: The Motley Fool.

Warren Buffett wird von vielen als einer der talentiertesten Investoren aller Zeiten bezeichnet. Seine Erfolge bei Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2) rechtfertigen das auch. Daher ist es vielleicht eine Überraschung, dass Buffetts liebstes Investmentvehikel für die meisten Amerikaner keine Aktie ist – nicht einmal die von Berkshire. Buffett sagt, die beste Investition für die meisten Amerikaner wäre ein kostengünstiger Indexfonds.

Was Warren Buffett über das Investieren von Indexfonds sagt

Bei der Aktionärsversammlung von Berkshire Hathaway im letzten Jahr verlor Buffett einige harte Worte über die sogenannten Profis wie Hedgefonds-Manager. Er sagte, dass es oft zum Schaden der Leute wäre, deren Rat zu folgen. Buffett sagte, die beste Option für die meisten Investoren würde darin bestehen, ihr Geld in einen kostengünstigen Indexfonds zu stecken.

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Buffetts Hauptgrund für das Investieren in Indexfonds und in einen Indexfonds des S&P 500 ist, dass die Investoren auf diese Weise die Rendite des Marktes erreichen werden – nicht mehr und nicht weniger. Dank niedriger Kosten profitieren von praktisch allen Gewinnen die Investoren – und nicht die Manager.

Buffett hat das Gefühl, dass das Investieren in viele Aktien eine Wette auf die amerikanischen Unternehmen ist. Er ist sich sicher, dass sich diese im Lauf der Zeit gut entwickeln werden: „Die amerikanischen Unternehmen und daher auch ein Aktienpaket werden mit größter Sicherheit in den kommenden Jahren deutlich mehr wert sein“, sagte Buffett in seinem Brief an die Aktionäre aus dem Jahr 2016. Buffett hat auch seine eigene Frau angewiesen, ihr Erbe nach seinem Tod in Indexfonds zu investieren.

Andererseits werden einige aktiv gemanagte Investitionen den Markt in einem einzelnen Jahr schlagen können. Einige andere werden die Performance des Marktes nicht erreichen, aber als ganze Gruppe werden sie sie erreichen. Aufgrund der hohen Gebühren sind die Investoren hier deutlich benachteiligt. In seinem Brief an die Aktionäre aus dem Jahr 2005 schrieb Buffett darüber, wie man seine Renditen beim Investieren minimieren könnte. Er argumentierte, dass die Rendite einer aktiv gemanagten Investition schlechter abschneiden würde als die von einem Amateur, der einfach über einen längeren Zeitraum in den breiten Index investieren würde.

Der Vanguard S&P 500 ETF (WKN:A1JX53) kostet beispielsweise nur 0,04 %. Das bedeutet, dass von 10.000 US-Dollar nur 4 US-Dollar für Gebühren draufgehen. Viele aktiv gemanagte Investmentfonds verlangen aber 1 % oder mehr, das macht also 100 Dollar pro 10.000 US-Dollar, während Hedgefonds oft eine noch teurere Gebührenstruktur haben. Sie verlangen oft 2 % der Vermögenswerte plus 20 % der Gewinne.

Solche Produkte mit hohen Gebühren waren viele Jahre lang der Standard der Investmentindustrie, bis Unternehmen wie Vanguard das Konzept von passiven Indexfonds popularisierten. Buffett sagte, dass der Gründer von Vanguard, Jack Bogle, mehr als jeder andere für die amerikanischen Investoren getan habe.

Buffett hält sich an seine eigenen Ratschläge

Wie schon erwähnt, hatte Buffett in seinem Brief an die Aktionäre aus dem Jahr 2005 davon gesprochen, dass er gegen aktiv gemanagte Investitionen wäre. Er behauptete, dass für Hilfe zu bezahlen einen 20 % der Rendite kosten könnte, hätte man sein Geld nur lange genug im Markt gelassen.

Dann bot Buffett 500.000 US-Dollar, dass kein Profi ein Portfolio bestehend aus mindestens fünf Hedgefonds vorzeigen könne, das die Performance des Vanguard S&P 500 Index Fund im Laufe von zehn Jahren erreichen könne. Ein Investmentmanager namens Ted Seides nahm das Angebot von Buffett an und wählte fünf solcher Fonds aus.

In den letzten neun Jahren waren die Ergebnisse aber nicht zufriedenstellend. Die fünf Hedgefonds erreichten zusammen eine durchschnittliche Jahresrendite von nur 2,2 % verglichen mit der Durchschnittsrendite von 7,1 % für den S&P Indexfonds. Das bedeutet, dass eine Investition von 10.000 US-Dollar in den Hedgefonds nur auf 12.200 gestiegen wäre, während ein einfacher Indexfond 18.540 US-Dollar ergeben hätte. Nicht einmal die besten fünf Hedgefonds konnten den Index von Warren Buffett schlagen. Buffett schätzt, dass 60 % der Gewinne dieser Fonds in die Taschen der Manager geflossen sind, obwohl diese dramatisch hinter dem Markt hergelaufen wären.

Sollte man also Aktien meiden und einfach Indexfonds kaufen?

Um eines klarzustellen: Ich sage nicht, dass du keine Aktien kaufen solltest, und Buffett sagt das auch nicht. Wenn du die Zeit, das Wissen und das Bedürfnis hast, Aktien zu recherchieren und zu bewerten, dann solltest du das auch machen.

Buffett spricht an, dass der Durchschnittsamerikaner weder die Zeit, das Wissen hat noch das Bedürfnis verspürt, vernünftig zu recherchieren. Es gibt nämlich viele Unternehmen da draußen, die hinter dem Index zurückbleiben werden, und einige werden sogar scheitern. Buffett hat das Gefühl, dass die meisten aktiv gemanagten Investmentfonds und Hedgefonds ihre Manager besser entlohnen als ihre Investoren – besonders langfristig.

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

Buffett hat so einige Mega-Milliardeninvestments in seinem Portfolio. Wir haben sie näher analysiert, und angesehen, inwieweit sie sich zum Nachahmen eignen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Berkshire Hathaway B.

Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und am 25.06.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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