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Amazon generierte doppelt so viel Umsatz pro Mitarbeiter wie Wal-Mart

Foto: The Motley Fool.

Wal Mart (WKN:860853) ist vielleicht der weltgrößte Einzelhändler, das Unternehmen braucht aber jede Menge Mitarbeiter, damit der Laden mit seinen 11.723 Geschäften auf der ganzen Welt läuft – 2,3 Millionen Menschen, um genau zu sein. So viele Mitarbeiter zählte Wal-Mart im letzten Quartalsbericht. Im Vergleich dazu beendete Amazon (WKN:906866) das erste Quartal mit nur 351.000 Angestellten.

Das sind also die Vorteile eines Einzelhandelsunternehmens ohne Kassierer und Lagerarbeiter. Die Arbeiter bei Amazon müssen sich natürlich immer noch um massive Lagerhäuser mit über 50 Millionen verschiedenen Artikeln kümmern, Amazon hilft ihnen jedoch mit automatisierten Robotersystemen. Daher generieren die Angestellten von Amazon doppelt so viel Umsatz wie die Arbeiter von Wal-Mart.

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Ein bisschen Mathematik

Im Folgenden habe ich eine kleine Tabelle zusammengestellt, in der wir das jeweils letzte Quartal von Wal-Mart und Amazon sehen:

Unternehmen

Umsatz

Angestellte

Umsatz pro Angestelltem

Amazon

35.714.000.000 USD

351.000

101.749 USD

Wal-Mart

117.542.000.000 USD

2.300.000

51.105 USD

Datenquelle: Quartalsberichte und Webseiten.

An dieser Stelle sollte man aber anmerken, dass die Arbeiter von Amazon weniger effizient werden. Das Unternehmen hat in letzter Zeit viele neue Leute eingestellt und damit hat sich die Zahl der Angestellten im ersten Quartal im Jahresvergleich um 43 % erhöht. Das ist drastisch mehr als das konsolidierte Umsatzwachstum von 23 %.

Die Zahl der Angestellten von Amazon erhöhte sich in fünf der letzten sechs Quartale um mehr als 40 %. Das Umsatzwachstum konnte im gleichen Zeitraum aber nicht mehr als 30 % erreichen.

Einer der wichtigen Gründe für diese Erhöhung ist der Bau neuer Verteilungszentren, daher tätigt Amazon gerade bedeutende Investitionen. Der Bau und die Inbetriebnahme der neuen Vertriebszentren erfordert hohe Kosten (darunter auch Arbeit).

Amazon eröffnete im Jahr 2016 26 neue Vertriebszentren, wovon ein Großteil erst im zweiten Halbjahr in Betrieb genommen wurde – gerade rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft. Da die Umsätze von Amazon auch 2017 und danach weiter steigen werden, werden diese neuen Vertriebszentren irgendwann sogar effizienter laufen als die älteren.

Ein Lagerhaus voller Roboter

Die neuesten Vertriebszentren sind schon die achte Generation und stützen sich sehr auf die Hilfe von Robotern. Diese können Artikel aus den Lagerhäusern schneller finden und sie den Arbeitern zum Einpacken bringen. Dave Clark, President of Worldwide Operations bei Amazon, sagte, die Roboter würden die Verarbeitungszeit von eineinhalb Stunden auf 15 Minuten senken.

Die Roboter erlauben es Amazon auch, mehr Artikel zu lagern, weil man keinen Mittelgang zwischen den Regalen mehr benötigt. Clark sagt, die Kapazität bei den Vertriebszentren der achten Generation wäre um 50 % größer als die der Vorgängergeneration. Die Roboter machen die Arbeiter also nicht nur produktiver – da diese ja die Hälfte der Arbeit für sie übernehmen – sie erhöhen auch den Umsatz von Amazon für die Kunden, die ihre Lieferung am nächsten oder noch am selben Tag möchten.

Was wird Amazon mit Whole Foods anstellen?

Amazon hat sich dazu bereit erklärt, Whole Foods Market (WKN:886391) für 13,7 Milliarden US-Dollar zu kaufen. Genauso wie Wal-Mart verlässt sich auch Whole Foods auf das Konzept von Geschäften voller Mitarbeiter, die die Regale auffüllen und die Kassen bedienen. Da sich die Arbeiter mehr auf die Kunden konzentrieren als bei Wal-Mart, wo man sich mehr auf die Effizienz konzentriert, ist es keine Überraschung, dass Whole Foods weniger Umsatz pro Mitarbeiter generiert als Wal-Mart. Im letzten Quartal generierte das Unternehmen nur 43.000 US-Dollar pro Angestelltem.

Amazon könnte auch ein paar Änderungen bei Whole Foods einführen, was die Effizienz erhöhen könnte. Das Unternehmen experimentiert schon mit einem Lebensmittelladen ohne Kasse namens Amazon Go. Dabei werden maschinelles Sehen und andere künstliche Intelligenz eingesetzt, um festzustellen, welche Artikel die Käufer in ihren Einkaufskorb legen. Diese werden dann nach Verlassen des Geschäftes automatisch von deren Kreditkarte abgebucht. Damit hätten die Mitarbeiter die Möglichkeit, den Kunden im Geschäft besser zu helfen oder man könnte die Arbeitsplätze gleich einsparen – wie man am Wochenende nach Verkündung der Übernahme schon munkelte.

Amazon soll Whole Foods als eine Möglichkeit benutzen, mehr Kunden für die Online-Lieferung von Lebensmitteln zu bekommen. Die Möglichkeit der Onlinebestellung kann für mehr Kunden sorgen, aber man braucht dazu vielleicht jemanden, der diese Artikel von Hand aussucht.

Auf der anderen Seite wird erwartet, dass Amazon die Preise bei Whole Foods senken wird, um besser im Wettbewerb mit Wal-Mart und anderen Lebensmittelgeschäften dazustehen. Das könnte den durchschnittlichen Umsatz senken und die gewonnene Effizienz durch bessere Technologie wieder ausgleichen.

Die Investoren sollten erwarten, dass Amazon Whole Foods effizienter machen wird, um die Kombination Whole Foods/Amazon effizienter als Wal-Mart zu gestalten.

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John Mackey ist CEO von Whole Foods Market und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon und Whole Foods Market.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 26.06.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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